Elektromagnetisches Spektrum

Electromagnetic Spectrum

Physik Klasse 11 15 Aufgaben
OptikElektromagnetisches SpektrumWelle-Teilchen-DualismusKerncurriculum

Sichtbares Licht ist nur ein winziger Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums, das von Radiowellen ĂŒber Mikrowellen, Infrarot, sichtbares Licht und UV bis zu Röntgen- und Îł-Strahlung reicht — geordnet nach WellenlĂ€nge und Frequenz (kurze WellenlĂ€nge = hohe Frequenz = hohe Energie). Innerhalb des sichtbaren Bereichs bestimmt die WellenlĂ€nge die Farbe, von Rot (~700 nm) bis Violett (~400 nm). Licht wird durch zwei Modelle beschrieben: das Wellenmodell erklĂ€rt Interferenz und Beugung, das Photonenmodell den Photoeffekt — Modelle haben Anwendungsbereiche, statt „wahr" oder „falsch" zu sein. TrĂ€gt Energieniveaus und die Quantisierung.

Leicht
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Welche Reihenfolge der elektromagnetischen Strahlung ist nach zunehmender WellenlÀnge korrekt?

  • ● Röntgenstrahlung – UV – sichtbares Licht – Infrarot – Mikrowellen – Radiowellen
  • ○ Radiowellen – Mikrowellen – Infrarot – sichtbares Licht – UV – Röntgenstrahlung
  • ○ Infrarot – sichtbares Licht – UV – Mikrowellen – Röntgenstrahlung – Radiowellen
Von kurzer zu langer WellenlÀnge: Gammastrahlung < Röntgen < UV < sichtbares Licht < Infrarot < Mikrowellen < Radiowellen.
Wahr / Falsch #2 12s ▶ Testen

Auf der Sonne starten gleichzeitig ein Radiosignal und ein Röntgenblitz Richtung Erde. Beide treffen nach derselben Zeit ein.

✓ Wahr
Richtig. Im Vakuum breiten sich alle elektromagnetischen Wellen mit derselben Geschwindigkeit c ≈ 3·10⁞ m/s aus — unabhĂ€ngig von ihrer WellenlĂ€nge.
LĂŒckentext #3 10s ▶ Testen

Sichtbares Licht hat WellenlÀngen im Bereich von etwa 400 nm (violett) bis ___ nm (rot).

✓ Antwort: 700
Das sichtbare Spektrum reicht von ca. 400 nm (violett/blau) bis ca. 700 nm (rot).
Wahr / Falsch #4 10s ▶ Testen

Infrarotstrahlung hat eine höhere Frequenz als sichtbares Licht.

✓ Falsch
Falsch. Infrarot hat eine grĂ¶ĂŸere WellenlĂ€nge und damit niedrigere Frequenz als sichtbares Licht (f = c/λ: grĂ¶ĂŸeres λ → kleineres f).
LĂŒckentext #5 10s ▶ Testen

Im Photonenmodell hat jedes Photon die Energie E = ___ · f.

✓ Antwort: h
E = h·f (h = Planck'sches Wirkungsquantum ≈ 6,63·10⁻³⁎ J·s). Die Energie eines Photons ist proportional zur Frequenz.
Zahleneingabe #6 15s ▶ Testen

Radiowellen mit f = 100 MHz: Berechne die WellenlÀnge in Metern.

✓ Antwort: 3
λ = c/f = 3·10⁞ / (100·10⁶) = 3·10⁞ / 10⁞ = 3 m.
Wahr / Falsch #7 10s ▶ Testen

UV-Strahlung hat mehr Energie pro Photon als rotes Licht.

✓ Wahr
Richtig. UV hat eine kĂŒrzere WellenlĂ€nge und höhere Frequenz als rotes Licht. Da E = h·f, ist die Photonenenergie von UV grĂ¶ĂŸer.
Multiple Choice #8 10s ▶ Testen

Welche Anwendung nutzt Mikrowellenstrahlung?

