Stochastische Simulation und Monte-Carlo

Stochastic simulation and Monte Carlo

Mathematik Klasse 10 16 Aufgaben
WahrscheinlichkeitSimulationMonte-CarloKerncurriculum

Ein Zufallsexperiment mit WĂŒrfel, MĂŒnze oder Rechner vielfach nachspielen liefert die relative HĂ€ufigkeit eines Ergebnisses. Mit wachsender Versuchszahl nĂ€hert sie sich der (oft unbekannten) Wahrscheinlichkeit — das empirische Gesetz der großen Zahlen; Simulationsergebnisse sind SchĂ€tzwerte, nicht exakte Werte. Falsch ist die ReprĂ€sentativitĂ€ts-Erwartung, kurze Serien mĂŒssten schon „ausgeglichen" sein oder eine MĂŒnze habe nach fĂŒnfmal Kopf ein GedĂ€chtnis (Kahneman & Tversky 1972). Die Monte-Carlo-Methode nĂ€hert so etwa π ĂŒber den Trefferanteil im einbeschriebenen Viertelkreis.

Leicht
Zahleneingabe #1 20s ▶ Testen

Beim Simulieren eines WĂŒrfels fĂ€llt in 200 WĂŒrfen 38-mal eine 6. Wie groß ist die relative HĂ€ufigkeit der 6? (Dezimalzahl)

✓ Antwort: 0.19
Relative HÀufigkeit = Treffer / Versuche = 38/200 = 0,19. Sie schÀtzt die Wahrscheinlichkeit, ist aber selbst kein exakter Wert.
Wahr / Falsch #2 15s ▶ Testen

Beim simulierten MĂŒnzwurf ist nach fĂŒnfmal Kopf beim nĂ€chsten Wurf Zahl wahrscheinlicher.

✓ Falsch
Jeder Wurf ist unabhĂ€ngig — P(Zahl) bleibt 1/2. Die MĂŒnze hat kein GedĂ€chtnis (ReprĂ€sentativitĂ€ts-Heuristik).
Wahr / Falsch #3 15s ▶ Testen

Eine Simulation mit 10000 WĂŒrfen schĂ€tzt die Wahrscheinlichkeit im Mittel genauer als eine mit 20 WĂŒrfen.

✓ Wahr
Nach dem empirischen Gesetz der großen Zahlen werden die SchĂ€tzwerte mit wachsender Versuchszahl im Mittel genauer — 10000 WĂŒrfe streuen weniger um die Wahrscheinlichkeit als 20.
LĂŒckentext #4 15s ▶ Testen

Bei der Monte-Carlo-NĂ€herung von π wirft man zufĂ€llige Punkte in ein Quadrat mit einbeschriebenem ___.

✓ Antwort: Kreis
Der Anteil der Treffer im (Viertel-)Kreis approximiert π/4; mal 4 ergibt die NĂ€herung fĂŒr π.
Zahleneingabe #5 15s ▶ Testen

In 50 simulierten Spielen gewinnt Spieler A 32-mal. Relative HĂ€ufigkeit in Prozent?

✓ Antwort: 64
32/50 = 0,64 = 64 %.
Wahr / Falsch #6 15s ▶ Testen

Zwei Simulationen desselben Experiments mit je 100 WĂŒrfen liefern immer genau dieselbe relative HĂ€ufigkeit.

✓ Falsch
Simulationsergebnisse schwanken zufÀllig; nur die Tendenz bei sehr vielen Versuchen ist stabil.
Multiple Choice #7 20s ▶ Testen

Ein GlĂŒcksrad wird 1000-mal simuliert; „Gewinn" fĂ€llt 220-mal. Bester SchĂ€tzwert fĂŒr P(Gewinn)?

  • ● 0,22
  • ○ 0,5
  • ○ 220
Der SchĂ€tzwert ist die relative HĂ€ufigkeit: 220/1000 = 0,22. 0,5 wĂ€re eine unbegrĂŒndete Gleichverteilungs-Annahme, 220 ist die HĂ€ufigkeit, kein Anteil.
LĂŒckentext #8 12s ▶ Testen

Dass sich die relative HĂ€ufigkeit bei vielen Versuchen der Wahrscheinlichkeit annĂ€hert, beschreibt das Gesetz der großen ___.

