Bruchgleichungen mit xÂČ

Fractional equations with xÂČ

Mathematik Klasse 9 14 Aufgaben
AlgebraGleichungenRational

Steht die Unbekannte im Nenner, hĂ€lt man zuerst die Definitionsmenge fest (Nenner ungleich 0), multipliziert dann jeden Summanden mit dem Hauptnenner und löst die entstehende quadratische Gleichung. Zum Schluss wird jede Lösung gegen die Definitionsmenge geprĂŒft: Eine Zahl, die einen Nenner 0 macht, ist eine Scheinlösung. Der Abschnitt rĂ€umt aus, nur die BrĂŒche zu multiplizieren (Kirshner und Awtry 2004) oder beide Wurzeln ungeprĂŒft zu ĂŒbernehmen. Zielort: der Schnitt einer Geraden mit einer Hyperbel im nĂ€chsten Abschnitt.

Definitionsmenge und Hauptnenner

Gesucht ist die Lösung von . Ein Bruch ist nur erklĂ€rt, wenn sein Nenner nicht 0 ist. Hier scheiden x = 1 und x = −1 aus: Die Definitionsmenge ist . Zuerst schreibt man D auf, dann rĂ€umt man die BrĂŒche weg: Man multipliziert die ganze Gleichung mit dem Hauptnenner , und zwar jeden Summanden, auch die 1 auf der rechten Seite. Es entsteht , ausmultipliziert , also . Vergisst man einen Summanden, rechnet man eine andere Gleichung: Aus wird mit x nicht , sondern .

Der Graph der linken Seite reißt an zwei gestrichelten Stellen. Was haben sie mit den Nennern zu tun?

Lösen und prĂŒfen

Die Gleichung hat nach der Lösungsformel die Lösungen , also x = 3 und x = −2. Beide gehören zu D, es ist . Nicht immer bleibt jede Lösung ĂŒbrig: In folgt nach dem Multiplizieren mit x − 2 die Gleichung xÂČ = 4, also x = 2 oder x = −2. Doch 2 gehört nicht zu : Die Zahl ist eine Scheinlösung und wird verworfen. Es bleibt . Darum steht die PrĂŒfung gegen D am Ende jeder Bruchgleichung. Das ist keine Formsache: Setzt man x = 2 in die Ausgangsgleichung ein, steht beide Male ein Bruch mit dem Nenner 0. Solche Zahlen findet man sicher, wenn man die Probe an der Ausgangsgleichung macht und nicht an der umgeformten.

Stelle k ein. Der Chip √k − 2 ist der Nenner an der Stelle √k. Wann wird er 0?
Leicht
Multiple Choice #1 30s ▶ Testen

FĂŒr welche Zahlen ist die Gleichung 5/(x − 3) + 1/x = 2 nicht erklĂ€rt?

  • ● x = 0 und x = 3
  • ○ x = 3
  • ○ x = 0 und x = −3
Nicht erklĂ€rt ist ein Bruch, wenn sein Nenner 0 ist: x − 3 = 0 fĂŒr x = 3 und x = 0 beim zweiten Bruch. Wer nur den ersten Bruch beachtet, vergisst x = 0, und x = −3 macht keinen Nenner 0.
Wahr / Falsch #2 25s ▶ Testen

Die Gleichung 4/(xÂČ âˆ’ 9) = 1 ist fĂŒr x = 3 und fĂŒr x = −3 nicht erklĂ€rt.

✓ Wahr
Der Nenner xÂČ âˆ’ 9 ist 0, wenn xÂČ = 9 gilt, also fĂŒr x = 3 und x = −3. Beide Zahlen mĂŒssen aus der Definitionsmenge herausgenommen werden.
Multiple Choice #3 30s ▶ Testen

Der Graph von f(x) = 2/(x − 3) + 1/(x + 2) hat senkrechte LĂŒcken. FĂŒr welche Zahlen ist die Gleichung f(x) = 1 nicht erklĂ€rt?

  • ● x = 3 und x = −2
  • ○ x = 3 und x = 2
  • ○ x = −3 und x = 2
Die Nenner x − 3 und x + 2 sind 0 fĂŒr x = 3 und x = −2. Genau dort reißt der Graph. Die anderen Auswahlen vertauschen das Vorzeichen: x − 3 = 0 ergibt x = 3, x + 2 = 0 ergibt x = −2.
Multiple Choice #4 30s ▶ Testen

Die Gleichung x + 6/x = 5 wird mit x multipliziert, damit der Bruch wegfÀllt. Welche Gleichung entsteht?

  • ● xÂČ + 6 = 5x
  • ○ x + 6 = 5x
  • ○ xÂČ + 6 = 5
Jeder Summand wird mit x multipliziert: x · x = xÂČ, 6/x · x = 6 und 5 · x = 5x. Bei x + 6 = 5x wurde das erste x nicht mitmultipliziert, bei xÂČ + 6 = 5 fehlt das x auf der rechten Seite.
Wahr / Falsch #5 25s ▶ Testen

Multipliziert man 2/x + 3 = 1 mit x, so entsteht 2 + 3 = x.

✓ Falsch
Auch der Summand 3 wird mit x multipliziert: 2/x · x + 3 · x = 1 · x, also 2 + 3x = x. Wer nur den Bruch mit x multipliziert, lÀsst die anderen Summanden unverÀndert.
Multiple Choice #6 35s ▶ Testen

Gezeichnet sind f(x) = xÂČ/(x − 3) und g(x) = 9/(x − 3). Wie viele Lösungen hat die Gleichung f(x) = g(x)?