  • ● Mikrowellenherd zum ErwĂ€rmen von Speisen
  • ○ Röntgenaufnahmen beim Arzt
  • ○ Sichtbare Beleuchtung
  • ○ BrĂ€unung der Haut
Mikrowellen (λ ≈ mm–cm) regen WassermolekĂŒle in Speisen zu Schwingungen an und erwĂ€rmen sie so. Röntgenaufnahmen nutzen Röntgenstrahlung, UV brĂ€unt die Haut.
LĂŒckentext #9 10s ▶ Testen

Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum betrĂ€gt c ≈ 3 · 10___ m/s.

✓ Antwort: ⁾
c ≈ 3·10⁞ m/s = 300 000 km/s.
Multiple Choice #10 10s ▶ Testen

Welche elektromagnetische Strahlung wird von der Erde als WĂ€rmestrahlung abgegeben?

  • ● Infrarotstrahlung
  • ○ Sichtbares Licht
  • ○ UV-Strahlung
  • ○ Radiowellen
Die Erde gibt aufgrund ihrer Temperatur hauptsĂ€chlich Infrarotstrahlung ab. Je heißer ein Objekt, desto kurzwelliger seine Strahlung (Wien'sches Verschiebungsgesetz).
Wahr / Falsch #11 10s ▶ Testen

Elektromagnetische Wellen benötigen ein Medium zur Ausbreitung.

✓ Falsch
Falsch. Elektromagnetische Wellen breiten sich auch im Vakuum aus — im Gegensatz zu mechanischen Wellen (Schall), die ein Medium brauchen.
Mittel
Zahleneingabe #1 25s ▶ Testen

Berechne die Frequenz von grĂŒnem Licht (λ = 550 nm) in THz. (c = 3·10⁞ m/s; 1 THz = 10ÂčÂČ Hz). Runde auf ganze THz.

✓ Antwort: 545
f = c/λ = 3·10⁞ / (550·10⁻âč) = 3·10⁞ / 5,5·10⁻⁷ = 5,45·10Âč⁎ Hz = 545 THz.
Multiple Choice #2 12s ▶ Testen

Welches PhÀnomen erklÀrt das Wellenmodell des Lichts NICHT?

  • ● Den Photoeffekt
  • ○ Interferenz am Doppelspalt
  • ○ Beugung an einem Einzelspalt
Der Photoeffekt (Herauslösen von Elektronen durch Licht) kann nur mit dem Photonenmodell erklÀrt werden: E = h·f. Das Wellenmodell versagt hier; Interferenz und Beugung dagegen sind seine Paradebeispiele.
Multiple Choice #3 15s ▶ Testen

Extrem lichtschwaches Licht fĂ€llt auf einen Doppelspalt; ein empfindlicher Schirm registriert Photon fĂŒr Photon. Was zeigt der Schirm nach langer Zeit?

  • ● Ein Streifenmuster, aufgebaut aus einzelnen Punkten
  • ○ Zwei helle Streifen genau hinter den beiden Spalten
  • ○ Eine gleichmĂ€ĂŸig ausgeleuchtete FlĂ€che ohne Muster
Das ist der Welle-Teilchen-Dualismus in einem Bild: Jedes Photon kommt als einzelner Punkt an (Teilchenaspekt), aber die Verteilung der vielen Punkte folgt dem Interferenzmuster der Welle. Zwei getrennte Streifen zeigte nur ein reiner KĂŒgelchen-Strom — den es nicht gibt.
Zahleneingabe #4 25s ▶ Testen

Röntgenstrahlung mit λ = 0,1 nm: Berechne die Frequenz in Hz als Potenz von 10 (gib den Exponenten an).

✓ Antwort: 18
f = c/λ = 3·10⁞ / (0,1·10⁻âč) = 3·10⁞ / 10⁻Âč⁰ = 3·10Âč⁞ Hz. Der Exponent (GrĂ¶ĂŸenordnung) ist 18.