Lena kauft über eine Kleinanzeige ein gebrauchtes Fahrrad für 180 € und holt es bei der Verkäuferin zu Hause ab. Welche Zahlungsart passt hier?
â—Ź Barzahlung bei der Ăśbergabe
○ Überweisung der 180 € vor der Abholung
○ Codes von Guthabenkarten, die die Verkäuferin vorab per Chat verlangt
Beide Seiten geben gleichzeitig: Rad gegen Geld. Wer vorab überweist, hat sein Geld weg, bevor er das Rad gesehen hat. Guthabenkarten-Codes sind für Fremde erst recht ungeeignet — sie lassen sich nicht zurückholen und niemand weiß, wer sie eingelöst hat.
Am Schulfest kostet eine Waffel 2,50 €. Vor Lena stehen sechs Leute in der Schlange. Welche Zahlungsart passt hier?
â—Ź Barzahlung
â—‹ SEPA-Ăśberweisung noch am Stand
â—‹ Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel 14 Tage
Bei 2,50 € und sechs Wartenden zählt vor allem, dass es sofort und ohne Eingaben geht. Eine gewöhnliche SEPA-Überweisung ist erst am nächsten Bankarbeitstag beim Empfänger (§ 675s BGB) und müsste am Stand erst eingetippt werden; eine Rechnung über 2,50 € auszustellen kostet mehr Mühe, als die Waffel wert ist.
Ein Fitnessstudio verlangt für jede Zahlung per Rechnung 1,50 € Bearbeitungsgebühr; per Lastschrift ist die Zahlung kostenlos. Wie viel Euro kostet die Zahlung per Rechnung bei zwölf Monatszahlungen zusätzlich im Jahr?
âś“ Antwort: 18
12 × 1,50 € = 18 €. Kleine Gebühren pro Zahlung fallen einzeln nicht auf; über ein Jahr sind es 18 €, die die Lastschrift vollständig spart.
Lena bestellt Kopfhörer für 60 € in einem Onlineshop, den sie nicht kennt und von dem sie keine Bewertungen findet. Welche Zahlungsart passt hier?
â—Ź Kauf auf Rechnung, zahlbar 14 Tage nach Erhalt
â—‹ Vorkasse per Ăśberweisung sofort beim Bestellen
○ Nachnahme mit 8,90 € Zusatzgebühr
Auf Rechnung zahlt Lena erst, wenn die Ware da und in Ordnung ist — das Risiko bleibt beim Shop. Die Vorkasse dreht genau das um. Die Nachnahme schützt zwar besser als die Vorkasse, weil erst bei der Übergabe gezahlt wird; öffnen darf Lena das Paket dabei aber noch nicht, und 8,90 € auf einen 60-€-Kauf lassen sie zusätzlich über den Preis durchfallen.
Lena schließt ein Musik-Abo für 9,99 € im Monat ab, das jeden Monat am selben Tag fällig wird. Welche Zahlungsart passt hier?
â—Ź SEPA-Lastschrift vom Konto
â—‹ jeden Monat eine Ăśberweisung von Hand
â—‹ jeden Monat eine neue Guthabenkarte im Supermarkt kaufen
Immer derselbe Betrag, immer derselbe Tag — genau dafür ist die Lastschrift gemacht. Die Handüberweisung geht irgendwann vergessen, die Guthabenkarte kostet jeden Monat einen Weg in den Supermarkt. Wichtig bleibt: Eine Lastschrift ist eine feste monatliche Ausgabe, auch wenn man sie nach dem Einrichten nie wieder sieht.
Jonas hat in den Ferien in einer Gärtnerei gearbeitet und bekommt 400 € Lohn. Er möchte später nachweisen können, dass und wie viel er bezahlt wurde. Welche Zahlungsart passt hier?
â—Ź Ăśberweisung auf sein eigenes Konto
â—‹ Bargeld in einem Umschlag ohne Quittung
○ ein Gutschein des Betriebs über 400 €
Die Überweisung erzeugt auf beiden Seiten einen Beleg mit Datum, Betrag und Empfänger. Bargeld ohne Quittung lässt sich später nicht beweisen, und ein Gutschein ist überhaupt kein Geld: Er gilt nur in diesem Betrieb.
Familie Ott bucht bei einem bekannten Reiseanbieter eine Reise für 800 €. Der Anbieter verlangt bei Kauf auf Rechnung 2 % Aufschlag und bei Ratenzahlung 4 % Aufschlag; die Überweisung ist kostenlos. Alle drei Wege sind gleich sicher. Welche Zahlungsart passt hier?
â—Ź SEPA-Ăśberweisung
â—‹ Kauf auf Rechnung mit 2 % Aufschlag
â—‹ Ratenzahlung mit 4 % Aufschlag
Wenn Sicherheit und Zweckmäßigkeit gleich sind, entscheiden die Kosten: 2 % von 800 € sind 16 €, 4 % sind 32 €, die Überweisung kostet nichts. Aufschläge stehen oft erst im letzten Schritt der Buchung. Für Überweisung, Lastschrift und die üblichen Zahlungskarten darf ein Händler in Deutschland überhaupt kein Entgelt verlangen — eine solche Vereinbarung ist unwirksam (§ 270a BGB, Stand 2026).
