Geschwindigkeitsfilter und Massenspektrometer
Velocity Filter and Mass Spectrometer
Im Wien-Filter passieren nur die Teilchen, bei denen elektrische Kraft und Lorentzkraft im Gleichgewicht stehen: Aus qE = qvB folgt v = E/B, unabhängig von Ladung und Masse, weil sich q herauskĂźrzt. Ein zweites, dahinterliegendes Magnetfeld zwingt die Teilchen auf Kreisbahnen mit m = qBr/v, also m â r. So trennt das Massenspektrometer Isotope eines Elements (gleiche Protonen-, verschiedene Neutronenzahl) und misst ihr natĂźrliches Verhältnis. Beide Kraftgesetze wirken hier in einer Apparatur zusammen â die Vorlage fĂźr den Kaufmann-Versuch â und Ăśffnen den Ausblick auf Isotopentrennung und C-14-Datierung.
Vorrechnen (1)
Beide Kraftgesetze dieses Kapitels â elektrisch und magnetisch â werden jetzt zu einem Messgerät verschraubt. Das Problem: Eine Ionenquelle liefert Teilchen mit den verschiedensten Geschwindigkeiten durcheinander, aber jede Präzisionsmessung braucht einen Strahl mit einer bekannten Geschwindigkeit. Die Idee: Man lässt zwei Kräfte gegeneinander antreten.
Zwischen den Platten eines Kondensators zeigt das
Nur die Lorentzkraft skaliert mit
Die Ladung
Das Massenspektrometer: Masse wird Ort
Kurz zur Sache, die gemessen werden soll: Ein Nuklid
ist eine Atomart mit fester Protonenzahl
Der Aufbau: Hinter dem Wien-Filter und der Blende wartet ein
zweites, homogenes Magnetfeld
Weiter auĂen:
Alles vor
Zwei Dinge nimmst du mit. Erstens das Muster: Der Wien-Filter
präpariert (
Voraussetzungen (1)
Unter welcher Bedingung durchquert ein geladenes Teilchen den Wien-Filter unabgelenkt?
Worin unterscheiden sich zwei Isotope desselben Elements?
Im Massenspektrometer gilt m â r â ein doppelt so schweres Ion gleicher Ladung und Geschwindigkeit läuft auf einem Kreis mit doppeltem Radius.
Wozu dienen Massenspektrometer?
Im Wien-Filter verlaufen elektrisches Feld und Magnetfeld parallel zueinander.
Im Wien-Filter herrscht fĂźr die durchgelassenen Teilchen ein ___ zwischen elektrischer Kraft und Lorentzkraft.
In einem Wien-Filter herrschen die Feldstärke E = 3,0¡10ⴠV/m und die Flussdichte B = 0,1 T. Mit welcher Geschwindigkeit passieren Teilchen den Filter unabgelenkt? (v = E/B, Antwort in 10⾠m/s)
Die Durchlassgeschwindigkeit v = E/B des Wien-Filters ist unabhängig von Ladung und Masse des Teilchens.
Ein Teilchen fliegt schneller als v = E/B in den Wien-Filter. Was passiert?
Eine Atomart mit bestimmter Protonenzahl Z und Neutronenzahl N nennt man ein ___.
Ein einfach geladenes Ion (q = 1,6¡10âťÂšâš C) verlässt den Geschwindigkeitsfilter mit v = 1,0¡10âľ m/s und läuft im Magnetfeld B = 0,5 T auf einem Kreis mit r = 0,2 m. Berechne seine Masse m = qBr/v. (Antwort in 10âťÂ˛âľ kg)
Zwei einfach geladene Neon-Ionen (Massenzahlen 20 und 22) verlassen denselben Geschwindigkeitsfilter und laufen im selben Magnetfeld. Neon-20 hat den Bahnradius 10 cm. Welchen Radius hat Neon-22? (Antwort in cm)
In welcher Reihenfolge durchlaufen die Teilchen ein Massenspektrometer?