ZufallsgröĂe und Erwartungswert
Random Variable and Expected Value
Eine ZufallsgröĂe ordnet jedem Ergebnis eines Zufallsexperiments eine Zahl zu (Augensumme, Gewinn, Trefferzahl); ihr Erwartungswert ist der auf lange Sicht zu erwartende, mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Durchschnitt â beim WĂŒrfel E(X) = 3,5. AusgerĂ€umt werden die dokumentierten Fehlbilder (KrĂŒger, Sill & Sikora 2015): dass E(X) ein von X annehmbarer Wert sein mĂŒsse, dass er der âwahrscheinlichste" Wert sei und dass ein einzelner Durchgang ihn treffen sollte. Faire und unfaire Spiele werden ĂŒber den Erwartungswert des Gewinns beurteilt. Die Sinngrundlage, auf der ÎŒ = n·p der Binomialverteilung erst verstĂ€ndlich wird.
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Was ist eine ZufallsgröĂe X?
Eine MĂŒnze wird zweimal geworfen. X zĂ€hlt, wie oft âKopf" fĂ€llt. Welche Werte kann X annehmen?
Der Erwartungswert berechnet sich als E(X) = xâ · P(X = xâ) + xâ · ___ + âŠ
Ein fairer WĂŒrfel wird einmal geworfen. Berechne den Erwartungswert der Augenzahl.
Ein GlĂŒcksrad zeigt mit Wahrscheinlichkeit 1/3 âGewinn 3 âŹ", sonst â0 âŹ". Wie groĂ ist der Erwartungswert der Auszahlung?
Ein Spiel kostet 2 ⏠Einsatz, die erwartete Auszahlung betrĂ€gt 1,50 âŹ. Auf lange Sicht macht man mit diesem Spiel Verlust.
X nimmt die Werte 0 und 10 an, mit P(X = 10) = 0,2. Dann ist E(X) = ___.
Der Erwartungswert ist der Durchschnittswert, der sich bei sehr vielen Wiederholungen des Experiments ungefÀhr einstellt.
Je öfter man ein Spiel wiederholt, desto nÀher liegt der durchschnittliche Gewinn in der Regel am Erwartungswert.
Der Erwartungswert E(X) ist immer ein Wert, den die ZufallsgröĂe X tatsĂ€chlich annehmen kann.
Wann heiĂt ein GlĂŒcksspiel fair?
FĂŒr eine FuĂballmannschaft gilt: E(X) = 1,8 Tore pro Spiel. Welche Deutung ist richtig?
Wenn der Erwartungswert E(X) = 5 ist, wird bei einem einzelnen Durchgang am ehesten genau der Wert 5 eintreten und sonst nichts.
Ein SchĂŒler sagt: âE(X) = 3,5 beim WĂŒrfel ist Unsinn, weil man nie 3,5 wĂŒrfeln kann." Was antwortest du?