Dem Anderen begegnen (GS)

Meeting the other (primary)

Ethik Klasse 1 13 Aufgaben
EthikFairnessPerspektivwechselSozial-bĂĽrgerliches Leben

Die Kinder lesen kurze Szenen aus Pause und Klasse und bestimmen, was sich eindeutig bestimmen lässt: welche Lösung eines Streits ohne Gewalt auskommt, wer gerade Hilfe braucht, welcher Satz höflich ist und was das andere Kind in der Szene sich wünscht. Selman (1980) beschreibt, dass Sechs- bis Achtjährige gerade erst merken, dass ein anderer etwas anderes weiß und will als sie selbst — der Fehler, den das Thema abfängt, ist der egozentrische Schluss „Was ich will, will der andere auch“. Turiel (1983) zeigt, dass schon Vorschulkinder Regeln gegen Weh-Tun von bloßen Konventionen unterscheiden; darum darf ein geschlossenes Item „schubsen ist Gewalt“ verbuchen, aber nicht entscheiden, ob eine Pausenregel gut ist. Das bleibt offenes Philosophieren nach Martens (1999): Gründe nennen, die andere Seite bedenken, sagen, wen es betrifft — jede Position zählt. LehrplanPLUS GS Ethik 1/2, 2.2 Über Regeln nachdenken, 2.3 Mit Konflikten umgehen, 2.4 Sich respektvoll und wertschätzend begegnen, 2.5 Anderen helfen. Bereitet vor: `ethik.gs.ein-kind-nicht-alle`, `ethik.gs.unfaire-gruende`, das Schlichten in `miteinander.streit.streit-schlichten` und GS Ethik 3/4, 2.4 Mit Konflikten umgehen.

Unterthemen (2)

Leicht
KI-bewertete Frage #1 100s â–¶ Testen

Zwei Kinder wollen beide auf derselben Schaukel schaukeln und streiten. Wie könnten sie eine Lösung finden, mit der beide einverstanden sind?

✓ Antwort: Sie könnten sich abwechseln und eine Zeit ausmachen — erst das eine Kind, dann das andere. Wichtig ist, dass beide miteinander reden und eine Regel finden, die für beide gerecht ist, statt einfach zu drängeln.
Multiple Choice #2 10s â–¶ Testen

Tom und Ela wollen beide dasselbe Buch. Welche Lösung kommt ohne Gewalt aus?

  • â—Ź Erst liest Tom, dann Ela.
  • â—‹ Tom reiĂźt Ela das Buch weg.
  • â—‹ Ela schubst Tom vom Stuhl.
Wegreißen und Schubsen tun dem anderen weh. Abwechseln geht ohne Gewalt — und beide kommen dran.
Multiple Choice #3 10s â–¶ Testen

Jonas und Aylin wollen beide ans Fenster sitzen. Welche Lösung kommt ohne Gewalt aus?

  • â—Ź Sie losen mit einer MĂĽnze.
  • â—‹ Jonas zieht Aylin am Arm weg.
  • â—‹ Aylin tritt gegen Jonas’ Stuhl.
Losen entscheidet, ohne dass jemand verletzt wird. Ziehen und Treten sind Gewalt.
Multiple Choice #4 10s â–¶ Testen

In der Pause: Wer braucht jetzt Hilfe?

  • â—Ź Ben ist hingefallen und hält sich das Knie.
  • â—‹ Ben klettert lachend auf das GerĂĽst.
  • â—‹ Ben isst sein Pausenbrot.
Wer sich wehgetan hat, braucht jemanden, der hilft oder eine Lehrerin holt.
Multiple Choice #5 10s â–¶ Testen

Beim Aufräumen: Wer braucht jetzt Hilfe?

  • â—Ź Sena trägt einen hohen Stapel BĂĽcher, der wackelt.
  • â—‹ Sena räumt ihre Stifte in die Dose.
  • â—‹ Sena ist schon fertig und setzt sich hin.
Der Stapel ist zu schwer fĂĽr eine allein. Wer genau hinschaut, sieht, wo jemand nicht weiterkommt.
Multiple Choice #6 8s â–¶ Testen

Welcher Satz ist höflich?

  • â—Ź „Gibst du mir bitte die Schere?“
  • â—‹ „Gib Schere!“
  • â—‹ „Schere her, sonst sag ich’s!“
Mit „bitte“ und einer Frage bittet man, statt zu befehlen oder zu drohen.
Multiple Choice #7 10s â–¶ Testen

Lena darf beim Fangen nicht mitspielen und schaut traurig zu. Was wĂĽnscht sich Lena jetzt?

  • â—Ź Mitspielen
  • â—‹ Allein sein
  • â—‹ Ein Eis
Lena schaut zu und ist traurig, weil sie nicht mitdarf. Wer sich in sie hineinversetzt, sieht: Sie will dabei sein.
Wahr / Falsch #8 8s â–¶ Testen

Ole schubst Mia von der Rutsche, damit er zuerst darf. Das ist Gewalt.

âś“ Wahr
Schubsen tut weh und kann gefährlich sein. Wer zuerst darf, kann man auch mit Worten ausmachen.
Wahr / Falsch #9 8s â–¶ Testen

Ali steht allein. Paula fragt ihn: „Willst du mitspielen?“ Paula geht auf Ali zu.

âś“ Wahr
Wer fragt und einlädt, geht auf den anderen zu. Weggucken oder ausweichen wäre das Gegenteil.
Mittel
KI-bewertete Frage #1 110s â–¶ Testen

Ein neues Kind in der Klasse sitzt in der Pause allein. Wie könnte sich dieses Kind fühlen, und was könntest du tun?

✓ Antwort: Vielleicht fühlt es sich einsam oder unsicher, weil es noch niemanden kennt. Ich könnte hingehen, mich vorstellen und es zum Mitspielen einladen, damit es sich willkommen fühlt.
KI-bewertete Frage #2 120s â–¶ Testen

Auf dem Pausenhof gilt: Wer den Ball zuerst hat, bestimmt das Spiel. Ist das eine gute Regel? Was spricht dafĂĽr, was dagegen?

✓ Antwort: Dafür spricht, dass es schnell geht und es keinen Streit gibt, wer bestimmt. Dagegen spricht, dass immer die Schnellsten bestimmen und die anderen nie dran sind. Vielleicht könnte man abwechseln, wer bestimmt.
Multiple Choice #3 12s â–¶ Testen

Mats sagt, der Ball war im Aus. Lina sagt, er war drin. Welche Lösung kommt ohne Gewalt aus?

  • â—Ź Sie fragen ein Kind, das zugeschaut hat.
  • â—‹ Mats brĂĽllt Lina an, bis sie still ist.
  • â—‹ Lina nimmt den Ball und wirft ihn Mats an den Kopf.
Jemanden fragen, der es gesehen hat, löst den Streit mit Worten. Anbrüllen und Werfen sind Gewalt — auch Brüllen kann wehtun.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Du findest Spinnen toll. Emil zittert, als du ihm eine Spinne zeigst. Was wĂĽnscht sich Emil jetzt?

  • â—Ź Dass die Spinne weggeht
  • â—‹ Die Spinne halten
  • â—‹ Noch mehr Spinnen sehen
Du magst Spinnen, Emil nicht. Was du toll findest, muss ein anderer nicht toll finden — er zittert, also will er Abstand.