Trainingslehre (Sporttheorie)

Training theory (sport theory)

Sport Klasse 11 33 Aufgaben
SportSporttheorieTrainingslehre

Die Lernenden beurteilen konkrete Trainingswochen und Pläne: Führt dieser Reiz zur Anpassung, kommt der nächste zu früh oder zu spät, und welches Belastungsnormativ — Intensität, Dauer, Umfang, Dichte, Häufigkeit — wurde verändert? Kern ist die Superkompensation: Ein überschwelliger Reiz und die Erholung danach heben das Niveau, ohne Pause droht Übertraining, ohne Steigerung Stillstand (Weineck, *Optimales Training* 2010; Hohmann, Lames & Letzelter 2014). Das widerlegt „No pain, no gain“: Schmerz ist ein Warnsignal, kein Beleg für Wirkung. Bereitet den selbst geschriebenen Trainingsplan im Abitur-Sport und in Fitness & Bewegung vor, in dem jedes Normativ wiederkehrt.

Leicht
Wahr / Falsch #1 14s â–¶ Testen

Tim hat nach jedem Krafttraining zwei Tage lang stechende Schmerzen im Ellbogen. Das zeigt, dass sein Training wirkt.

âś“ Falsch
Anstrengung ist nötig, Schmerz nicht. Stechender Gelenkschmerz deutet auf Überlastung oder Verletzung hin — ein Grund, Belastung zu senken.
LĂĽckentext #2 14s â–¶ Testen

3 Sätze mit je 12 Kniebeugen ergeben einen Belastungsumfang von ___ Wiederholungen.

âś“ Antwort: 36
Der Umfang ist die Gesamtmenge einer Einheit: 3 · 12 = 36 Wiederholungen. Er wächst, ohne dass der einzelne Reiz stärker wird.
Karteikarte #3 12s â–¶ Testen

Stechender Schmerz beim Training — Zeichen für Fortschritt oder für Überlastung?

âś“ Antwort: Ăśberlastung
Schmerz ist ein Schaden-Signal. Der Trainingsreiz muss anstrengen, aber Anpassung entsteht durch Reiz plus Erholung, nicht durch Schmerz.
Karteikarte #4 12s â–¶ Testen

Anpassung über das Ausgangsniveau hinaus, die in der Erholung nach einem Reiz entsteht — Fachbegriff?

âś“ Antwort: Superkompensation
Reiz → Ermüdung → Wiederherstellung → Superkompensation. Der nächste Reiz sollte in diese Phase fallen.
Mittel
Multiple Choice #1 18s â–¶ Testen

Welche Trainingswoche fĂĽhrt am ehesten zu Superkompensation?

  • â—Ź Drei Läufe, die jeweils deutlich anstrengen, mit einem Ruhetag dazwischen
  • â—‹ Drei Läufe, die so hart sind, dass am nächsten Tag die Knie schmerzen
  • â—‹ Sieben Läufe in sieben Tagen, jeder so hart wie möglich
Anpassung braucht einen ĂĽberschwelligen Reiz UND die Erholung danach. Schmerz ist ein Warnsignal, kein Ziel; ohne Pausen bleibt die Superkompensation aus und es droht Ăśbertraining.
Multiple Choice #2 18s â–¶ Testen

Jonas trainiert nur alle zwei Wochen einmal. Was passiert mit dem Leistungsgewinn aus einer Einheit?

  • â—Ź Er ist bis zur nächsten Einheit wieder weitgehend verloren
  • â—‹ Er addiert sich trotzdem voll zum nächsten Training
  • â—‹ Er verdoppelt sich in der langen Pause
Die Superkompensation ist zeitlich begrenzt. Kommt der nächste Reiz zu spät, ist das erhöhte Niveau schon wieder abgebaut — Training braucht Kontinuität.
Multiple Choice #3 18s â–¶ Testen

Lea macht seit einem Jahr jede Woche exakt dieselben 20 Liegestütze. Welche Änderung bringt sie am ehesten weiter?

