Elektromagnetische Wellen

Electromagnetic Waves

Physik Klasse 12 15 Aufgaben
WellenElektromagnetismusPolarisationKerncurriculum

Jede zeitliche Änderung des einen Feldes erzeugt das jeweils andere (Maxwell); genau diese wechselseitige Kopplung löst die Welle vom Dipol und trĂ€gt sie mit c = 1/√(Δ₀Ό₀) durch den Raum. Die elektromagnetische Welle ist transversal: E ⊄ B ⊄ Ausbreitungsrichtung, im Fernfeld phasengleich mit E = B·c — anders als im Nahfeld. Sie durchdringt Nichtleiter, wird von Metall abgeschirmt und zeigt Reflexion, Brechung, Beugung, Interferenz und Polarisation wie jede Welle — am 9,45-GHz-Sender ergibt eine stehende Welle vor der Metallwand einen Knotenabstand von 1,6 cm, also λ = 3,2 cm. TrĂ€gt die quantitative Interferenzoptik.

Können & Üben

Schwingkreis-und-Wellen-Werkstatt — vom LC-Kreis zum Licht

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90 min · once

physiksaal

Vier Stationen nach dem Prinzip Vermuten – Beobachten – ErklĂ€ren in Kleingruppen, Rotation nach etwa 20 Minuten. Roter Faden: Dieselbe Schwingung, die im LC-Kreis pendelt, lĂ€uft am Ende als Welle durch den Raum — und wird zweimal vermessen, bei 3 cm und bei 650 nm. Station 1 — LC-Entladung am Interface. Vermuten: Der geladene Kondensator wird statt ĂŒber einen Widerstand ĂŒber eine Spule entladen — was zeigt die Spannungskurve? Beobachten: Statt des exponentiellen Abfalls entsteht eine gedĂ€mpfte Schwingung; U und I sind um eine Viertelperiode versetzt. Mit halber KapazitĂ€t steigt die Frequenz um den Faktor Wurzel 2, der Eisenkern in der Spule senkt sie — Thomson-Check gegen T = 2π·Wurzel(L·C). ErklĂ€ren: Feldenergie des Kondensators und des Spulenfelds pendeln hin und her, wie Feder und Masse. Modellgrenze: Der Spulenwiderstand dĂ€mpft — die Thomson-Gleichung gilt streng nur fĂŒr den ungedĂ€mpften Kreis. Sicherheitshinweis: Kondensatoren vor jedem Umbau entladen. Station 2 — Resonanz und RĂŒckkopplung. Vermuten: Der Funktionsgenerator regt den Kreis induktiv an — bei welcher Frequenz wird die Amplitude maximal? Beobachten: Beim Durchfahren der Erregerfrequenz wĂ€chst die Amplitude scharf um f0 herum an; die Resonanzkurve wird punktweise aufgenommen. Dann ĂŒbernimmt der Meißner-Baustein: Die Schwingung hĂ€lt sich selbst ungedĂ€mpft, weil die RĂŒckkopplung im richtigen Takt Energie nachschiebt. ErklĂ€ren: Resonanz heißt Anregung mit der Eigenfrequenz; die RĂŒckkopplung ersetzt den Ă€ußeren Erreger durch Selbststeuerung. Modellgrenze: Auch die Meißner-Schaltung erzeugt keine Energie — sie dosiert nur die Nachlieferung aus der Quelle. Vorbereitung oder Nachbereitung: der Radio-EmpfĂ€nger-Artikel in der App — dort wĂ€hlt genau diese Resonanz aus allen Sendern einen aus. Station 3 — Dipol und Mikrowellenstrecke. Vermuten: Kommt hinter einem Drahtgitter, dessen StĂ€be parallel zum Empfangsdipol stehen, noch Signal an? Und wo liegen vor einer Metallwand die stillen Stellen? Beobachten: Sender und EmpfĂ€nger nur bei paralleler Ausrichtung gekoppelt (lineare Polarisation); das gedrehte Gitter sperrt bzw. öffnet den Weg. Vor der Metallplatte findet der wandernde Empfangsdipol Knoten im Abstand von etwa 1,6 cm — stehende Welle, λ = 3,2 cm; das Sandprisma knickt den Strahl (Brechung). ErklĂ€ren: Der schwingende Dipol strahlt eine Transversalwelle ab, die sich wie Licht reflektieren, brechen und polarisieren lĂ€sst; aus dem Knotenabstand folgt λ = 2 · 1,6 cm. Modellgrenze: Das Empfangssignal misst IntensitĂ€t, nicht FeldstĂ€rke — Knoten heißt "kein Empfang", nicht "kein Feld dahinter". Sicherheitshinweis: Nicht in die Hornantenne blicken. Station 4 — Laser und Gitter. Vermuten: Das Gitter mit der kleineren Gitterkonstante — rĂŒcken seine Leuchtpunkte enger oder weiter auseinander? Beobachten: Hinter dem Gitter erscheint eine Reihe scharfer Maxima; mit Maßband und Schirm-Maßstab werden AbstĂ€nde gemessen und ĂŒber b·sin(α) = k·λ die LaserwellenlĂ€nge bestimmt, dann eine unbekannte Lichtquelle vermessen. ErklĂ€ren: Gleiche Interferenzlogik wie bei den Mikrowellen in Station 3 — nur ist λ hier um den Faktor 50 000 kleiner, darum braucht es Gitter statt Metallplatten. Sicherheitshinweis: Laser nie in Augen oder auf reflektierende FlĂ€chen richten, Strahl unter Augenhöhe fĂŒhren. Abschluss in der Runde: Eine Kette bilden — LC-Kreis, offener Kreis als Dipol, abgestrahlte Welle, Licht. An welcher Stelle der Kette wurde welche GrĂ¶ĂŸe (f, λ, c) gemessen, und passt c = λ·f?

