Fortpflanzung und Ausbreitung von Samenpflanzen

Seed Plant Reproduction and Dispersal

Natur und Technik Klasse 6 18 Aufgaben
BiologieBotanik

Die Kinder verfolgen den Weg von der befruchteten Blüte zur Frucht, ordnen Früchte ihren Ausbreitungsstrategien zu (Wind, Tiere, Selbst- ausbreitung) und planen Keimungsversuche mit genau einer veränderten Bedingung. Dabei zeigt sich: Zum Keimen braucht der Samen Wasser, Wärme und Sauerstoff — Erde und Licht erst die junge Pflanze, weil der Samen seinen Vorrat mitbringt. Das räumt eine verbreitete Vorhersage ab und übt zugleich das kontrollierte Experiment, das alle späteren Versuche trägt.

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Welche Bestandteile hat ein Samen?

  • â—Ź Schale, Embryo, Nährgewebe
  • â—‹ Wurzel, Stängel, Blatt
  • â—‹ Kelchblatt, Kronblatt, Staubblatt
  • â—‹ Zellkern, Zellwand, Chloroplast
Ein Samen besteht aus drei Teilen: der Samenschale (Schutz), dem Embryo (Keimling) und dem Nährgewebe (Energievorrat für die Keimung).
Multiple Choice #2 20s â–¶ Testen

Wie werden die Samen des Löwenzahns verbreitet?

  • â—‹ Durch Tiere, die die FrĂĽchte fressen
  • â—Ź Durch den Wind mithilfe eines Schirmchens
  • â—‹ Durch das Wasser
  • â—‹ Durch Explosion der Frucht
Löwenzahnsamen haben ein federleichtes Schirmchen (Pappus), das sie wie ein Fallschirm durch den Wind tragen lässt.
Multiple Choice #3 20s â–¶ Testen

Welche Ausbreitungsstrategie nutzt die Klette?

  • â—‹ Windausbreitung
  • â—‹ Wasserausbreitung
  • â—Ź Tierausbreitung durch Anhaften im Fell
  • â—‹ Selbstausbreitung durch Explosion
Die Klette hat Haken an ihren Früchten, die sich im Fell von Tieren verfangen. So werden die Samen weitergetragen — ein Vorbild für den Klettverschluss!
Wahr / Falsch #4 15s â–¶ Testen

Die Kirsche wird von Tieren verbreitet, die die Frucht fressen und den Samen anderswo ausscheiden.

âś“ Wahr
Richtig! Vögel und andere Tiere fressen Kirschen. Der harte Samen übersteht die Verdauung und wird an einem anderen Ort ausgeschieden.
Wahr / Falsch #5 15s â–¶ Testen

Ohne Wasser kann kein Samen keimen.

âś“ Wahr
Richtig! Wasser ist für die Keimung unbedingt nötig. Es lässt den Samen quellen und aktiviert die Stoffwechselprozesse im Keimling.
LĂĽckentext #6 20s â–¶ Testen

Samen enthalten einen ___, der die Energie fĂĽr die Keimung liefert.

✓ Antwort: Nährgewebe
Das Nährgewebe (Endosperm) ist der Energievorrat im Samen. Es versorgt den Keimling mit Nährstoffen, bis er selbst Fotosynthese betreiben kann.
Mittel
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Was ist die Frucht einer Pflanze?

  • â—‹ Nur der essbare Teil der Pflanze
  • â—Ź Die aus dem Fruchtknoten entstandene Einheit, die Samen enthält und deren Ausbreitung dient
  • â—‹ Ein anderes Wort fĂĽr den Samen
  • â—‹ Das Blatt der Pflanze
In der Biologie ist die Frucht die Hülle, die sich aus dem Fruchtknoten nach der Befruchtung entwickelt. Sie enthält die Samen und hilft bei deren Ausbreitung.
LĂĽckentext #2 20s â–¶ Testen

Das FlĂĽgelfrucht-Prinzip der Ahornfrucht wurde in der Technik beim ___ nachgeahmt.

âś“ Antwort: Propeller
Die Flügelfrüchte des Ahorns rotieren wie ein Propeller im Wind. Dieses Prinzip wird in der Bionik genutzt — z. B. beim Hubschrauber.
Multiple Choice #3 20s â–¶ Testen

Was versteht man unter Bionik?

  • â—‹ Die Erforschung von Computern
  • â—Ź Die Ăśbertragung von Lösungen aus der Natur auf die Technik
  • â—‹ Das ZĂĽchten von Pflanzen
  • â—‹ Die Untersuchung von Zellen
Bionik verbindet Biologie und Technik. Ingenieure lassen sich von Lösungen aus der Natur inspirieren — z. B. Klettverschluss (Klette) oder Propeller (Ahornfrucht).
Multiple Choice #4 25s â–¶ Testen

Welche Vermehrung ist ungeschlechtlich?

