Die Menüfolge — Dramaturgie der Gänge
The Menu Sequence — Dramaturgy of Courses
Ein Menü ist eine erzählte Reihenfolge, keine Liste guter Gerichte. Du lernst die klassische Menüfolge (kalte Vorspeise, Suppe, warme Vorspeise, Fisch, Hauptgang, Käse, Süßes — nach Escoffier und Pauli) als Bezugsrahmen, den moderne Degustationsmenüs verdichten, den Spannungsbogen von leicht zu reich und wieder leicht, das Sorbet als kühle Pause — klassisch als Punch à la romaine vor dem Braten, im modernen Menü als Pre-Dessert vor dem Süßen — und die Wiederholungsregeln: keine Hauptzutat, keine Garmethode, keine Farbe zweimal. Dazu gehören kleine Portionen über viele Gänge und die Frage nach Unverträglichkeiten, bevor du planst. Bereitet das Menü-Projekt vor.
Ermöglicht (1)
Zwischen dem reichen Hauptgang und dem Dessert servierst du ein kleines Shiso-Sorbet. Welche Aufgabe hat es?
Du erweiterst dein Drei-Gänge-Menü auf acht Gänge für dieselben Gäste. Was muss sich an den Portionen ändern?
Wann fragst du deine Gäste nach Allergien und Unverträglichkeiten?
Die besten acht Einzelgerichte, die du kochen kannst, ergeben automatisch das beste Acht-Gänge-Menü.
Du planst fünf Gänge. Welcher Aufbau folgt dem klassischen Spannungsbogen?
In deinem Menü-Entwurf stehen Lachstatar, Lachsfilet und ein Vorspeisensalat mit Räucherlachs. Was sagt die Menükunde dazu?
Moderne DegustationsmenĂĽs verdichten die klassische MenĂĽfolge, aber der Spannungsbogen von leicht zu reich und zurĂĽck bleibt erhalten.
Dein Entwurf enthält gebratenen Fisch, gebratenes Huhn und gebratenes Gemüse als drei Gänge. Die Zutaten wiederholen sich nicht. Wo liegt trotzdem das Problem?