✓ Antwort: Zahlen
Das (empirische) Gesetz der großen Zahlen ist die Grundlage jeder WahrscheinlichkeitsschĂ€tzung durch Simulation.
Wahr / Falsch #9 15s ▶ Testen

FĂŒr einen Reißnagel, dessen Wahrscheinlichkeit man nicht berechnen kann, liefert eine Simulation mit 400 WĂŒrfen einen SchĂ€tzwert fĂŒr P(Kopf).

✓ Wahr
Genau das ist der Nutzen der Simulation — wo die theoretische Wahrscheinlichkeit unbekannt ist (Reißnagel, komplexe Spiele), liefert die relative HĂ€ufigkeit aus vielen WĂŒrfen einen SchĂ€tzwert.
Mittel
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Ein fairer WĂŒrfel wird 600-mal simuliert. Welche Anzahl an Sechsen ist am plausibelsten?

  • ● ≈ 100
  • ○ 300
  • ○ 600
Erwartet werden etwa 1/6 · 600 = 100 Sechsen. Die relative HĂ€ufigkeit nĂ€hert sich 1/6 an, wird aber nicht exakt. 300 wĂ€re die HĂ€lfte (fĂ€lschlicher „muss sich ausgleichen"-Transfer vom fairen MĂŒnzwurf), 600 verwechselt die relative HĂ€ufigkeit mit der Anzahl der Versuche.
Multiple Choice #2 25s ▶ Testen

Eine faire MĂŒnze wird 6-mal geworfen. Wie groß ist P(genau die Reihenfolge KKKKKZ)?

  • ● 1/64
  • ○ 1/6
  • ○ 5/64
Jede feste Reihenfolge aus 6 WĂŒrfen hat dieselbe Wahrscheinlichkeit (1/2)⁶ = 1/64 — auch ZKZKKZ. „ZufĂ€lliger aussehen" oder „fast alles Kopf" Ă€ndert daran nichts (ReprĂ€sentativitĂ€ts-Heuristik). 1/6 verwechselt den ganzen Lauf mit einem Wurf, 5/64 multipliziert fĂ€lschlich die 5 Köpfe in die Wahrscheinlichkeit hinein.
Multiple Choice #3 25s ▶ Testen

Von 1000 Zufallspunkten im 1×1-Quadrat liegen 785 im Viertelkreis mit Radius 1. Welcher NĂ€herungswert fĂŒr π ergibt sich?

  • ● 3,14
  • ○ 0,785
  • ○ 0,196
π ≈ 4 · (Treffer/Gesamt) = 4 · 785/1000 = 3,14. Der Trefferanteil 0,785 allein ist π/4 — der Faktor 4 fehlt dann.
Zahleneingabe #4 20s ▶ Testen

Von 500 Zufallspunkten liegen 390 im Viertelkreis. NĂ€herung fĂŒr π = 4 · 390/500 = ? (Dezimalzahl)

✓ Antwort: 3.12
4 · 390/500 = 4 · 0,78 = 3,12.
Multiple Choice #5 20s ▶ Testen

Ein Reißnagel fĂ€llt in 400 WĂŒrfen 240-mal auf den Kopf. Welche Wahrscheinlichkeit schĂ€tzt man fĂŒr „Kopf"?

  • ● 0,6
  • ○ 0,5
  • ○ 0,4
Beim Reißnagel kennt man die Wahrscheinlichkeit nicht theoretisch — man schĂ€tzt sie ĂŒber die relative HĂ€ufigkeit: 240/400 = 0,6. Nicht einfach 0,5 („fair") annehmen.
Zahleneingabe #6 25s ▶ Testen

Eine Monte-Carlo-SchĂ€tzung nutzt 10000 Punkte, davon 7854 im Viertelkreis. NĂ€herung fĂŒr π (auf 2 Nachkommastellen)?

✓ Antwort: 3.14
4 · 7854/10000 = 4 · 0,7854 = 3,1416 ≈ 3,14.
Multiple Choice #7 15s ▶ Testen

Welche Simulation liefert vermutlich die genaueste SchÀtzung der Wahrscheinlichkeit?

  • ● die mit 10000 WĂŒrfen
  • ○ die mit 20 WĂŒrfen
  • ○ alle gleich genau
Nach dem Gesetz der großen Zahlen wird die SchĂ€tzung mit mehr Versuchen im Mittel genauer — die Streuung um die Wahrscheinlichkeit nimmt ab.