Das Wochen-Review

The weekly review

Alltag und Selbstständigkeit Klasse 10 12 Aufgaben
AlltagskompetenzSelbstorganisationReflexionKerncurriculum

Ein Planungssystem verfällt ohne einen festen Moment, in dem es geprüft wird. Schülerinnen und Schüler lernen hier den Ablauf: den Eingang leeren, Offenes aus der vergangenen Woche einsammeln, den Kalender der kommenden zwei Wochen anschauen, jede offene Aufgabe entweder terminieren, delegieren, verkleinern oder streichen — und drei Fragen beantworten, die kurz und ehrlich sind: Was habe ich zugesagt und nicht geliefert? Wo habe ich mich um wie viel verschätzt? Was hat in dieser Woche funktioniert, das ich behalten will? Entscheidend ist das *Streichen*: Ein Review, in dem nie etwas entfernt wird, produziert eine Liste, die man irgendwann nicht mehr ansieht. Das Review liefert außerdem die Zahlen, aus denen die eigenen Schätzungen besser werden, und es ist die Stelle, an der ein langes Projekt seine Meilensteine bekommt.

Können & Üben

Eigenes Planungssystem

Arbeitet aus dem Kopf und aus Zetteln.

FĂĽhrt ein System, das jemand anderes eingerichtet hat.

FĂĽhrt das eigene System, wenn ein Review-Termin gesetzt wird.

Hält Eingang, Kalender und Liste von selbst und macht das Review wöchentlich.

Hat das System nach einem Bruch begründet umgebaut und kann sagen, was daran warum geändert wurde.

Wochen-Review — zwanzig Minuten

solo

20 min · weekly

zuhause, lernraum

Immer am selben Wochentag, auch in ruhigen Wochen. Fünf Schritte, in dieser Reihenfolge: Eingang leeren. Offenes aus der vergangenen Woche einsammeln. Die nächsten zwei Wochen im Kalender anschauen. Jede offene Aufgabe genau einer der vier Entscheidungen zuordnen — terminieren, delegieren, verkleinern, streichen; nichts bleibt unentschieden liegen. Dann drei Fragen in je einem Satz beantworten und aufschreiben: Was habe ich zugesagt und nicht geliefert? Wo habe ich mich um wie viel verschätzt? Was hat diese Woche funktioniert, das ich behalten will? Wenn in einem Review nichts gestrichen wurde, war es kein Review.

1–1

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Womit beginnt ein Wochen-Review?

  • â—Ź Den Eingang leeren und alles Offene einsammeln
  • â—‹ Die nächste Woche planen
  • â—‹ Die erledigten Aufgaben zählen
Erst muss alles auf dem Tisch liegen. Planen mit halbem Ăśberblick erzeugt einen Plan, der Montag schon falsch ist.
Multiple Choice #2 20s â–¶ Testen

Wann findet das Review statt?

  • â—Ź Jede Woche zur selben Zeit, auch in ruhigen Wochen
  • â—‹ Immer, wenn es unĂĽbersichtlich wird
  • â—‹ Am Monatsanfang
Nur ein fester Termin überlebt eine volle Woche. In ruhigen Wochen dauert es zehn Minuten — und genau das hält die Gewohnheit.
Wahr / Falsch #3 18s â–¶ Testen

Zum Review gehört, ehrlich zu notieren, welche Zusagen nicht gehalten wurden.

âś“ Wahr
Ja — sonst verschwinden gebrochene Zusagen unbemerkt. Aufgeschrieben zeigen sie ein Muster, das man ändern kann.
Wahr / Falsch #4 18s â–¶ Testen

Im Review wird auch geprüft, ob die eigenen Zeitschätzungen zu kurz waren.

âś“ Wahr
Ja — und die Antwort ist fast immer ja. Aus dem gemessenen Abstand wird der Aufschlag für die nächste Woche.
Mittel
Multiple Choice #1 22s â–¶ Testen

Eine Aufgabe steht seit sechs Wochen unerledigt auf der Liste. Was ist im Review der richtige Zug?

  • â—Ź Entscheiden: terminieren, verkleinern oder streichen
  • â—‹ Sie noch einmal ĂĽbertragen
  • â—‹ Sie ganz nach oben schieben
Sechs Wochen sind eine Antwort — sie ist entweder zu groß, hat keinen Termin oder ist gar nicht wichtig. Übertragen ist keine Entscheidung.
Wahr / Falsch #2 20s â–¶ Testen

Ein Review, in dem nie etwas gestrichen wird, ist trotzdem nĂĽtzlich.

âś“ Falsch
Nein — eine nur wachsende Liste wird irgendwann nicht mehr angeschaut. Streichen ist der Schritt, der die Liste glaubwürdig hält.
Multiple Choice #3 22s â–¶ Testen

Welche der drei Review-Fragen liefert Zahlen fĂĽr bessere Planung?

  • â—Ź „Wo habe ich mich um wie viel verschätzt?"
  • â—‹ „Was habe ich zugesagt und nicht geliefert?"
  • â—‹ „Was hat gut funktioniert?"
Diese Frage erzeugt Messwerte. Die anderen beiden sind ebenso wichtig, liefern aber keine Zahlen für die nächste Schätzung.
Multiple Choice #4 20s â–¶ Testen

Wie weit schaut man im Review nach vorn?

  • â—Ź Etwa zwei Wochen
  • â—‹ Nur die kommende Woche
  • â—‹ Das ganze Halbjahr
Zwei Wochen zeigen, was vorbereitet werden muss, bevor es dringend wird — und bleiben noch überschaubar.
Multiple Choice #5 22s â–¶ Testen

Lea braucht für ihr Review anderthalb Stunden und lässt es deshalb oft ausfallen. Was ist der beste Schritt?

  • â—Ź Es auf zwanzig Minuten kĂĽrzen und dafĂĽr jede Woche machen
  • â—‹ Es alle zwei Wochen machen
  • â—‹ Es ganz weglassen
Ein kurzes Review, das stattfindet, schlägt ein gründliches, das ausfällt. Die Länge ist verhandelbar, der Termin nicht.
Multiple Choice #6 22s â–¶ Testen

Was heißt „delegieren" im Review für eine Schülerin?

  • â—Ź Klären, wer aus der Gruppe den Teil ĂĽbernimmt, und es dort eintragen
  • â—‹ Die Aufgabe streichen
  • â—‹ Sie auf später schieben
Delegieren heißt, dass jemand anderes die Zusage übernimmt — und dass das nachvollziehbar festgehalten ist.
Multiple Choice #7 15s â–¶ Testen

Lea will ihr Planungssystem umbauen. Welche Notiz aus ihren Reviews schützt dabei den Teil, der trägt?

  • â—‹ „Diese Woche lief schlecht, zu viel blieb offen.“
  • â—‹ „Neue Planungs-App ausprobieren.“
  • â—Ź „Die Sonntagsliste mit drei Aufgaben hat jede Woche geklappt.“
Die Frage „Was hat funktioniert?“ hält fest, was getragen hat. Ohne diese Notiz wirft man beim nächsten Umbau genau die Teile weg, die funktioniert haben.
Multiple Choice #8 22s â–¶ Testen

Ben hat im Review nichts zu streichen und nichts Offenes. Was bedeutet das meistens?

  • â—Ź Er trägt zu wenig ein — das System kennt seine Arbeit nicht
  • â—‹ Er ist besonders gut organisiert
  • â—‹ Er braucht kein Review mehr
Eine leere Liste bei voller Woche heißt, dass die Arbeit woanders läuft. Dann kann das System auch nichts auffangen.