Interferenz und Beugung

Interference and Diffraction

Physik Klasse 11 15 Aufgaben
WellenInterferenzBeugungOptikKerncurriculum

Wellen verraten sich an zwei PhĂ€nomenen: Beugung — sie laufen hinter Hindernisse und durch Spalte auseinander — und Interferenz, der Überlagerung nach dem Superpositionsprinzip. Bei einem Gangunterschied von k·λ verstĂ€rken sich zwei Wellen, bei (k + œ)·λ löschen sie sich aus. Dass zwei Wellen einander auslöschen können, widerspricht jeder Teilchenvorstellung — genau deshalb ist der Doppelspaltversuch mit Licht der historische Beleg fĂŒr dessen Wellennatur. Aus dem Gangunterschied lĂ€sst sich das Interferenzmuster quantitativ vorhersagen. Interferenz trĂ€gt das elektromagnetische Spektrum und die Quantenphysik.

Leicht
Multiple Choice #1 15s ▶ Testen

Was besagt das Superpositionsprinzip?

  • ● Zwei Wellen ĂŒberlagern sich, und die resultierende Auslenkung ist die Summe der Einzelauslenkungen.
  • ○ Wellen verstĂ€rken sich immer gegenseitig.
  • ○ Zwei Wellen können nicht am gleichen Ort sein.
  • ○ Die schnellere Welle setzt sich immer durch.
Das Superpositionsprinzip besagt, dass sich ĂŒberlagernde Wellen addieren: y_ges = y₁ + y₂. Danach laufen die Wellen ungestört weiter.
Wahr / Falsch #2 15s ▶ Testen

Konstruktive Interferenz tritt auf, wenn der Gangunterschied ein ganzzahliges Vielfaches der WellenlÀnge ist.

✓ Wahr
Richtig. Gangunterschied Δs = n·λ (n = 0, 1, 2, ...) → die Wellen sind in Phase und verstĂ€rken sich maximal.
LĂŒckentext #3 15s ▶ Testen

Destruktive Interferenz tritt auf bei einem Gangunterschied von Δs = (n + ___) · λ.

✓ Antwort: œ
Δs = (n + œ)·λ bedeutet, dass die Wellen um eine halbe WellenlĂ€nge versetzt sind — sie löschen sich aus.
Multiple Choice #4 15s ▶ Testen

Was beobachtet man beim Doppelspaltexperiment mit monochromatischem Licht?

  • ● Abwechselnd helle und dunkle Streifen (Interferenzmuster)
  • ○ Einen einzigen hellen Punkt
  • ○ Zwei getrennte Lichtpunkte
  • ○ GleichmĂ€ĂŸige Beleuchtung des Schirms
Durch Interferenz entstehen abwechselnd Maxima (konstruktiv) und Minima (destruktiv) — ein typisches Streifenmuster.
Zahleneingabe #5 15s ▶ Testen

Licht der WellenlÀnge λ = 600 nm fÀllt auf einen Doppelspalt. Der Gangunterschied zum 2. Maximum betrÀgt ___ nm.

✓ Antwort: 1200
FĂŒr das n-te Maximum: Δs = n·λ. FĂŒr n = 2: Δs = 2·600 = 1200 nm.
Wahr / Falsch #6 15s ▶ Testen

Beugung tritt auf, wenn Wellen auf ein Hindernis oder eine Öffnung treffen, die ungefĂ€hr so groß ist wie die WellenlĂ€nge.

✓ Wahr
Richtig. Beugung ist besonders ausgeprĂ€gt, wenn die Abmessungen des Hindernisses/der Öffnung in der GrĂ¶ĂŸenordnung der WellenlĂ€nge liegen.
Multiple Choice #7 10s ▶ Testen

Welcher Farbton hat Licht mit λ ≈ 450 nm?