  • ● 1
  • ○ 2
  • ○ 0
Multipliziert man mit x − 3, entsteht xÂČ = 9 mit den Kandidaten 3 und −3. Bei x = 3 haben beide Graphen eine LĂŒcke, dort gibt es keinen Schnittpunkt. Nur x = −3 bleibt: ein Schnittpunkt, eine Lösung.
Wahr / Falsch #7 25s ▶ Testen

Die Gleichung x/(x − 3) = 3/(x − 3) hat die Lösung x = 3.

✓ Falsch
Nach dem Multiplizieren mit x − 3 folgt x = 3. Diese Zahl macht aber beide Nenner 0 und gehört nicht zur Definitionsmenge. Die Gleichung hat keine Lösung, L ist leer.
Mittel
Zahleneingabe #1 25s ▶ Testen

Welche Zahl muss man aus der Definitionsmenge von 8/(2x − 6) = 4 ausschließen?

✓ Antwort: 3
Der Nenner 2x − 6 ist 0, wenn 2x = 6 gilt, also fĂŒr x = 3. Die Zahl 6 ist nur die Konstante im Nenner, nicht die verbotene Stelle.
LĂŒckentext #2 15s ▶ Testen

Bei 2/(x − 3) + 1/x = 4 ist der Hauptnenner x · (x − ___).

✓ Antwort: 3
Die beiden Nenner sind x − 3 und x. Der Hauptnenner enthĂ€lt beide Faktoren: x · (x − 3).
Zahleneingabe #3 35s ▶ Testen

Aus xÂČ/(x − 4) = 16/(x − 4) entsteht nach dem Multiplizieren mit x − 4 die Gleichung xÂČ = 16. Welche der beiden Lösungen von xÂČ = 16 bleibt Lösung der Bruchgleichung?

✓ Antwort: -4
Die Kandidaten sind 4 und −4. FĂŒr x = 4 wird der Nenner x − 4 zu 0, also fĂ€llt 4 weg. FĂŒr x = −4 gilt (−4)ÂČ/(−8) = −2 und 16/(−8) = −2. Es bleibt x = −4.
Schwer
Zahleneingabe #1 35s ▶ Testen

Wie viele der Zahlen −2, −1, 0, 1, 2 gehören nicht zur Definitionsmenge der Gleichung 1/(xÂČ âˆ’ 1) + 1/x = 3?

✓ Antwort: 3
xÂČ âˆ’ 1 = 0 gilt fĂŒr x = 1 und x = −1, dazu kommt x = 0 im zweiten Nenner. Ausgeschlossen sind −1, 0 und 1, das sind drei Zahlen; −2 und 2 sind erlaubt.
Zahleneingabe #2 75s ▶ Testen

Löse 1/x + 1/(x + 2) = 3/4. Wie lautet die positive Lösung?

✓ Antwort: 2
Hauptnenner 4x(x + 2): 4(x + 2) + 4x = 3x(x + 2), also 8x + 8 = 3xÂČ + 6x und 3xÂČ âˆ’ 2x − 8 = 0. Die Lösungsformel ergibt x = (2 ± 10) : 6, also x = 2 oder x = −4/3. Positiv ist nur x = 2; Probe: 1/2 + 1/4 = 3/4.
Zahleneingabe #3 70s ▶ Testen

Löse x/(x − 1) = 1/(x − 1) + x − 1. Wie lautet die Lösung?

✓ Antwort: 2
Mit (x − 1) multipliziert: x = 1 + (x − 1)ÂČ, also x = 1 + xÂČ âˆ’ 2x + 1 und xÂČ âˆ’ 3x + 2 = 0. Das gibt x = 1 oder x = 2. Die Zahl 1 macht den Nenner 0 und ist eine Scheinlösung; bleibt x = 2. Probe: 2/1 = 1/1 + 1.
KI-bewertete Rechnung #4 300s ▶ Testen

Löse die Gleichung 2/(x − 1) + 1/(x + 1) = 4/(xÂČ âˆ’ 1) + 1. Gib zuerst die Definitionsmenge an, multipliziere jeden Summanden mit dem Hauptnenner, löse die entstehende quadratische Gleichung, prĂŒfe jede Lösung gegen die Definitionsmenge und mache die Probe an der Ausgangsgleichung. Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.

✓ Antwort: D = ℝ \ {−1; 1}, denn xÂČ âˆ’ 1 = (x − 1)(x + 1). Hauptnenner xÂČ âˆ’ 1, jeden Summanden multiplizieren, auch die 1 rechts: 2(x + 1) + (x − 1) = 4 + (xÂČ âˆ’ 1), also 3x + 1 = xÂČ + 3 und xÂČ âˆ’ 3x + 2 = 0. Lösungsformel: x = (3 ± 1) : 2, also x = 2 oder x = 1. Die Zahl 1 gehört nicht zu D (Nenner 0) und ist eine Scheinlösung. Probe fĂŒr x = 2: links 2/1 + 1/3 = 7/3, rechts 4/3 + 1 = 7/3. L = {2}.
Zuerst D = ℝ \ {−1; 1}. Nach dem Multiplizieren mit xÂČ âˆ’ 1 bleibt xÂČ âˆ’ 3x + 2 = 0 mit x = 1 oder x = 2. Die Zahl 1 macht einen Nenner 0 und wird verworfen, x = 2 erfĂŒllt die Ausgangsgleichung: L = {2}.