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4–16

Der Dipol strahlt — das haben die Experimente gezeigt. Aber wie kann ein Feld ohne seine Quelle existieren? Ein Kondensatorfeld verschwindet, wenn man die Platten entlĂ€dt. Was draußen im Fernfeld unterwegs ist, hat sich von den Ladungen im Stab gelöst und lĂ€uft allein weiter. Was hĂ€lt es am Leben?

Die Antwort steckt in zwei SĂ€tzen, die James Clerk Maxwell aus allen bekannten EinzelphĂ€nomenen der ElektrizitĂ€tslehre destilliert hat — und die sich nicht beweisen, nur immer wieder bestĂ€tigen lassen:

  • Elektrische Ströme und zeitlich verĂ€nderliche elektrische Felder sind von magnetischen Wirbelfeldern umgeben.
  • Ein zeitlich verĂ€nderliches Magnetfeld ist von einem elektrischen Wirbelfeld umgeben — das ist das Induktionsgesetz. (Dass es das elektrische Wirbelfeld wirklich gibt, zeigt die elektrodenlose Ringentladung: Ein Gasring leuchtet mitten im schnell wechselnden Magnetfeld, ganz ohne Elektroden.)

Lies die beiden SĂ€tze als Paar, dann siehst du den Motor: Die zeitliche Änderung des einen Feldes erzeugt das jeweils andere. Ein wechselndes E-Feld baut ein B-Feld auf, dessen Änderung wieder ein E-Feld, und so fort — die Felder halten sich gegenseitig am Leben und brauchen die Ladungen im Dipol nicht mehr. Genau diese Kopplung ist die elektromagnetische Welle.

Ihre Geometrie ist streng festgelegt:

E und B im Fernfeld — senkrecht zueinander, phasengleich c E B
  • Die Welle ist eine Transversalwelle: Ausbreitungsrichtung.
  • Im Fernfeld schwingen und phasengleich: Beide haben ihre Maxima und NulldurchgĂ€nge am selben Ort — anders als im Nahfeld direkt am Dipol.
  • In jedem Moment gilt .

Und wie schnell lĂ€uft sie? Eine kurze Überlegung liefert die Geschwindigkeit aus den beiden Feldkonstanten: Bewegt sich ein Magnetfeld mit ĂŒber einen ruhenden Leiter, verschieben sich dessen Elektronen, bis das entstehende E-Feld die Lorentzkraft kompensiert (); da die Felder einander erzeugen, mĂŒssen zudem ihre Energiedichten gleich sein (). Beides zusammen erzwingt:

Zwei Konstanten aus Kondensator- und Spulenmessungen — und heraus fĂ€llt die Lichtgeschwindigkeit. Das ist mehr als ein hĂŒbscher Zufall: Es ist der erste starke Hinweis, dass auch Licht eine elektromagnetische Welle ist.

Die Welle im Experiment — Mikrowellen

Um Welleneigenschaften handfest zu prĂŒfen, wechseln wir zu einem Sender mit — Mikrowellen mit einer WellenlĂ€nge von wenigen Zentimetern, handlich fĂŒr den Labortisch. Die Versuchsreihe liest sich wie ein Steckbrief: Nichtleiter wie Papier, Holz und Styropor werden fast ungeschwĂ€cht durchdrungen, Metall schirmt vollstĂ€ndig ab; an einer Metallwand gilt das Reflexionsgesetz; ein mit Quarzsand gefĂŒlltes Prisma bricht den Strahl. Alles Verhalten, das du vom Licht kennst.

Der schönste Nachweis der Wellennatur ist die stehende Welle. LĂ€sst man die Mikrowellen senkrecht auf eine Metallwand laufen, ĂŒberlagern sich hinlaufende und reflektierte Welle. Sag voraus, was ein EmpfĂ€nger registriert, den man zwischen Sender und Wand verschiebt — ĂŒberall dieselbe StĂ€rke?

Verschiebe den EmpfĂ€nger zwischen Sender und Metallwand und lass t laufen. Die gestrichelte EinhĂŒllende zeigt, wo Knoten und BĂ€uche liegen; verstelle λ und beobachte den Knotenabstand.

Nichts da: Der EmpfĂ€nger findet Knoten, an denen dauerhaft Ruhe herrscht, und dazwischen BĂ€uche voller Signal — das Kennzeichen einer stehenden Welle. Benachbarte Knoten liegen auseinander, und genau das macht den Versuch zum Messinstrument: Gemessener Knotenabstand , also — passend zu . (Dass am Metall ein Knoten liegt, verrĂ€t nebenbei den Phasensprung der reflektierten Welle um — wie bei der Seilwelle am festen Ende.)