  • ● Blau
  • ○ Rot
  • ○ GrĂŒn
  • ○ Gelb
Blaues Licht hat WellenlĂ€ngen um 450–490 nm. Rotes Licht liegt bei 620–780 nm, GrĂŒn bei 495–570 nm.
LĂŒckentext #8 10s ▶ Testen

Bei einer stehenden Welle heißen die Punkte maximaler Auslenkung ___ und die Punkte mit Auslenkung null Knoten.

✓ Antwort: BĂ€uche
Stehende Wellen entstehen durch Überlagerung gegenlĂ€ufiger Wellen. SchwingungsbĂ€uche haben maximale Amplitude, Knoten ruhen.
Zahleneingabe #9 10s ▶ Testen

Zwei kohÀrente Quellen senden Wellen mit λ = 2 cm aus. Punkt P hat von Quelle 1 den Abstand 15 cm und von Quelle 2 den Abstand 18 cm. Gangunterschied in cm?

✓ Antwort: 3
Δs = |d₂ − d₁| = |18 − 15| = 3 cm.
Wahr / Falsch #10 15s ▶ Testen

Das Wellenmodell des Lichts erklÀrt Interferenz und Beugung, das Photonenmodell erklÀrt den Photoeffekt.

✓ Wahr
Richtig. Je nach PhĂ€nomen ist ein anderes Modell besser geeignet. Interferenz/Beugung → Wellenmodell; Photoeffekt → Teilchenmodell (Photonen). Man spricht vom Welle-Teilchen-Dualismus.
LĂŒckentext #11 10s ▶ Testen

Die Bedingung fĂŒr das n-te Maximum beim Doppelspalt lautet: d · sin(α) = n · ___.

✓ Antwort: λ
d·sin(α) = n·λ ist die Bedingung fĂŒr konstruktive Interferenz (Maximum n-ter Ordnung).
Wahr / Falsch #12 15s ▶ Testen

Stehende Wellen entstehen durch Überlagerung zweier gegenlĂ€ufiger Wellen gleicher Frequenz und Amplitude.

✓ Wahr
Richtig. Durch Reflexion an einem Ende kann eine Welle mit sich selbst interferieren und ein stehendes Wellenmuster bilden.
Mittel
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Im vorigen Beispiel (λ = 2 cm, Δs = 3 cm): Liegt bei Punkt P konstruktive oder destruktive Interferenz vor?

  • ● Destruktive Interferenz, da 3 cm = 1,5 · λ
  • ○ Konstruktive Interferenz, da 3 cm = 1,5 · λ
  • ○ Keine Interferenz
  • ○ Konstruktive Interferenz, da 3 < λ
Δs = 3 cm = 1,5 · 2 cm = (1 + œ) · λ. Das ist die Bedingung fĂŒr destruktive Interferenz (Auslöschung).
Zahleneingabe #2 25s ▶ Testen

Beim Doppelspalt mit Spaltabstand d = 0,1 mm und λ = 500 nm: Berechne sin(α) fĂŒr das 1. Maximum. Gib die Antwort als Dezimalzahl an.

✓ Antwort: 0.005
sin(α) = n·λ/d = 1·500·10⁻âč / (0,1·10⁻³) = 5·10⁻⁷ / 10⁻⁎ = 5·10⁻³ = 0,005.
Multiple Choice #3 15s ▶ Testen

Aus einem Zimmer mit offener TĂŒr tönt Musik. Welche Töne hört man im Flur hinter der Ecke am besten?

  • ○ Die hohen Töne
  • ● Die tiefen Töne
  • ○ Alle Töne gleich gut
Beugung ist umso stĂ€rker, je grĂ¶ĂŸer die WellenlĂ€nge im Vergleich zur Öffnung ist. Ein tiefer Ton mit 100 Hz hat λ = 343 m/s : 100 Hz ≈ 3,4 m – grĂ¶ĂŸer als die TĂŒr, er breitet sich hinter der Öffnung in alle Richtungen aus. Ein hoher Ton mit 10 kHz hat nur λ ≈ 3,4 cm und lĂ€uft fast geradlinig durch die TĂŒr weiter. Deshalb hört man um die Ecke vor allem den Bass.