Saucen anrichten — Spiegel, Punkte, Swoosh
Plating Sauces — Mirror, Dots, Swoosh
Die Sauce ist auf dem Teller ein Gestaltungselement — als Spiegel unter dem Fisch, als Punktreihe aus der Spritzflasche, als Swoosh mit dem Löffelrücken. Alle Formen haben ein gemeinsames Tor: Die Sauce muss dick genug sein, eine Linie zu halten. Das erreichst du durch Einkochen (Verdampfen konzentriert und verdickt) oder Binden; eine dünne Sauce verläuft, ein Spiegel blutet aus, eine warme lockere Mayonnaise rinnt mitten im Service. Knuspriges sitzt auf der Sauce oder daneben, nie darunter. Bereitet das Menü-Projekt vor. Mehr zu Emulsionen in der Chemie.
Voraussetzungen (1)
Du willst eine saubere Punktreihe neben das Dessert setzen. Welches Werkzeug und welche Sauce funktionieren?
Der Swoosh soll mit einem Zug ĂĽber den Teller laufen. Wie machst du ihn?
Für Punkte und Linien nimmst du die Sauce am besten so dünn wie möglich, dann fließt sie leichter aus der Flasche.
Dein Saucenspiegel unter dem Fisch verläuft bis zum Tellerrand und vermischt sich mit dem Öl daneben. Was tust du vor dem nächsten Teller?
Beim achten Teller rinnt die Mayonnaise im Crab-Salat plötzlich davon, obwohl sie aus dem Kühlschrank kam. Was ist passiert?
Knusprig gebratene HĂĽhnerhaut soll mit einer Jus auf den Teller. Wo hat die Sauce ihren Platz?
Eine Sauce, die auf dem Löffelrücken eine klare Spur hält, wenn du mit dem Finger durchfährst, ist dick genug für Spiegel und Swoosh.
Eine ungebundene Jus ohne Fließgrenze hört auf dem Teller von selbst auf zu laufen, wenn man nur lange genug wartet.
Deine Jus ist perfekt eingekocht, aber im Wasserbad wird sie beim Warten immer dicker und klebrig. Warum?
Ketchup hat eine Fließgrenze von etwa 15 Pa. Wie dick darf ein Ketchup-Spiegel höchstens sein, damit seine Kante steiler als 45° stehen bleibt?