  • â—Ź Alle zwei Wochen ein paar Wiederholungen mehr oder eine schwerere Variante
  • â—‹ Genau so weitermachen, nur konzentrierter
  • â—‹ Die LiegestĂĽtze durch 20 leichtere Knie-LiegestĂĽtze ersetzen
Ein Reiz, an den der Körper angepasst ist, ist nicht mehr überschwellig. Das Prinzip der progressiven Belastungssteigerung verlangt, die Belastung schrittweise zu erhöhen.
Wahr / Falsch #4 14s â–¶ Testen

Ein trainierter Läufer, der jeden Tag 10 Minuten gemütlich spazieren geht, verbessert damit seine Ausdauerleistung.

âś“ Falsch
Für ihn ist der Reiz unterschwellig: Er stört das Gleichgewicht des Körpers nicht und löst keine Anpassung aus. Was überschwellig ist, hängt vom Trainingszustand ab.
Multiple Choice #5 18s â–¶ Testen

„8 × 200 m, dazwischen je 90 Sekunden Trabpause." Welches Belastungsnormativ beschreiben die 90 Sekunden?

  • â—Ź Belastungsdichte
  • â—‹ Belastungsumfang
  • â—‹ Belastungsintensität
Die Dichte ist das zeitliche Verhältnis von Belastung und Pause innerhalb einer Einheit. Der Umfang wäre die Gesamtstrecke (1600 m), die Intensität das Tempo pro Lauf.
Multiple Choice #6 16s â–¶ Testen

Ein Plan ändert nur eine Angabe: statt mit 60 % nun mit 80 % der Maximalkraft. Welches Belastungsnormativ wurde erhöht?

  • â—Ź Belastungsintensität
  • â—‹ Belastungshäufigkeit
  • â—‹ Belastungsdauer
Die Intensität ist die Stärke des einzelnen Reizes (Gewicht, Tempo, Prozent vom Maximum). Häufigkeit zählt die Einheiten pro Woche, Dauer die Länge eines Reizes.
Multiple Choice #7 16s â–¶ Testen

Ein Plan ändert nur eine Angabe: statt zwei nun drei Einheiten pro Woche. Welches Belastungsnormativ wurde erhöht?

  • â—Ź Belastungshäufigkeit
  • â—‹ Belastungsdichte
  • â—‹ Belastungsumfang
Die Häufigkeit zählt die Einheiten pro Woche. Die Dichte betrifft Belastung und Pause innerhalb einer Einheit, der Umfang die Gesamtmenge einer Einheit.
Wahr / Falsch #8 16s â–¶ Testen

Ole hat acht Wochen lang regelmäßig Ausdauer trainiert und setzt dann drei Wochen ganz aus. Seine gewonnene Ausdauer bleibt in dieser Zeit vollständig erhalten.

âś“ Falsch
Anpassungen bilden sich ohne Reiz wieder zurück (Reversibilität) — Ausdauer schon nach wenigen Wochen merklich. Training braucht Kontinuität.
Multiple Choice #9 18s â–¶ Testen

Lea will ihre Zeit ĂĽber 5 km verbessern. Welche Trainingswoche passt zu diesem Ziel?

  • â—Ź drei ruhige Dauerläufe von 30–40 Minuten, einer davon mit Tempowechseln
  • â—‹ drei Einheiten Maximalkrafttraining fĂĽr die Beine
  • â—‹ drei Einheiten mit je zehn 20-m-Sprints
Der Körper passt sich an genau die Belastung an, die er bekommt (Spezifität). Ein 5-km-Lauf ist eine Ausdauerleistung; Kraft und kurze Sprints trainieren andere Fähigkeiten.
Karteikarte #10 12s â–¶ Testen

Reize fallen immer wieder in die Ermüdungsphase, die Leistung sinkt dauerhaft — wie heißt der Zustand?

