Coulombgesetz und Radialfeld
Coulomb's Law and the Radial Field
Das radialsymmetrische Feld einer Punktladung ist E = Q/(4ÏΔârÂČ); der Influenzversuch von Cavendish liefert ĂŒber Ï = Q/(4ÏrÂČ) und Ï = ΔâE genau diesen Zusammenhang und daraus das Coulombgesetz F = qâqâ/(4ÏΔârÂČ). Die Kraft auf qâ stammt allein aus dem Feld von qâ â das eigene Feld ĂŒbt keine Kraft auf die Ladung selbst aus. AuĂen wirkt eine geladene Kugel wie eine Punktladung im Mittelpunkt, im Leiterinneren ist das Feld null (Faradayscher KĂ€fig), begrĂŒndet ĂŒber das elektrostatische Gleichgewicht. Das Coulombpotential Ï(r) = Q/(4ÏΔâr) hat seinen Bezugspunkt im Unendlichen. Der GröĂenvergleich F_el zu F_G an zwei Protonen (Faktor ~10Âłâ¶) bereitet Atomphysik und Teilchenbewegung in Feldern vor.
FĂŒr das homogene Feld haben wir alles: E = U/d, W = qEs. Aber das
Feld einer Punktladung â einer geladenen Kugel, eines
Protons â ist radial, und dort ist nichts homogen. Wie stark ist
es im Abstand r? Die Antwort liefert ein Versuch von Henry
Cavendish, der die
Das Messergebnis ist der SchlĂŒssel: Die influenzierte Ladung ist
immer âQ, unabhĂ€ngig vom Radius der Hohlkugel. Auf jeder
gedachten KugelflĂ€che um Q âendet" also die gesamte Feldwirkung â
nur verteilt sie sich auf eine immer gröĂere FlĂ€che
Jetzt setze eine zweite Ladung
Zwei Anmerkungen, die PrĂŒfungen entscheiden: Erstens wirkt die
Kraft auf beide Ladungen gleich stark und entgegengesetzt
â auch zwischen einer groĂen und einer winzigen Ladung. Zweitens
gilt die Formel exakt fĂŒr Punktladungen; eine geladene
Kugel wirkt nach auĂen, als sĂ€Ăe ihre gesamte Ladung im
Mittelpunkt. Und in ihrem Inneren? Dort ist
Bleibt die Energiefrage. Wer eine positive Ladung q gegen die
AbstoĂung von Q von
Die Auswertung dieser FlÀche (mit Analysis: Integration; elementar
plausibel ĂŒber das geometrische Kraftmittel
WĂ€hlt man als Bezugspunkt
FĂŒr die potentielle Energie einer Ladung q gilt entsprechend
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (2)
Eine Metallkugel mit Radius 5 cm trĂ€gt die gleichmĂ€Ăig verteilte Ladung Q = 4·10â»âž C. Ein Feldsensor in 20 cm Abstand vom Mittelpunkt zeigt exakt denselben Wert, als sĂ€Ăe die gesamte Ladung als Punktladung im Kugelmittelpunkt.
Ein leitender Hohlraum schirmt sein Inneres vollstĂ€ndig gegen Ă€uĂere elektrostatische Felder ab. Man nennt diese Anordnung Faradayscher ___.
Wo liegt beim Coulombpotential Ï(r) = Q/(4ÏΔâr) der Bezugspunkt mit Ï = 0?
Vergleiche fĂŒr zwei Protonen die elektrische AbstoĂung mit der Gravitationsanziehung. In welcher GröĂenordnung liegt das VerhĂ€ltnis F_el/F_G?
Welche Form haben die ĂquipotentialflĂ€chen im Feld einer Punktladung?
Berechne den Betrag der FeldstĂ€rke im Abstand r = 0,3 m von einer Punktladung Q = 2·10â»âž C. (1/(4ÏΔâ) = 9,0·10âč NmÂČ/CÂČ; Antwort in N/C)
Zwei Punktladungen qâ = qâ = 1 ”C sitzen im Abstand r = 0,1 m. Berechne den Betrag der Coulombkraft. (1/(4ÏΔâ) = 9,0·10âč NmÂČ/CÂČ; Antwort in N)
Berechne das Coulombpotential im Abstand r = 0,45 m von einer Punktladung Q = 5·10â»âč C (Bezugspunkt im Unendlichen). (1/(4ÏΔâ) = 9,0·10âč NmÂČ/CÂČ; Antwort in V)
Eine ungeladene, nicht geerdete Metallkugel hÀngt mitten im starken Feld eines Plattenkondensators. Eine Feldsonde misst die FeldstÀrke in ihrem Inneren. Welchen Wert zeigt sie?
Beim Influenzversuch von Cavendish trĂ€gt eine Hohlkugel die Ladung Q. Dieselbe Ladung wird nun auf eine Hohlkugel mit dreifachem Radius gebracht. Welchen Wert misst man dort fĂŒr die FlĂ€chenladungsdichte Ï?
Zwei Ladungen ziehen sich mit F = 0,4 N an. Berechne die Kraft, wenn der Abstand verdoppelt wird. (Antwort in N)
Jana berechnet die Kraft auf die Ladung Qâ = 3 ”C, an deren Ort die Nachbarladung Qâ die FeldstĂ€rke Eâ = 2·10⎠N/C erzeugt. Sie rechnet F = Qâ·Eâ = 0,06 N â das von Qâ selbst erzeugte Feld lĂ€sst sie weg. Ihre Rechnung ist richtig.
Im Abstand 0,2 m von einer Punktladung betrÀgt das Potential 200 V. Tim folgert: In 0,4 m Abstand sind es noch 50 V. Seine Folgerung ist richtig.