Schneidend oder windschief
Intersecting or skew
Sind zwei Geraden nicht parallel, klärt das Gleichsetzen g = h, ob sie einen Schnittpunkt haben: drei Gleichungen für die zwei Parameter λ und μ, die dritte dient der Probe. Der Abschnitt zeigt, wie man den Schnittpunkt aus λ in g (oder μ in h) erhält, und dass ein Widerspruch windschiefe Geraden anzeigt, die es nur im Raum gibt. Räumt aus, λ = μ zu verlangen, nur zwei Zeilen zu prüfen, „kein Schnittpunkt“ mit „parallel“ gleichzusetzen und sich Schnitt oder Windschiefe im Schrägbild ansehen zu wollen. Bereitet Schnittpunkte von Geraden mit Ebenen und Abstände windschiefer Geraden vor.
Gleichsetzen
Sind
Windschief
Ändert man den Stützvektor von h zu (3; 0; 2), lautet die dritte Zeile 1 + λ = 2, also λ = 1, während die erste λ = 2 verlangt. Der Widerspruch zeigt: kein Schnittpunkt. Sind die Richtungsvektoren dazu keine Vielfachen, heißen g und h windschief. Windschiefe Geraden liegen in keiner gemeinsamen Ebene, das gibt es nur im Raum. Das Standardbeispiel sind zwei Kanten eines Quaders, die sich nicht treffen und nicht parallel sind.
So klärt man die Lage: Richtungsvektoren vergleichen. Vielfache: Punktprobe, dann identisch oder echt parallel. Keine Vielfachen: Gleichsetzen, dann schneidend oder windschief.
Voraussetzungen (1)
Für g: X = (1; 0; 1) + λ·(1; 2; 1) und h: X = (3; 0; 3) + μ·(0; 1; 0): Welches Gleichungssystem ergibt sich aus g = h?
Für g: X = (0; 0; 0) + λ·(1; 2; 0) und h: X = (2; 0; 0) + μ·(0; 1; 0) erhält man λ = 2 und μ = 4. Daraus folgt: g und h schneiden sich nicht, weil λ ≠ μ ist.
Die Geraden g: X = (1; 0; 1) + λ·(1; 2; 1) und h: X = (3; 0; 3) + μ·(0; 1; 0) schneiden sich für λ = 2 und μ = 4. Welcher Punkt ist der Schnittpunkt?
Die Geraden g: X = (2; 1; 0) + λ·(1; 3; 2) und h: X = (0; 7; 0) + μ·(1; 0; 1) schneiden sich im Punkt S(4 | 7 | 4).
Wie liegen g: X = (1; 0; 1) + λ·(1; 2; 1) und h: X = (3; 0; 2) + μ·(0; 1; 0) zueinander? Im Bild kreuzen sie sich.
Die Geraden g: X = (0; 0; 0) + λ·(1; 0; 0) und h: X = (0; 1; 1) + μ·(0; 1; 0) haben keinen gemeinsamen Punkt. Also sind sie parallel.
Beim Gleichsetzen von g: X = (2; 1; 0) + λ·(1; 0; 1) und h: X = (0; 5; 5) + μ·(1; −1; 0) liefern die ersten beiden Zeilen λ = 2 und μ = 4. Was gilt für g und h?
Die Geraden g: X = (1; 2; 0) + λ·(1; 1; 1) und h: X = (3; 0; 2) + μ·(0; 1; 0) schneiden sich. Bestimme μ.
Das Gleichsetzen von g: X = (3; 1; −1) + λ·(2; 0; 1) mit einer Geraden h ergibt λ = 2. Welche x₁-Koordinate hat der Schnittpunkt?
Wie viele gemeinsame Punkte haben zwei windschiefe Geraden?
Die Flugbahnen g: X = (1; 0; 2) + λ·(2; 1; 0) und h: X = (0; 3; a) + μ·(1; 0; 1) sollen sich schneiden. Bestimme a.
Die Bahnen zweier Drohnen sind g: X = (1; 0; 1) + λ·(1; 2; 1) und h: X = (2; 0; 4) + μ·(0; 1; −1). Sie schneiden sich. Berechne die Summe x₁ + x₂ + x₃ der Koordinaten des Schnittpunkts.
Für welchen Wert von c schneiden sich g: X = (1; 0; 1) + λ·(1; 2; 1) und h: X = (3; 0; c) + μ·(0; 1; 0)?
Gegeben ist g: X = (1; 0; 1) + λ·(1; 2; 1). Untersuche die Lage von g zu h₁: X = (5; 0; 4) + μ·(2; −4; 1) und zu h₂: X = (5; 0; 5) + μ·(2; −4; 1). Berechne, falls vorhanden, den Schnittpunkt. Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.