âś“ Antwort: Ăśbertraining
Zu kurze Pausen verhindern die Superkompensation; die Leistung fällt unter das Ausgangsniveau.
Karteikarte #11 30s â–¶ Testen

Trainingsplanung — was beschreibt der Begriff Belastungsnormativ?

✓ Antwort: eine Stellgröße, mit der man die Belastung eines Trainings plant
Karteikarte #12 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — welcher Begriff beschreibt: eine Stellgröße, mit der man die Belastung eines Trainings plant?

âś“ Antwort: Belastungsnormativ
Karteikarte #13 30s â–¶ Testen

Welche fĂĽnf Belastungsnormative gibt es?

✓ Antwort: Belastungsintensität, Belastungsdauer, Belastungsumfang, Belastungsdichte, Belastungshäufigkeit
Karteikarte #14 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — was beschreibt der Begriff Belastungsintensität?

✓ Antwort: die Stärke des einzelnen Reizes
Karteikarte #15 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — welcher Begriff beschreibt: die Stärke des einzelnen Reizes?

✓ Antwort: Belastungsintensität
Karteikarte #16 20s â–¶ Testen

Belastungsintensität — wie lautet der Oberbegriff?

âś“ Antwort: Belastungsnormativ
Karteikarte #17 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — was beschreibt der Begriff Belastungsdauer?

âś“ Antwort: wie lange ein einzelner Reiz wirkt
Karteikarte #18 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — welcher Begriff beschreibt: wie lange ein einzelner Reiz wirkt?

âś“ Antwort: Belastungsdauer
Karteikarte #19 20s â–¶ Testen

Belastungsdauer — wie lautet der Oberbegriff?

âś“ Antwort: Belastungsnormativ
Karteikarte #20 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — was beschreibt der Begriff Belastungsumfang?

âś“ Antwort: die Gesamtmenge der Reize in einer Einheit
Karteikarte #21 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — welcher Begriff beschreibt: die Gesamtmenge der Reize in einer Einheit?

âś“ Antwort: Belastungsumfang
Karteikarte #22 20s â–¶ Testen

Belastungsumfang — wie lautet der Oberbegriff?

âś“ Antwort: Belastungsnormativ
Karteikarte #23 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — was beschreibt der Begriff Belastungsdichte?

✓ Antwort: das Verhältnis von Belastung und Pause in einer Einheit
Karteikarte #24 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — welcher Begriff beschreibt: das Verhältnis von Belastung und Pause in einer Einheit?

âś“ Antwort: Belastungsdichte
Karteikarte #25 20s â–¶ Testen

Belastungsdichte — wie lautet der Oberbegriff?

âś“ Antwort: Belastungsnormativ
Karteikarte #26 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — was beschreibt der Begriff Belastungshäufigkeit?

âś“ Antwort: wie oft pro Woche trainiert wird
Karteikarte #27 20s â–¶ Testen

Trainingsplanung — welcher Begriff beschreibt: wie oft pro Woche trainiert wird?

✓ Antwort: Belastungshäufigkeit
Karteikarte #28 20s â–¶ Testen

Belastungshäufigkeit — wie lautet der Oberbegriff?

âś“ Antwort: Belastungsnormativ
Schwer
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Mia setzt den nächsten Trainingsreiz jedes Mal schon nach 12 Stunden, obwohl sie noch erschöpft ist. Wie entwickelt sich ihre Leistung über Wochen?

  • â—Ź Sie sinkt unter das Ausgangsniveau
  • â—‹ Sie steigt schneller als mit Pausen
  • â—‹ Sie bleibt genau gleich
Kommt der Reiz in die Ermüdungsphase, kann der Körper nicht überkompensieren; die Leistung fällt ab (Übertraining). Belastung und Erholung müssen im richtigen Verhältnis stehen.