Die Pfannensauce — ein Muster, hundert Saucen
The Pan Sauce — One Pattern, a Hundred Sauces
Das Fleisch ruht, am Pfannenboden kleben braune Röststoffe — der Bratensatz, und der ist Geschmack, solange er nicht schwarz wird (verbrannt heißt bitter, dann neu anfangen). Ablöschen mit Wein, Fond oder Wasser, einkochen, kalte Butter einmontieren, mit Säure und Salz abschmecken — vier Schritte, ein Muster (McGee, Ruhlman), das sich endlos neu einkleiden lässt: Schalotte-Senf, Pfeffer-Sahne, Zitrone-Kapern. Es ist der Handgriff mit der größten Wirkung am Wochentag — und das À-la-minute-Finish, das die Mise en place des Anrichten-Strangs einplant. Bereitet das Mittagstisch- und das Menü-Projekt vor.
Voraussetzungen (1)
Das Schnitzel ruht, in der Pfanne kleben braune Röststoffe. Was ist der erste Zug Richtung Sauce?
Welche Reihenfolge ergibt eine glänzende Pfannensauce?
Die braunen Röststoffe am Pfannenboden sind Geschmack, solange sie nicht schwarz verbrannt sind.
Die Röststoffe am Pfannenboden sind tiefschwarz und riechen verbrannt. Was tust du?
Nach dem Ablöschen ist die Sauce dünn wie Wasser. Was ist der nächste Schritt?
Die Butter ist einmontiert, die Sauce glänzt — da klingelt es an der Tür. Wie hältst du die Sauce heiß?
Gestern gab es Schalotte-Senf zum Schwein, heute soll Zitrone-Kapern zum Fisch auf den Teller. Was änderst du am Vier-Schritte-Muster?
Ohne Wein geht keine Pfannensauce — mit Wasser oder Brühe funktioniert das Ablöschen nicht.