GefĂĽhle erkennen und benennen
Recognizing Feelings
Freude, Wut, Angst, Traurigkeit, Scham, Stolz: Die Kinder benennen Gefühle an Gesichtern, Körpersignalen und kleinen Szenen und sagen, was sie selbst fühlen. Ein Gefühl benennen ist der erste Schritt, um es zu steuern — „affect labelling“ dämpft nachweislich die Erregung. Dazu kommt eine zweite Stufe: genauere Wörter (enttäuscht, nervös, genervt) und die Stärke eines Gefühls — ein bisschen verärgert ist nicht dasselbe wie wütend. Wer Gefühle feiner unterscheidet, greift seltener zu Aggression als Ausweg (Kashdan, Barrett & McKnight 2015, „emotion differentiation“). Bereitet den Umgang mit Wut und aktive Freizeit sowie die Achtsamkeit für eigene Gefühle in Klasse 3/4 vor.
Ermöglicht (4)
Wie nennt man das GefĂĽhl, wenn man sich ĂĽber ein Geschenk freut?
Jonas' Eis fällt auf den Boden. Wie fühlt er sich wahrscheinlich?
Mia schwimmt zum ersten Mal allein eine Bahn. Wie fĂĽhlt sie sich?
Es donnert laut, und Ben versteckt sich unter der Decke. Welches GefĂĽhl hat er?
Lea ballt die Fäuste und ihr Gesicht wird rot. Welches Gefühl zeigt sie?
Alle GefĂĽhle sind erlaubt, auch Wut und Angst.
Tim sitzt allein und weint. Was kannst du tun?
Statt zu schreien, kann man sagen — „Ich bin ___, weil …“
Ella hat sich auf den Ausflug gefreut. Er fällt wegen Regen aus. Welches Wort passt am genauesten?
Gleich muss Tom sein Gedicht vor der Klasse aufsagen. Sein Bauch kribbelt. Welches Wort passt am genauesten?
Mias kleiner Bruder fragt zum zehnten Mal dasselbe. Mia verdreht die Augen. Welches Wort passt am genauesten?
Ben findet seinen Stift nicht und brummt ein bisschen. Wie stark ist sein Ärger?
Lena ist ein bisschen traurig, weil ihr Eis geschmolzen ist. Jonas ist sehr traurig, weil sein Hund gestorben ist. Beide haben dasselbe GefĂĽhl, aber verschieden stark.