Woran man es sieht

What You Can See

Das Fido-Curriculum Klasse 1
Fido MetaCurriculum Structure

Die vier Fähigkeiten sagen, wie ein gelingendes Leben gebaut wird; die vier Wirkungen sagen, was ein Beobachter am Kind sieht: geistige Exzellenz, eigener Antrieb, greifbare Ergebnisse und subjektives Wohlbefinden. Jede Wirkung ist einer Fähigkeit zugeordnet und hat ihre eigene Art von Beleg. Die vierte macht Sinn und Wohlbefinden sichtbar.

FĂĽr den Blick von auĂźen stellt man sich vor das Kind und fragt, was man sieht. Darauf antworten vier Wirkungen, also vier Dinge, die man an einem Kind sehen kann, jede mit ihrer eigenen Art von Beleg.

  • Geistige Exzellenz: Das Kind beherrscht die Grundlagen tief und hat sie effizient erworben. Es liest, schreibt, rechnet, denkt sauber und schlieĂźt LĂĽcken mit RĂĽckmeldung. Geistige Exzellenz macht das Fundament im Verstehen sichtbar. Beleg: Fortschritt und Behalten, dort, wo es nĂĽtzt, auch eine äuĂźere PrĂĽfung bis hin zum Abitur. Das Abitur legen Fido-Kinder nach heutigem Plan als externe PrĂĽfung an einem staatlichen Gymnasium ab, das es auch verleiht. Es ist rechtlich gleichwertig, nur zählen die Noten der Oberstufe dabei nicht mit.
  • Eigener Antrieb: Das Kind lernt, sich lohnende Aufgaben zu wählen, sich eine Richtung zu geben, dranzubleiben und sich RĂĽckmeldung zu holen. Eigener Antrieb zeigt die Selbstbestimmung in Aktion. Beleg: Ziele, Iterationen, Durchhalten, beobachtet und nicht abgefragt.
  • Greifbare Ergebnisse: Das Kind liefert nicht nur Schulleistungen ab, sondern baut, schreibt, programmiert, tritt auf, grĂĽndet im Kleinen. Greifbare Ergebnisse sind die Wirksamkeit, nach auĂźen gewandt. Beleg: Werke, Mappen, Auftritte vor echtem Publikum.
  • Subjektives Wohlbefinden: wie gut es dem Kind selbst geht. Es bleibt mit Lust bei der Sache, sein Antrieb hält auch dann, wenn Lob und der Reiz des Neuen weg sind, es steht nach einem RĂĽckschlag wieder auf, und seine Richtung ist wirklich seine eigene. Das ist die Wirkung, die dem Sinn am nächsten kommt, und zugleich dem Ziel selbst, dem gelingenden Leben. Beleg: Lust bei der Sache und eigener Antrieb, ĂĽber längere Zeit beobachtet, nie eine Stimmungsnote fĂĽr den Tag.
Tippe auf eine Wirkung, um zu sehen, welche der vier Fähigkeiten sie sichtbar macht. Die durchgezogene Linie ist der starke Bezug, die gestrichelte ein Teilstück.

Von den vier Wirkungen ist das Subjektive Wohlbefinden am schwersten zu beurteilen. Es lässt sich nicht abfragen und ist am leichtesten vorzutäuschen, gerade weil es das eigene Erleben des Kindes ist. Ein Kind kann starkes Können, Antrieb und greifbare Ergebnisse zeigen und doch nur fremden Zielen folgen. Es kann auch Begeisterung spielen, weil sie Lob einbringt.

Deshalb lesen wir es nur über die Zeit, aus mehreren Signalen und zusammen mit dem Verhalten. Hält der Antrieb, wenn keiner zuschaut und niemand belohnt, was das Kind tut? Bleibt die Sache wichtig, wenn der Reiz des Neuen verflogen ist? Ein Lächeln allein zählt nicht. Woran wir über die Zeit Fortschritt erkennen, an mehreren zusammenlaufenden Signalen und an Meilensteinen, zeigt der Artikel Woran wir Fortschritt erkennen.

Offen bleibt eine Frage, die schwerer wiegt als jeder Beleg: Wessen Wachstum ist es, und wer entscheidet ĂĽber die Richtung?

Keine Aufgaben fĂĽr dieses Thema.