Plan B, wenn unterwegs etwas schiefgeht

Plan B when something goes wrong on the way

Alltag und Selbstständigkeit Klasse 6 12 Aufgaben
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Unterwegs allein zu sein heißt nicht, dass nichts schiefgeht — es heißt, dass man den ersten Zug selbst macht. Schülerinnen und Schüler lernen hier, die Lage zuerst einzuordnen (unangenehm, aber lösbar / ich komme nicht weiter / ich fühle mich unsicher — drei Klassen mit drei verschiedenen nächsten Schritten), dann die Reihenfolge: an einem sicheren, belebten Ort bleiben, die Information beschaffen (Anzeige, App, Personal), Bescheid geben, *bevor* die Ankunftszeit verstreicht, und die zweite Verbindung nehmen. Dazu die drei Grundfälle, die fast alles abdecken — Anschluss weg, Handy leer, falsche Richtung gefahren — und wen man in einem fremden Ort anspricht (Personal mit Dienstkleidung, Ladenpersonal, Familien; nicht die erstbeste Person, die von sich aus Hilfe anbietet). Es ist dieselbe Einteilung wie beim Vergessen in Klasse 3, nur ohne Erwachsenen in Reichweite; die Verkehrsregeln und das Verhalten im Straßenraum stehen im Fach Verkehr.

Können & Üben

Allein unterwegs

Wird gebracht und geholt.

Fährt bekannte Wege in Begleitung oder mit vorher erklärter Verbindung.

Fährt bekannte Wege allein, wenn die Verbindung gegeben wurde.

Plant unbekannte Wege selbst, mit Puffer, und meldet Verzögerungen von selbst.

Hat einen Plan B parat, hilft anderen beim Planen und schätzt Umstiege realistisch ein.

Leicht
Multiple Choice #1 22s â–¶ Testen

Nils hat den Anschlussbus verpasst, der nächste fährt in 20 Minuten. Was tut er zuerst?

  • â—Ź Zu Hause kurz Bescheid geben, dass er später kommt
  • â—‹ Losgehen und den Weg zu FuĂź suchen
  • â—‹ Warten und nichts sagen
Die Nachricht kostet nichts und verhindert die Suche. Der Bus in 20 Minuten löst den Rest von selbst.
Multiple Choice #2 20s â–¶ Testen

Wo wartet man am besten, wenn etwas schiefgegangen ist?

  • â—Ź An einem hellen, belebten Ort wie einem Bahnsteig mit Personal oder einem Laden
  • â—‹ An einer ruhigen Stelle abseits, wo man nachdenken kann
  • â—‹ Unterwegs weiterlaufen
Belebt und beleuchtet ist der sicherste Warteort und der, an dem man am schnellsten gefunden wird.
Wahr / Falsch #3 18s â–¶ Testen

Ein Plan B nĂĽtzt nur, wenn man ihn sich vorher ĂĽberlegt hat.

âś“ Wahr
In der Lage selbst ist wenig Ruhe zum Suchen. Wer die zweite Verbindung schon kennt, ist in einer Minute wieder unterwegs.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Juris Handy-Akku ist leer, sein Ticket war in der App. Was bringt ihn jetzt am sichersten nach Hause?

  • â—‹ Das Guthaben in seiner Bezahl-App
  • â—Ź Ein paar Euro Bargeld im Geldbeutel
  • â—‹ Die Fahrplan-App mit Ersatzverbindungen
Fällt das Handy aus, fallen Ticket, Bezahl-App und Fahrplan-App gleichzeitig aus. Ein paar Münzen funktionieren immer — für ein neues Ticket oder ein Telefon. Genau für diese Fälle hat man Bargeld dabei.
Wahr / Falsch #5 18s â–¶ Testen

Wenn etwas schiefgeht, hat man einen Fehler gemacht.

âś“ Falsch
Nein — Züge fallen aus und Handys gehen leer. Ein Plan B ist keine Strafe für Unachtsamkeit, sondern normale Ausrüstung.
Mittel
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Leas Handy ist leer und sie weiĂź nicht weiter. Wen spricht sie an?

  • â—Ź Jemanden vom Personal am Schalter oder im Laden
  • â—‹ Die erste Person, die ihr von sich aus Hilfe anbietet
  • â—‹ Niemanden, sie wartet, bis jemand fragt
Personal ist an einem festen Ort, erkennbar und für Auskunft zuständig. Wer von sich aus auf ein Kind zugeht, ist nicht ausgewählt worden — man wählt selbst.
Multiple Choice #2 22s â–¶ Testen

Ben merkt nach zwei Stationen, dass er in die falsche Richtung fährt. Was ist richtig?

  • â—Ź An der nächsten Haltestelle aussteigen und auf der anderen Seite zurĂĽckfahren
  • â—‹ Bis zur Endhaltestelle sitzen bleiben
  • â—‹ Sofort aussteigen und zu FuĂź zurĂĽcklaufen
Der Fehler wird sofort begrenzt, aber an einem geordneten Ort. Zu FuĂź entlang der Strecke ist der langsamste und unsicherste Weg.
Wahr / Falsch #3 20s â–¶ Testen

Wenn man sich unsicher fühlt, obwohl nichts passiert ist, ist das kein Grund, etwas zu ändern.

âś“ Falsch
Doch — das Gefühl ist eine eigene Kategorie und ein guter Grund, an einen belebten Ort zu wechseln oder anzurufen. Man muss es nicht begründen können.
Multiple Choice #4 25s â–¶ Testen

Was sagt Mia am Telefon, damit die Nachricht wirklich hilft?

  • â—Ź „Ich bin an der Haltestelle X, der Bus ist weg, ich nehme den um 16:40 und bin um 17:10 da."
  • â—‹ „Es ist alles blöd gelaufen."
  • â—‹ „Ich komme später."
Ort, Problem, Plan, neue Zeit. Damit weiĂź die andere Seite, ob sie etwas tun muss oder nicht.
Multiple Choice #5 22s â–¶ Testen

Der Zug fällt aus, die Anzeige zeigt keine Alternative. Was ist der nächste Schritt?

  • â—Ź Personal fragen — die wissen von Ersatzverbindungen vor der Anzeige
  • â—‹ Warten, bis die Anzeige etwas Neues zeigt
  • â—‹ Ein Taxi nehmen
Menschen wissen bei Störungen oft mehr und früher als Anzeigen. Fragen ist der schnellste Weg an die Information.
Multiple Choice #6 22s â–¶ Testen

Jonas kommt an, aber niemand holt ihn ab. Was ist die richtige Reihenfolge?

  • â—Ź Am vereinbarten Ort bleiben, anrufen, und erst danach etwas anderes ĂĽberlegen
  • â—‹ Losgehen und selbst nach Hause finden
  • â—‹ Jemanden bitten, ihn mitzunehmen
Wer den vereinbarten Ort verlässt, macht das Finden schwerer. Bleiben und melden ist fast immer der erste Zug.
Multiple Choice #7 25s â–¶ Testen

Welche der drei Lagen ist die, in der man sofort anruft, statt es erst selbst zu versuchen?

  • â—Ź „Ich fĂĽhle mich hier unsicher."
  • â—‹ „Der Bus ist weg, der nächste kommt gleich."
  • â—‹ „Ich habe die Haltestelle verpasst."
Beim Sicherheitsgefühl gilt keine Reihenfolge — da wird sofort gemeldet und der Ort gewechselt. Die anderen beiden löst man erst selbst.