Lena bekommt eine SMS: Ihr Paket könne nicht zugestellt werden, sie solle über einen Link 2,99 € Gebühr zahlen. Lena hat nichts bestellt. Welche Zahlungsart passt hier?
● gar keine — die SMS löschen und den Link nicht öffnen
○ Kreditkarte über den Link, weil es ja nur 2,99 € sind
â—‹ SofortĂĽberweisung ĂĽber den Link, weil das am schnellsten geht
Der kleine Betrag ist der Köder; bezahlt werden soll nicht die Gebühr, sondern der Zugriff auf Kartennummer oder Bankzugang. Wer nichts bestellt hat, hat auch keine Zustellung — und keine Gebühr.
Lena will für ein Online-Spiel 20 € Guthaben kaufen und sicher sein, dass es bei diesen 20 € bleibt. Welche Zahlungsart passt hier?
● eine Guthabenkarte über 20 € aus dem Supermarkt
â—‹ die im Spielkonto gespeicherte Kreditkarte mit Ein-Klick-Kauf
â—‹ eine Lastschrift vom Konto der Eltern
Die Guthabenkarte kann nicht mehr hergeben, als daraufsteht — die Grenze steckt in der Zahlungsart selbst. Bei gespeicherter Karte oder Lastschrift ist jeder weitere Kauf ein Klick, und die Grenze müsste Lena selbst einhalten.
Lena hat 80 € überwiesen und dabei eine falsche Empfängernummer eingetippt. Die Überweisung ist bereits ausgeführt. Lena kann sich das Geld selbst zurückbuchen.
âś“ Falsch
Nein. Eine ausgeführte Überweisung ist eine Zahlung, die Lena selbst angestoßen hat; zurückgeben kann sie nur der Empfänger. Die Bank kann höchstens nachfragen. Genau deshalb ist die Überweisung an Unbekannte der unsicherste Weg.
Lena bezahlt an der Supermarktkasse kontaktlos mit dem Handy. In dem Moment, in dem das Gerät piept, wandert das Geld von ihrem Konto auf das Konto des Supermarkts.
âś“ Falsch
Nein. Beim Piepen läuft nur die Autorisierung — die Frage, ob Karte und Deckung in Ordnung sind. Verrechnet und gebucht wird später im Paket, deshalb sieht der Händler das Geld in der Regel erst einige Bankarbeitstage danach.
Wer bei einem unbekannten Shop per Vorkasse überweist, gibt sein Geld aus der Hand, bevor die Ware da ist. Er trägt damit das ganze ___.
âś“ Antwort: Risiko
Jede Zahlungsart verteilt das Risiko zwischen Käufer und Verkäufer. Vorkasse legt es ganz auf den Käufer, Kauf auf Rechnung ganz auf den Verkäufer, Käuferschutz und Nachnahme teilen es.
Jonas kauft über eine Verkaufsplattform ein gebrauchtes E-Bike für 900 € von einer Privatperson in einer anderen Stadt; es wird verschickt. Welche Zahlungsart passt hier?
● die Bezahlfunktion der Plattform mit Käuferschutz
○ Überweisung vorab auf das Konto des Verkäufers
â—‹ die Freunde-Funktion des Bezahldienstes, weil sie keine GebĂĽhr kostet
Bei Versand können beide Seiten nicht gleichzeitig geben, also braucht es einen Dritten, der das Geld hält, bis die Ware da ist. Die Freunde-Funktion ist billiger und genau deshalb gefährlich: Sie ist für Zahlungen unter Bekannten gedacht und fällt aus dem Käuferschutz heraus. Hier gewinnt Sicherheit gegen ein paar Euro Gebühr.
Familie Ott findet online eine Ferienwohnung für 600 €. Der Vermieter schreibt, er nehme ausschließlich Überweisung auf ein Auslandskonto, und der Preis gelte nur heute. Welche Zahlungsart passt hier?
● gar keine — erst prüfen, ob es die Wohnung und den Vermieter wirklich gibt
â—‹ sofort ĂĽberweisen, um den Preis zu sichern
â—‹ sofort per Kreditkarte zahlen, um den Preis zu sichern
Zeitdruck plus ein einziger erlaubter Zahlungsweg ohne jeden Schutz ist das Muster, an dem man den Betrug erkennt. Solange offen ist, ob es die Leistung überhaupt gibt, ist keine Zahlungsart geeignet — auch keine schnelle.
Von Lenas Konto werden per SEPA-Lastschrift 24,90 € abgebucht, die sie nie erlaubt hat. Sie kann bei ihrer Bank verlangen, dass die Buchung rückgängig gemacht wird.
âś“ Wahr
Ja. Eine SEPA-Basislastschrift, die sie selbst erlaubt hat, kann Lena innerhalb von acht Wochen ohne Begründung zurückholen lassen (§ 675x Abs. 4 BGB). Für eine Abbuchung ohne Mandat gilt diese kurze Frist gar nicht: Die Bank muss den Betrag erstatten (§ 675u BGB), Lena muss die Buchung nur binnen 13 Monaten rügen (§ 676b Abs. 2 BGB) — Stand 2026. Deshalb ist die Lastschrift bei laufenden Verträgen sicherer als die Überweisung.