Ein Gedicht vortragen
Reciting a poem
Ein Gedicht auswendig lernen und so vortragen, dass die Zuhörer es verstehen: Pausen an den Sinngrenzen setzen — auch dort, wo ein Satz über das Zeilenende weiterläuft —, das wichtige Wort betonen, die Stimmung des Gedichts mit Tempo und Lautstärke zeigen. Das Kind entscheidet an selbst geschriebenen Versen, wo die Pause hingehört und welches Wort Gewicht trägt. Vorgebeugt wird dem Leiern (jede Zeile im gleichen Takt, Pause an jedem Zeilenende). Bereitet das Gedichtsprechen in K5/6 und die Lyrik-Begriffe Vers, Strophe, Metrum (K6) vor.
Ermöglicht (1)
Wo passt die Pause? Der Strich | zeigt sie.
Welches Wort betonst du? Es ist GROSS geschrieben.
Das Gedicht erzählt von einem Vogel, der sein Nest verloren hat. Wie sprichst du es?
Das Gedicht erzählt, wie Kinder im Schnee herumtoben. Wie sprichst du es?
Lisa spricht jede Zeile im gleichen Takt und macht an jedem Zeilenende eine lange Pause. So trägt sie das Gedicht gut vor.
Emil schaut beim Vortragen die Zuhörer an statt auf seine Füße. Das passt zu einem guten Vortrag.
Mila spricht ihr Gedicht ganz schnell, damit sie schnell fertig ist. So verstehen die Zuhörer es gut.
Jonas weiß beim Vortrag kurz nicht weiter. Er atmet ruhig und beginnt die Strophe noch einmal. Das ist eine gute Lösung.
Am Ende eines Satzes machst du beim Vortragen eine ___.
Wo passt die Pause? Der Schrägstrich / ist ein Zeilenende, der Strich | die Pause.
Welches Wort betonst du? Es ist GROSS geschrieben.
Ben soll in fünf Tagen ein Gedicht mit vier Strophen auswendig können. Welcher Plan passt?
Ein Satz im Gedicht läuft über zwei Zeilen: „Die Sonne lacht / auf unser Haus.“ Mia macht nach „lacht“ eine lange Pause. Das ist richtig so.