Ăberlagerung elektrischer Felder
Superposition of Electric Fields
Felder mehrerer Ladungen ĂŒberlagern sich nach dem Superpositionsprinzip: Die resultierende FeldstĂ€rke am betrachteten Ort ist die Vektorsumme der EinzelfeldstĂ€rken â bloĂ die BetrĂ€ge zu addieren ist der im CSEM dokumentierte Standardfehler (Maloney et al. 2001), der an Punkten zwischen gleichnamigen und ungleichnamigen Ladungen systematisch auffliegt. Das Gesamtpotential dagegen ist die skalare Summe der Einzelpotentiale (gleicher Bezugspunkt vorausgesetzt) â oft der schnellere Weg. Die Feldlinienbilder des Dipols und zweier gleichnamiger Ladungen zeigen neutralen Punkt, Verdichtung und Symmetrie. TrĂ€gt die Bewegung geladener Teilchen in zusammengesetzten Feldern.
Eine Punktladung: erledigt â Radialfeld, Coulombgesetz,
1/rÂČ-Abfall. Aber die Welt besteht selten aus einer einzigen
Ladung. Was ist das Feld an einem Punkt P, wenn zwei
Ladungen gleichzeitig wirken â eine positive
Die Antwort ist das
Spiele drei Stellungen durch, sie enthalten die ganze Pointe. Erstens: auf der Verbindungslinie zwischen den Ladungen zeigen Eâ und Eâ in dieselbe Richtung (weg von +, hin zu â) â hier, und nur hier, addieren sich tatsĂ€chlich die BetrĂ€ge. Zweitens: ziehe P weit nach links oder rechts auĂen: Die Vektoren stehen fast entgegengesetzt, das resultierende Feld ist kleiner als das gröĂere Einzelfeld. Wer BetrĂ€ge addiert, liegt hier maximal daneben. Drittens: irgendwo dazwischen entsteht jede Richtung, die das Parallelogramm hergibt â folge mit P einmal einer gedachten Feldlinie von Qâ nach Qâ: Der Vektor E ist an jedem Punkt ihre Tangente. Genau so sind die gebogenen Linien im Dipol-Feldlinienbild aus dem Feldkonzept-Abschnitt konstruiert; zwischen zwei gleichnamigen Ladungen löschen sich die Einzelfelder in der Mitte sogar vollstĂ€ndig aus â der neutrale Punkt.
FĂŒr das
Wo Vektorgeometrie mĂŒhsam wird, rechnet man deshalb oft ĂŒber das Potential und holt sich das Feld erst am Ende. Beide Wege mĂŒssen dasselbe liefern â das ist eine beliebte Kontrollrechnung.
Damit ist der Werkzeugkasten des Kapitels vollstĂ€ndig, und die Anfangsfrage des Gewitter-Artikels lĂ€sst sich rĂŒckwĂ€rts lesen: Wolkenbasis, Bodenladung, Kirchturmspitze â das reale Feld ĂŒber MĂŒnchen ist die Superposition all dieser BeitrĂ€ge. Dass es an der Spitze am stĂ€rksten wird und dort der Blitz zĂŒndet, ist keine neue Physik, sondern Vektoraddition. Als NĂ€chstes lassen wir geladene Teilchen durch solche Felder fliegen.
Voraussetzungen (1)
Zwei Ladungen erzeugen an einem Punkt die EinzelfeldstĂ€rken Eâ und Eâ. Wie ergibt sich die resultierende FeldstĂ€rke?
Zwei EinzelfeldstÀrken von 500 N/C und 200 N/C zeigen an einem Punkt in entgegengesetzte Richtungen. Berechne den Betrag der resultierenden FeldstÀrke. (Antwort in N/C)
Wie ergibt sich das Gesamtpotential eines von mehreren Ladungen erzeugten Feldes an einem Ort?
An einem Punkt erzeugt die Ladung Qâ das Potential Ïâ = 120 V, die Ladung Qâ das Potential Ïâ = â40 V (gleicher Bezugspunkt). Berechne das Gesamtpotential. (Antwort in V)
FeldstĂ€rken ĂŒberlagern sich ___, Potentiale dagegen skalar.
Zeigen die EinzelfeldstĂ€rken Eâ = 300 N/C und Eâ = 400 N/C an einem Punkt in verschiedene Richtungen, so ist die resultierende FeldstĂ€rke trotzdem stets 700 N/C.
An einem Punkt stehen die EinzelfeldstĂ€rken Eâ = 300 N/C und Eâ = 400 N/C senkrecht aufeinander. Berechne den Betrag der resultierenden FeldstĂ€rke. (Antwort in N/C)
Genau in der Mitte zwischen zwei gleich groĂen positiven Ladungen erzeugt jede Ladung die EinzelfeldstĂ€rke 800 N/C. Berechne den Betrag der resultierenden FeldstĂ€rke. (Antwort in N/C)
In der Mitte zwischen den Ladungen +Q und âQ (Dipol) erzeugt jede Ladung die EinzelfeldstĂ€rke 1000 N/C. Berechne den Betrag der resultierenden FeldstĂ€rke. (Antwort in N/C)
Ein Feldlinienbild zeigt bogenförmige Linien, die alle an der linken Ladung beginnen und an der rechten enden. Welche Ladungen sind das?
Zwei gleich groĂe positive Ladungen liegen nebeneinander. Was zeigt ihr Feldlinienbild in der Mitte zwischen den Ladungen?
Die Anwesenheit einer dritten Ladung verÀndert die EinzelfeldstÀrken, die die beiden anderen Ladungen an einem Punkt erzeugen.
In der Mitte zwischen den Ladungen +Q und âQ ist das Gesamtpotential null, obwohl die FeldstĂ€rke dort nicht null ist.