  • â—Ź Eine Erdbeerpflanze bildet Ausläufer mit Tochterpflanzen
  • â—‹ Eine Kirsche entsteht aus einer bestäubten BlĂĽte
  • â—‹ Ein Sonnenblumenkern keimt aus
Ausläufer, Knollen und Ableger entstehen ohne Verschmelzung von Keimzellen — die Nachkommen sind genetisch gleich. Kirsche und Kern entstehen geschlechtlich über Befruchtung.
Multiple Choice #5 20s â–¶ Testen

Welches ist ein Beispiel fĂĽr ungeschlechtliche Fortpflanzung bei Pflanzen?

  • â—‹ Ein Apfelbaum bildet BlĂĽten und FrĂĽchte.
  • â—Ź Eine Erdbeerpflanze bildet Ausläufer, aus denen neue Pflanzen wachsen.
  • â—‹ Pollen wird vom Wind ĂĽbertragen.
  • â—‹ Ein Samen keimt im Boden.
Ausläufer sind ein Beispiel für ungeschlechtliche Fortpflanzung. Die neue Pflanze ist genetisch identisch mit der Mutterpflanze — ein Klon.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

Welcher Faktor ist fĂĽr die Keimung eines Samens NICHT notwendig?

  • â—‹ Wasser
  • â—‹ Wärme (geeignete Temperatur)
  • â—Ź Licht
  • â—‹ Sauerstoff
Die meisten Samen keimen auch im Dunkeln. Sie brauchen vor allem Wasser, Sauerstoff und eine geeignete Temperatur. Einige wenige Samen (Lichtkeimer) brauchen zusätzlich Licht.
LĂĽckentext #7 20s â–¶ Testen

Bei einem Experiment zur Keimung nennt man den Versuch ohne die untersuchte Variable den ___.

âś“ Antwort: Kontrollversuch
Der Kontrollversuch zeigt, was ohne die veränderte Variable passiert. So kann man den Einfluss dieser Variable erkennen.
Multiple Choice #8 25s â–¶ Testen

In einem Experiment werden zwei Gruppen Bohnensamen untersucht: Gruppe A bekommt Wasser, Gruppe B nicht. Alles andere ist gleich. Was ist hier die Variable?

  • â—‹ Die Temperatur
  • â—‹ Die Sorte der Bohne
  • â—Ź Die Wasserzufuhr
  • â—‹ Die Lichtverhältnisse
Die Variable ist der Faktor, der verändert wird — hier die Wasserzufuhr. Alle anderen Bedingungen (Temperatur, Licht, Bohnensorte) bleiben gleich (Konstanten).
Sortieren #9 35s â–¶ Testen

Ordne die Schritte der Keimung in die richtige Reihenfolge.

✓ Antwort: Samen nimmt Wasser auf und quillt,Samenschale platzt auf,Keimwurzel wächst nach unten,Keimstängel wächst nach oben,Erste Blätter entfalten sich
Die Keimung beginnt mit der Wasseraufnahme. Dann bricht die Schale auf, die Wurzel wächst zuerst in den Boden (Verankerung, Wasseraufnahme), danach der Stängel nach oben zum Licht.
Wahr / Falsch #10 15s â–¶ Testen

Bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung sind die Nachkommen genetisch verschieden von der Mutterpflanze.

âś“ Falsch
Falsch! Bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung (z. B. Ausläufer) sind die Nachkommen genetisch identisch mit der Mutterpflanze — sie sind Klone.
Multiple Choice #11 25s â–¶ Testen

Welche Aussage ĂĽber Ausbreitungsstrategien ist richtig?

  • â—‹ Alle Pflanzen verbreiten ihre Samen durch Wind.
  • â—Ź Pflanzen mit fleischigen FrĂĽchten werden meist durch Tiere verbreitet, die die FrĂĽchte fressen.
  • â—‹ Samen können sich nicht ĂĽber weite Strecken verbreiten.
  • â—‹ Nur Bäume bilden FrĂĽchte.
Fleischige FrĂĽchte (z. B. Beeren, Kirschen) locken Tiere an. Die Tiere fressen die Frucht und scheiden die Samen an anderen Orten aus.
Schwer
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Ein Löwenzahn bildet in einem Jahr über 2000 Samen. Wie viele davon werden im Durchschnitt selbst zu einer blühenden Pflanze, wenn der Bestand gleich bleibt?

  • â—Ź etwa einer
  • â—‹ etwa 1000
  • â—‹ alle
Fast alle Samen landen an ungeeigneten Stellen, werden gefressen oder verdrängt. Die Überproduktion sichert, dass wenige durchkommen — ein Grundbaustein der natürlichen Selektion.