Verhaltensbiologie
Behavioral Biology
Verhalten ist ein biologisches Merkmal und lässt sich wie andere Merkmale nach seiner evolutiven Funktion befragen: Ein Verhalten setzt sich durch, weil es dem Träger einen Selektionsvorteil verschafft — nicht, weil das Tier es „will“. Angeborenes Verhalten wird von erlerntem unterschieden, Lernformen werden geordnet (Prägung, Konditionierung, Einsicht), und Sozialverhalten und Kommunikation werden als Anpassungen gedeutet. Die funktionale Frage („wozu nützt es?“) trennt anthropomorphe und teleologische Kurzschlüsse von biologischer Erklärung. Neurobiologie, Lerntheorie und Evolution greifen dabei ineinander.
Voraussetzungen (3)
Was versteht man unter einer angeborenen Erbkoordination (Instinkthandlung)?
Den spezifischen Reiz, der eine Instinkthandlung auslöst, nennt man ___.
Prägung ist ein Lernvorgang, der nur in einer bestimmten sensiblen Phase stattfinden kann und danach irreversibel ist.
Welcher Verhaltensforscher prägte den Begriff 'Nachfolgeprägung' bei Graugänsen?
Die Kommunikation der Honigbienen über Futterquellen durch den Schwänzeltanz wurde von ___ entdeckt.
Eine Rangordnung in einer Tiergruppe reduziert die Häufigkeit aggressiver Auseinandersetzungen.
Verhalten, bei dem ein Tier sein Revier gegen Eindringlinge der gleichen Art verteidigt, nennt man ___ Verhalten.
Welches Verhalten ist einsichtiges Lernen?
Ordne die Lernformen von einfach nach komplex.
Bei der klassischen Konditionierung nach Pawlow wird ein neutraler Reiz mit einem ___ Reiz gekoppelt.
Was versteht man unter operanter Konditionierung?
Ritualisation bedeutet, dass Verhaltensweisen im Laufe der Evolution zu Signalen umfunktioniert wurden.
In welchem Jahr erhielten Lorenz, Tinbergen und von Frisch den Nobelpreis fĂĽr Physiologie oder Medizin?
Was versteht man unter Altruismus in der Verhaltensbiologie?
Ordne die Phasen einer typischen Instinkthandlung.
Kommentkämpfe sind rituelle Auseinandersetzungen, bei denen Artgenossen ernsthaft verletzt werden.
Ordne die vier Fragen Tinbergens zur Analyse von Verhalten.
Bei der Verwandtenselektion nach Hamilton: Wie hoch ist der Verwandtschaftskoeffizient (r) zwischen Geschwistern (in Prozent)?
Die Fähigkeit mancher Tiere, durch Beobachtung anderer Individuen neue Verhaltensweisen zu erlernen, nennt man ___.