Fundament und Höhe
Floor and Height
In jeder der vier FĂ€higkeiten schuldet die Schule jedem Kind ein Fundament â den sicheren Grundstock, der verbindlich ist. Was darĂŒber hinausgeht, wĂ€hlt das Kind selbst: welche FĂ€higkeit und wie hoch. Nach oben gibt es keine auferlegte Obergrenze.
Zwei Dinge schulden wir jedem Kind, und wir mĂŒssen sie unterscheiden. Das
eine ist ein
Wo das Fundament genau liegt, legen wir Fach fĂŒr Fach fest. In den AbiturfĂ€chern reicht es bis zum vollen Abitur-Umfang. In allen anderen reicht es so weit, wie ein Erwachsener es fĂŒr ein selbststĂ€ndiges Leben braucht. Wie wir prĂŒfen, ob ein Kind dort angekommen ist, zeigt der Artikel Woran wir Fortschritt erkennen. Wer noch darunter liegt, bekommt mehr gezielte Ăbung und mehr Begleitung. Das Fundament ist dabei keine PrĂŒfhĂŒrde, an der ein Kind scheitert: Wer noch daran arbeitet, ist unterwegs, nicht gescheitert.
Das andere ist die
Das Bild, das beide Versprechen zusammenhĂ€lt, ist der Garten, nicht die Fabrik. Eine Fabrik formt jedes WerkstĂŒck nach derselben Vorgabe, und Abweichung ist ein Fehler. Eine GĂ€rtnerin sorgt fĂŒr Boden, Wasser und Licht und stĂŒtzt einen StĂ€ngel, der sich biegt. Wie hoch eine Pflanze wĂ€chst und in welcher Farbe sie blĂŒht, entscheidet sie nicht. So arbeitet die Schule: Am Fundament bleibt sie beharrlich, bei jedem Kind, und an der Höhe wird aus dem Beharren ein Einladen. Am StĂ€ngel zieht sie nie.
Offen bleibt, worauf hin ein Kind ĂŒber das Fundament hinaus steigt und ob dabei ein Weg mehr wert ist als ein anderer.