Stehen sich die Könige mit einem Feld Abstand gegenüber, hat die Opposition, wer den anderen ziehen lässt — der Gegner muss ausweichen. Im Endspiel König und Bauer gegen König entscheidet sie: Erreicht der Angreiferkönig mit Opposition ein Schlüsselfeld vor dem Bauern, wandelt er um; sonst hält der Verteidiger remis. Die Kinder finden den Oppositionszug und beurteilen, wer gewinnt. Die Übungen arbeiten gegen das voreilige Vorziehen des Bauern. Die Opposition kehrt im Turmmatt und in jedem späteren Endspiel wieder.
Weiß ist am Zug. Mit welchem Zug nimmt Weiß die Opposition?
● Ke4
○ Kd4
○ Kf3
Ke4 — jetzt stehen sich die Könige auf der e-Linie mit einem Feld Abstand gegenüber, und Schwarz ist am Zug. Wer den anderen ziehen lässt, hat die Opposition.
Nein. Die Könige stehen sich mit einem Feld Abstand gegenüber, und Weiß muss ziehen — Schwarz hat die Opposition und lässt den weißen König nicht auf d6, e6 oder f6. Remis.
Ja. Dieselbe Stellung, aber jetzt muss Schwarz ausweichen — Weiß hat die Opposition. Der weiße König kommt auf ein Schlüsselfeld vor dem Bauern, und der Bauer läuft durch.
Ke7 stellt den König genau gegenüber dem weißen König — jetzt muss Weiß ziehen, Schwarz hat die Opposition. Nach Kc7 oder Kd8 kommt Weiß auf d6 oder f6 und gewinnt.
e4 ist ein Wartezug, ein „Reservetempo“ — die Könige bleiben gegenüber, und jetzt muss Schwarz ziehen. Weiß hat die Opposition zurück. Wer mit dem König zurückgeht, gibt sie her.
Weiß ist am Zug. Gewinnt Weiß noch, wenn er den Zug mit dem Pfeil spielt?
✓ Falsch
Nein. Der Bauer verschenkt sein Reservetempo — Schwarz antwortet Kd6, nimmt die Opposition, und Weiß hat keinen Wartezug mehr. Jeder Königszug hätte gewonnen. Merke — erst der König, dann der Bauer.
Kc6 (oder Ke6) — der König bleibt vor dem Bauern auf der 6. Reihe. Schwarz muss weichen, dann folgt d6 und d7. Zieht der König zurück, nimmt Schwarz die Opposition und hält remis.