GerĂŒst und Abbau
Scaffold and Fade
ĂuĂere SĂ€ulen sind ein GerĂŒst: zuverlĂ€ssig, aber zerbrechlich. Innere Antriebe sind haltbar, aber ungleich verteilt. Ăber die Jahre nimmt Fido das Gewicht von auĂen weg, wĂ€hrend die selbstzĂŒndenden Antriebe die Last ĂŒbernehmen. Am Ende steht ein junger Mensch, dessen Motivation auch ohne Ă€uĂere Signale weiterlĂ€uft.
Ganz ohne Ă€uĂere SĂ€ulen lĂ€sst sich keine Schule betreiben. Das zeigen gescheiterte Online-Schulen und die SchulschlieĂungen der Pandemie. Eine Auswertung von Online-Matheprogrammen fand messbare Wirkung nur bei den etwa fĂŒnf Prozent der Kinder, die die Programme von selbst nutzten.2 Wer aber nur Ă€uĂeres GerĂŒst erlebt hat, verlĂ€sst die Schule nicht als selbstbestimmter Mensch. Sobald die Signale aufhören, ist auch der Antrieb weg.
Deshalb ist das GerĂŒst von Anfang an zum
Dass der Abbau gelingt, liegt an der Regel, dass jede Aktivierung nachvollziehbar sein muss. Einen Taler, dessen Zweck ein Kind versteht, braucht es mit der Zeit nicht mehr, weil es den Zusammenhang von Anstrengung und Ergebnis selbst kennt. Ein Lob, das es nie durchschaut hat, braucht es dagegen weiter. Das Ziel ist erreicht, wenn ein junger Mensch die Schule verlÀsst und seine Motivation auch ohne ihre Signale weiterlÀuft.
Was aber, wenn ein Kind trotz aller SĂ€ulen nicht ins Arbeiten findet?