Stellengerecht untereinander â und die âKleine-von-GroĂeâ-Falle
Line Up by Place â and the Smaller-from-Larger Trap
In 52 â 27 kann man in der Einerspalte nicht 2 â 7 rechnen, sondern muss entbĂŒndeln: das Ergebnis ist 25, nicht 35. Minuend und Subtrahend stehen stellengerecht untereinander â Einer unter Einer, Zehner unter Zehner â und werden spaltenweise von rechts nach links gerechnet. Der hĂ€ufigste Fehler ist die âKleine-von-GroĂe"-Falle (smaller-from-larger bug, Brown & Burton 1978): in jeder Spalte die kleinere von der gröĂeren Ziffer, egal welche oben steht. An den Stellenwert-Blöcken wird sichtbar, dass die Reihenfolge oben/unten eben nicht egal ist.
Können & Ăben
Vorhersagen â Nachlegen â ErklĂ€ren: Warum ist 52 â 27 nicht 35?
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klassenraum, gruppentisch
Eine PredictâObserveâExplain-Werkstatt, die genau die âKleine-von-GroĂe"-Falle sichtbar macht und mit echtem Material auflöst. Jedes Kind bekommt goldene Perlen (oder Mehrsystem-Blöcke) und eine Stellentafel mit den Spalten Hunderter | Zehner | Einer. Ablauf in drei Schritten pro Aufgabe: (1) VORHERSAGEN â bevor etwas gelegt wird: Die Begleitperson schreibt 52 â 27 an. Jedes Kind sagt oder schreibt sein Ergebnis auf. Die typische Fehlvorhersage 35 (â7 â 2 in den Einern") wird ausdrĂŒcklich mitnotiert â sie ist kein Versehen, sondern der Denkfehler, den wir gleich prĂŒfen. (2) NACHLEGEN â die Kinder legen 52 als 5 Zehnerstangen und 2 Einer und sollen 27 wegnehmen. In den Einern stockt es: 7 Einer von 2 gehen nicht. Sie tauschen eine Zehnerstange gegen zehn Einer (EntbĂŒndeln), legen sie in die Einerspalte und nehmen dann 7 weg. Sie vergleichen das gelegte Ergebnis 25 mit ihrer Vorhersage. Wo lag die Falle? Danach dieselbe Runde mit 302 â 128, wo ĂŒber die leere Zehnerspalte hinweg entbĂŒndelt werden muss â erst ein Hunderterquadrat in zehn Zehnerstangen, dann eine Stange in zehn Einer. (3) ERKLĂREN â ein Kind formuliert die Regel in eigenen Worten: âGeht die obere Ziffer nicht, wird nicht getauscht, sondern entbĂŒndelt â ein Zehner gegen zehn Einer, die Menge bleibt gleich." Zum Abschluss macht die Gruppe die Probe durch Addition (25 + 27 = 52) und stellt fest, dass sie aufgeht. Die Begleitperson fĂŒhrt nicht vor, sondern hört zu und stellt nur RĂŒckfragen: âWarum geht 7 von 2 nicht? Was hast du getauscht? Ist es dabei mehr oder weniger geworden?" Eine Beobachtung pro Kind wandert ins Lerntagebuch. Als handelnder Ausgleich zur Blockarbeit am Bildschirm.
maths-manipulatives-lead
2â6
Leg Mias obere Zahl als Blöcke hin. 52 sind 5 Zehner und 2 Einer: 5 lange Stangen und 2 kleine WĂŒrfel.
Beim schriftlichen Rechnen steht Einer unter Einern und Zehner unter Zehnern. Jede Spalte ist eine Sorte Blöcke. Oben steht, was daliegt. Unten steht, was du wegnimmst.
Bei den Einern liegen nur 2 WĂŒrfel. Wegnehmen sollst du 7. Die Aufgabe heiĂt also 2 â 7, nicht 7 â 2.
Mia hat 7 â 2 gerechnet. Sie hat die kleinere Zahl von der gröĂeren abgezogen, egal was oben steht. Das ist die âKleine-von-GroĂeâ-Falle.
Aber von 2 WĂŒrfeln kannst du keine 7 wegnehmen. Woher bekommst du mehr Einer?
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Bei 52 â 27 stehen in der Einerspalte oben die 2, unten die 7. Was rechnest du?
Ali rechnet bei 62 â 35 in den Einern 5 â 2 = 3, âweil man immer die kleinere von der gröĂeren abzieht". Stimmt sein Vorgehen?
Du rechnest 435 â 261 schriftlich. Welche Rechnung machst du als Erste?
Berechne schriftlich, hier ist die obere Ziffer nie zu klein: 68 â 25 = ___
Lena rechnet 74 â 38 und schreibt 44. Was ist passiert?