Die Zeitleiste â wann ein Zug noch billig ist
The timeline â when a move is still cheap
Der Ersatz fĂŒr den abgerĂ€umten Mythos, und er ist keine Regel, sondern eine Reihenfolge. Gross' Prozessmodell (1998/2015) wird als Linie mit fĂŒnf Punkten gezeichnet â bevor du reingehst, wenn du drin bist, wohin du schaust, wie du darĂŒber denkst, und was du mit Gesicht und HĂ€nden machst. Die tragende Einsicht ist die Lage der Punkte â vier von fĂŒnf liegen vor dem Schreien, und der Boxsack ist Punkt fĂŒnf, der allerletzte und teuerste. Wer eine ganze Familie beim Namen nennt, sagt aber noch nichts, und deshalb hĂ€ngt an Punkt drei die Zahl, die das zeigt â Webb, Miles und Sheeran (2012, 306 experimentelle Vergleiche) messen fĂŒr âwoanders hinschauen" d+ = 0,27 und fĂŒr âin das GefĂŒhl hineinspĂŒren" â0,26, sodass die Familie im Mittel auf 0,00 kommt. Dieselbe Spaltung noch einmal bei Punkt fĂŒnf â das Gesicht ruhig halten 0,32, das GefĂŒhl wegdrĂŒcken â0,04, an nichts denken â0,12. GeĂŒbt wird deshalb genau eine Sache â fĂŒr einen erzĂ€hlten Zug bestimmen, an welchem Punkt der Zeitleiste er liegt und ob er vor oder nach dem Hochkochen ansetzt.
Können & Ăben
Muss die Wut raus? â Vorhersagen, Messen, ErklĂ€ren
workshop45 min · once
klassenzimmer
Material â Zettel und Stifte, eine Tafel oder ein groĂes Blatt, eine Uhr mit Sekundenzeiger. 1) VORHERSAGEN (10 Minuten). Die Geschichte vorlesen â jemand ist wĂŒtend und schlĂ€gt fĂŒnf Minuten auf ein Kissen und denkt dabei die ganze Zeit an die Person. Jedes Kind schreibt auf einen Zettel, ohne mit den anderen zu reden, eines von drei Wörtern: weniger, genauso, mehr. Zettel einsammeln und an der Tafel auszĂ€hlen. Diese Zahlen bleiben stehen â sie sind das Ergebnis der Klasse und werden am Ende gebraucht. ErfahrungsgemÀà wĂ€hlt die groĂe Mehrheit âweniger", und genau das ist der Punkt. 2) MESSEN (20 Minuten). Der Versuch mit dem Boxsack lĂ€sst sich in der Schule nicht nachmachen, und er soll auch nicht nachgemacht werden â niemand wird hier absichtlich geĂ€rgert. Stattdessen nimmt jedes Kind eine eigene Erinnerung: eine Sache aus der letzten Woche, ĂŒber die es sich geĂ€rgert hat, aber nichts Schlimmes. Wer keine hat oder keine nehmen möchte, wird Zeitnehmer. Jedes Kind schreibt zuerst eine Zahl von 1 bis 10 auf, wie Ă€rgerlich sich das gerade anfĂŒhlt. Dann wird die Klasse gelost, nicht gewĂ€hlt â die eine HĂ€lfte denkt 90 Sekunden lang so genau wie möglich weiter an die Sache, die andere HĂ€lfte zĂ€hlt 90 Sekunden lang leise, wie viele blaue Dinge im Raum zu sehen sind. Danach schreibt jedes Kind noch einmal seine Zahl von 1 bis 10 auf. An der Tafel entstehen zwei Spalten: HĂ€lfte A vorher und nachher, HĂ€lfte B vorher und nachher. Der Mittelwert reicht, das Vorzeichen ist das Interessante. 3) ERKLĂREN (15 Minuten). Drei Vergleiche, in dieser Reihenfolge. Erstens die zwei HĂ€lften gegeneinander â bei welcher ist die Zahl gestiegen? Beide HĂ€lften haben etwas mit ihrer Aufmerksamkeit gemacht, und trotzdem ist es auseinandergegangen; das ist Punkt 3 der Zeitleiste mit seinen beiden Seiten. Zweitens das Ergebnis der Klasse gegen die Zahlen aus dem echten Versuch â Boxsack mit Gedanken an die Person 29,78, Boxsack mit Gedanken an Sport 27,32, stillsitzen 26,25. Drittens die Vorhersage von der Tafel gegen alles davor. Zum Schluss sammelt die Klasse ZĂŒge, die morgen tatsĂ€chlich gehen â rausgehen, die Lage Ă€ndern, woanders hinschauen, warten. Und die Begleitung sagt den Satz, mit dem die Stunde endet: wĂŒtend werden ist erlaubt, und es bleibt erlaubt. Zur Debatte steht nur, was danach kommt.
bezugsperson
6â26
Voraussetzungen (1)
Drei Kinder tun etwas gegen ihre Wut. Wer setzt am frĂŒhesten an?
Drei Kinder tun etwas gegen ihre Wut. Wer setzt am spÀtesten an?
Elif nimmt ihr Buch und setzt sich in die andere Ecke, wÀhrend der Streit noch lÀuft. Dieser Zug setzt an, bevor die Wut ganz oben ist.
Ben schreit erst, als er schon rot im Gesicht ist. Dieser Zug setzt an, bevor die Wut ganz oben ist.
Zwei Kinder machen etwas mit ihrer Aufmerksamkeit, ein drittes nicht. Wer wird dabei ruhiger?
Vier ZĂŒge liegen vor dem Ăberkochen und einer danach. Welcher liegt danach?
Merle geht schon vor der Pause zur Aufsicht und sagt Bescheid, dass es heute wieder Ărger geben könnte. Dieser Zug setzt an, bevor die Wut ganz oben ist.
Ein Erwachsener sagt zu Lene nur ânimm deine Aufmerksamkeit". Welche Handlung wĂ€re damit gemeint und wĂŒrde helfen?
Zwei Kinder machen etwas an Punkt 5, mit ganz verschiedenem Ergebnis. Wer ist danach ruhiger?
Lene hört ânimm deine Aufmerksamkeit" und geht daraufhin im Kopf jedes Wort des Streits noch einmal durch. Lene wird dabei ruhiger.