Was es wirklich kostet
What it really costs
Der angeschriebene Preis und der tatsächlich gezahlte Betrag sind oft zwei verschiedene Zahlen. Die Schülerin rechnet an konkreten Anzeigen nach, was ein Angebot am Ende wirklich kostet: der Klingelton für 0,99 €, aus dem ein Wochenabo wird; das „kostenlose“ Handy, das im Tarif steckt; die drei bequemen Raten; der Probemonat für 1 € mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit; die Bestellung, die auf 50 € aufgefüllt wird, um 4,95 € Versand zu sparen. Ein zweiter Itemtyp legt zwei Anzeigen nebeneinander und fragt, welche zweite Anzeige denselben Trick benutzt — so werden Schwelleneffekt (9,99 € statt 10 €), Preis-Qualitäts-Illusion, künstliche Verknappung und das Kleingedruckte an Beispielen unterschieden statt an Definitionen. Verdrängt werden die Fixierung auf die groß gedruckte Zahl (die PISA-Erhebung zur Finanzkompetenz zeigt sie als Standardfehler), der Sunk-Cost-Effekt („ich gehe hin, damit sich die Jahreskarte lohnt“) und der Ankerpreis „statt 149 €“. Vorbereitet wird damit wirtschaft-und-recht.grade8.privater-haushalt, wo dieselben Beträge im Haushaltsplan und in der Überschuldungsfrage wieder auftauchen.
Voraussetzungen (1)
Der große Preis in der Anzeige ist die Werbung; was am Ende wirklich vom Konto geht, steht oft erst im ___.
Eine Anzeige wirbt: „Dein Klingelton für nur 0,99 €“. Im Kleingedruckten steht: Mit dem Kauf beginnt ein Abo für 4,99 € pro Woche, kündbar frühestens nach vier Wochen. Mia klickt und kündigt zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Wie viel zahlt sie am Ende wirklich?
Sneaker kosten 89 €, wenn man sofort bezahlt. Im Onlineshop steht daneben: „Oder ganz bequem in 3 Raten zu je 32,90 €“. Lea wählt die Raten. Wie viel zahlt sie am Ende wirklich?
Ein Fitnessstudio wirbt mit „Probemonat für 1 €“. Im Vertrag steht: ab dem zweiten Monat 34,90 € monatlich, Mindestlaufzeit zwölf Monate. Tim unterschreibt. Wie viel zahlt er im ersten Jahr am Ende wirklich?
Ein Laden ändert das Preisschild für ein T-Shirt von 10,00 € auf 9,99 €. Lena kauft vier Stück. Wie viel weniger zahlt sie dadurch am Ende wirklich?
Eine Anzeige wirbt: „Kopfhörer jetzt für 19,99 €“. Welche andere Anzeige benutzt denselben Trick?
Eine Anzeige wirbt: „Unser Shampoo kostet dreimal so viel wie andere — Qualität hat eben ihren Preis.“ Welche andere Anzeige benutzt denselben Trick?
Eine Anzeige wirbt: „Nur noch 2 Stück auf Lager — 14 andere sehen sich das gerade an.“ Welche andere Anzeige benutzt denselben Trick?
Ein Musikdienst wirbt mit „Erster Monat 0,99 €“; im Vertrag stehen elf weitere Monate zu je 9,99 €. Lea schließt heute ab und gibt damit im ersten Jahr 0,99 € für dieses Abo aus.
Ein Tablet kostet 155 €, wenn man sofort bezahlt, oder sechs Raten zu je 28 €. Wie viel Euro mehr zahlt man bei den Raten?
Nico will ein Trikot für 24 € bestellen; der Versand kostet 4,95 €. Der Shop wirbt: „Ab 50 € Bestellwert versandkostenfrei“. Nico legt ein Handtuch für 26 € dazu, das er nicht braucht. Wie viel zahlt er am Ende wirklich?
Ben hat im Mai eine Jahreskarte fürs Schwimmbad für 120 € gekauft und war bisher zweimal da. Heute hat er keine Lust, geht aber trotzdem, „damit sich die Karte lohnt“. Wie viel von den 120 € holt er sich durch diesen Besuch am Ende wirklich zurück?
Ein Onlineshop zeigt: „Statt 149 € — jetzt nur 79 €“. Im Vergleichsportal kostet genau dasselbe Gerät bei fünf anderen Händlern zwischen 75 € und 82 €. Wie viel spart Ben gegenüber dem üblichen Preis am Ende wirklich?
Ein Anbieter wirbt: „Dieses Handy für 0 €“ — zusammen mit einem Tarif für 29,99 € im Monat, 24 Monate Laufzeit. Derselbe Tarif ohne Handy kostet beim selben Anbieter 12,99 € im Monat. Wie viel zahlt Jonas für das Handy am Ende wirklich?
Eine Anzeige wirbt: „Klingelton für 0,99 €“; im Kleingedruckten steht ein Wochenabo für 4,99 €. Welche andere Anzeige benutzt denselben Trick?
Sofia hat einen Tanzkurs mit zehn Terminen für 60 € im Voraus bezahlt. Heute hat sie keine Lust und geht trotzdem hin, damit sich die 60 € lohnen. Durch diesen Termin holt sie einen Teil der 60 € zurück.