Teilchenmodell und Aggregatzustände
Particle Model and States of Matter
Alle Stoffe bestehen aus kleinsten Teilchen mit leerem Raum dazwischen, die sich ständig bewegen und einander anziehen — das erste tragende Denkmodell der Chemie. Fest, flüssig und gasförmig sind dieselben Teilchen in unterschiedlicher Anordnung und Beweglichkeit; damit gelingt der Wechsel von der beobachtbaren Stoffebene zur gedachten Teilchenebene (Johnstone). Die Teilchen selbst tragen nicht die Eigenschaften des Stoffes: Es gibt keine heißen, farbigen, sich ausdehnenden oder schmelzenden Teilchen — diese Übertragung makroskopischer Eigenschaften auf die Teilchenebene ist nach Barke die hartnäckigste Fehlvorstellung. Das Modell ist Grundlage für Atommodell, chemische Reaktion und die gesamte Bindungslehre.
Voraussetzungen (3)
Ermöglicht (6)
Was besagt das Teilchenmodell ĂĽber den Aufbau der Materie?
Wie sind die Teilchen in einem Feststoff angeordnet?
Beim Übergang von fest zu flüssig (Schmelzen) wird den Teilchen ___ zugeführt, sodass sie ihre festen Plätze verlassen können.
In einer FlĂĽssigkeit bewegen sich die Teilchen frei, haben aber noch Kontakt zueinander.
Ordne die Aggregatzustandsänderungen in der Reihenfolge zunehmender Temperatur:
Den Übergang von gasförmig zu flüssig nennt man ___.
Was passiert mit der Teilchenbewegung, wenn man einen Stoff erwärmt?
Im Teilchenmodell werden die Teilchen als kleine Kugeln ohne innere Struktur dargestellt.
Ein Zinnsoldat (20 g) schmilzt in einem Ofen bei 232 °C. Bei welcher Temperatur schmilzt ein Zinnteller (500 g) aus demselben Zinn?
In zwei Schalen fester Götterspeise steckt in der Mitte je ein Tropfen Lebensmittelfarbe. Eine Schale steht im Kühlschrank (5 °C), eine auf dem Küchentisch (22 °C). Wo ist der Farbfleck nach einem Tag größer?
Zwei Spritzen sind vorne fest verschlossen – eine ist mit Luft gefüllt, eine mit Wasser. Welcher Kolben lässt sich hineindrücken?
Was geschieht auf Teilchenebene beim Verdunsten von Wasser?
Beim Schmelzen eines Stoffes bleibt die Temperatur konstant, obwohl weiter Energie zugefĂĽhrt wird.
Welches Phänomen lässt sich mit dem Teilchenmodell durch die Eigenbewegung der Teilchen erklären?
Den direkten Übergang von fest zu gasförmig (ohne flüssige Phase) nennt man ___.
Warum dehnen sich die meisten Stoffe beim Erwärmen aus?
Ein großer Topf mit 5 L Leitungswasser braucht zum Kochen eine höhere Temperatur als ein Wasserkocher mit 0,5 L Leitungswasser.
Welche Grenze hat das einfache Teilchenmodell?