Modellieren und bewerten
Modelling and judging
Der Abschnitt führt einen Modellierungskreislauf am Abkühlen von Tee durch: einen Funktionstyp wählen, den Parameter k aus einem Messwert bestimmen, Ableitung und Integral mit Einheit deuten und das Modell an Grenzverhalten und Messwerten prüfen. Er räumt drei Fehler aus: Parameter ohne Einsetzen des Messwerts zu raten, die Ableitung ohne Einheit als Zahl zu lesen und ein Modell für wahr zu halten, das gegen einen unmöglichen Wert strebt. Er schließt den Kurs ab und verbindet Extremwerte, Parameter und Integral.
Modell aufstellen und anpassen
Ein Tee von 80 °C steht in einem Raum von 20 °C. Nach 5, 10, 20 und 30 Minuten misst man 56, 42, 28,5 und 23,5 °C. Modellieren heißt: Situation verstehen, einen Funktionstyp wählen, die
Deuten und prüfen
Mit
Voraussetzungen (1)
Eine Suppe von 90 °C kühlt in einem 20 °C warmen Raum ab (Messpunkte im Bild). Welcher Term eignet sich als Modell?
Wird der Messwert (10 | 42) in T(t) = 20 + 60·e^(−kt) eingesetzt, entsteht die Gleichung 10 = 20 + 60·e^(−42k).
Für die Suppe gilt T′(10) ≈ −2,6 (T in °C, t in Minuten). Wie kühlt die Suppe nach 10 Minuten ab?
Der Ausdruck (1/20) · ∫₀²⁰ T(t) dt gibt die mittlere Temperatur in den ersten 20 Minuten an.
Ein Modell für die Suppe im 20 °C warmen Raum lautet T(t) = 90·e^(−0,05t). Gegen welchen Wert strebt T(t) für t → ∞, verglichen mit der Raumtemperatur?
Die Messpunkte einer Suppe im 20 °C-Raum liegen wie im Bild. Welche der beiden Kurven passt als Modell?
Für die Suppe gilt T(t) = 20 + 70·e^(−0,1t) mit t in Minuten seit dem Einschenken. Weil T(−10) ≈ 210 °C ist, kann man das Modell auch für Zeiten vor dem Einschenken benutzen.
Für die Suppe gilt T(t) = 20 + 70·e^(−kt). Nach 10 Minuten werden 48 °C gemessen. Bestimme k auf zwei Nachkommastellen.
Für T(t) = 20 + 70·e^(−0,1t) gilt T′(t) = −7·e^(−0,1t). Berechne T′(0) (in °C pro Minute).
Wogegen strebt T(t) = 20 + 70·e^(−0,1t) für t → ∞ (in °C)?
Mit k = 0,1 gilt T(t) = 20 + 70·e^(−0,1t). Berechne die vorhergesagte Temperatur nach 20 Minuten in °C (auf 0,1 genau).
Berechne die mittlere Temperatur von T(t) = 20 + 70·e^(−0,1t) über die ersten 20 Minuten (in °C, auf 0,1 genau).
Für T(t) = 20 + 70·e^(−0,1t) gilt T(30) ≈ 23,5 °C. Bei t = 30 wird 25,0 °C gemessen. Um wie viel °C weicht das Modell von der Messung ab (Betrag, auf 0,1 genau)?
Eine Suppe (90 °C) steht in einem 20 °C warmen Raum. Zwei Modelle: A(t) = 90·e^(−0,05t) und B(t) = 20 + 70·e^(−0,05t) (t in Minuten). Gemessen wurden 46 °C nach 20 Minuten und 24 °C nach 60 Minuten. Berechne beide Modellwerte für t = 20 und t = 60, vergleiche mit den Messwerten und entscheide mit Begründung, welches Modell passt; gib auch das Grenzverhalten an. Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.