Backen nach Verhältnis — die Waage entscheidet
Baking by Ratio — the Scale Decides
Hinter vielen Klassikern steckt ein Gewichtsverhältnis. Pfundkuchen nach der alten deutschen Regel: die Eier wiegen, dann Zucker, Butter und Mehl auf dasselbe Gewicht bringen, 1:1:1:1. Mürbeteig folgt der Merkzahl 1-2-3, Brot liegt ungefähr bei 5 Teilen Mehl auf 3 Teile Wasser. Ein Verhältnis lässt sich auf jede Größe umrechnen. Wer ein einzelnes Gewicht verschiebt, landet beim Nachbarprodukt: mehr Flüssigkeit ergibt Pfannkuchenteig, weniger Fett und Zucker führt Richtung Brot.
Voraussetzungen (1)
FĂĽr einen Pfundkuchen wiegen deine drei Eier zusammen 180 g. Wie viel Zucker wiegst du ab?
Deine zwei Eier wiegen zusammen 130 g. Wie viel Mehl wiegst du fĂĽr den Pfundkuchen ab?
Du backst Brot mit 500 g Mehl. Wie viel Wasser wiegst du ab?
Dein 1-2-3-Teig aus 100 g Zucker, 200 g Butter und 300 g Mehl soll doppelt so viele Plätzchen ergeben. Wie viel wiegst du ab?
Marta misst ihr Mehl mit Tassen statt mit der Waage ab. Ihre Kuchen gelingen genauso zuverlässig.
Der Pfundkuchen gelingt nur mit einem ganzen Pfund pro Zutat. Mit 250 g pro Zutat misslingt er.
Tom gießt in seinen Rührteig die dreifache Menge Milch. Das Ergebnis lässt sich wie Pfannkuchenteig ausgießen.
Nimmt man aus einem Kuchenteig fast den ganzen Zucker und fast die ganze Butter heraus, liegt das Ergebnis näher an Brot als an Kuchen.