Polarisation — die Schwingungsrichtung wird sichtbar

Eine Transversalwelle hat etwas, das eine LĂ€ngswelle nicht haben kann: eine Schwingungsrichtung quer zur Ausbreitung. Die Dipolstrahlung ist linear polarisiert — ihr E-Feld schwingt parallel zum Sendestab, immer. PrĂŒfen lĂ€sst sich das mit einem simplen Drahtgitter zwischen Sender und EmpfĂ€nger. Überlege zuerst: Sperrt das Gitter, wenn seine StĂ€be parallel zum E-Feld stehen, oder wenn sie senkrecht dazu stehen?

Drehe das Gitter. Bei 0° stehen die StĂ€be parallel zum E-Feld des Senders — beobachte, wann der EmpfĂ€nger etwas registriert.

Die Intuition „parallel = LĂŒcken frei = Welle kommt durch" fĂŒhrt in die Irre — es ist genau umgekehrt. Stehen die StĂ€be parallel zum E-Feld, kann das Feld die Leitungselektronen lĂ€ngs der StĂ€be zu erzwungenen Schwingungen antreiben: Die StĂ€be werden selbst zu Sendedipolen, und ihre SekundĂ€rwelle löscht die PrimĂ€rwelle hinter dem Gitter aus — wie eine geschlossene Metallwand. Stehen die StĂ€be senkrecht zum E-Feld, können sich quer zu den dĂŒnnen DrĂ€hten keine Schwingungen ausbilden — die Welle passiert ungehindert. Das Drahtgitter ist ein Polarisationsfilter, und der Empfang folgt dem Drehwinkel kontinuierlich.

Damit ist der Steckbrief komplett: Reflexion, Brechung, stehende Wellen, Polarisation — und eine Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit. Ob Licht diese Merkmale ebenfalls alle zeigt, prĂŒft die Interferenzoptik — quantitativ, mit Doppelspalt und Gitter.

Materialien (1)

Physische Manipulativa, die dieses Konzept konkret verankern — optional, gebrĂŒckt zum Symbol.

Leicht
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Ein Kondensator wird mit Wechselspannung betrieben — das E-Feld zwischen den Platten Ă€ndert sich stĂ€ndig, ein Strom fließt dort nicht. Was findet man im Raum zwischen den Platten?

  • ● Ein magnetisches Wirbelfeld, das das verĂ€nderliche E-Feld umschließt
  • ○ Kein Magnetfeld, denn zwischen den Platten fließt kein Strom
  • ○ Ein Magnetfeld nur direkt an den beiden Metallplatten
Kern der Maxwellschen Theorie: Jede zeitliche Änderung des einen Feldes erzeugt das jeweils andere. Ein verĂ€nderliches E-Feld ist von einem magnetischen Wirbelfeld umschlossen — auch ganz ohne Strom und abseits der Platten.
Multiple Choice #2 25s ▶ Testen

Was belegt der Versuch mit der elektrodenlosen Ringentladung?

  • ● Ein schnell wechselndes Magnetfeld erzeugt ein elektrisches Wirbelfeld
  • ○ Gase leiten Strom nur bei Kontakt mit Elektroden
  • ○ Elektrische Felder enden immer an Ladungen
Die LadungstrĂ€ger im Gasring werden ohne jede Elektrode beschleunigt. Das gelingt nur, weil das wechselnde Magnetfeld ringförmige elektrische Feldlinien erzeugt — ein Wirbelfeld ohne Anfang und Ende.
Wahr / Falsch #3 15s ▶ Testen

Eine Messstation weit entfernt vom Sendedipol registriert gerade das Maximum des E-Felds. Im selben Moment ist dort auch das B-Feld maximal.

✓ Wahr
Richtig! Im Fernfeld schwingen E-Feld und B-Feld phasengleich — beide erreichen ihre Maxima gleichzeitig, anders als im Nahfeld. In jedem Moment gilt dort E = B·c.
Multiple Choice #4 12s ▶ Testen

Zwischen Mikrowellensender und EmpfÀnger werden nacheinander drei gleich dicke Platten gestellt. Hinter welcher Platte bleibt der Empfang aus?

  • ● Hinter der Aluminiumplatte
  • ○ Hinter der Holzplatte
  • ○ Hinter der Styroporplatte
Metalle schirmen Mikrowellen ab — die freien Elektronen schwingen mit und senden eine SekundĂ€rwelle aus, die die Welle dahinter auslöscht. Nichtleiter wie Holz oder Styropor durchdringt die Strahlung fast ungeschwĂ€cht.
Multiple Choice #5 15s ▶ Testen

Mikrowellen treffen auf ein mit Quarzsand gefĂŒlltes Kunststoffprisma. Wo registriert der EmpfĂ€nger dahinter das stĂ€rkste Signal?

  • ● Seitlich aus der geraden Richtung versetzt
  • ○ Genau in der ursprĂŒnglichen geraden Richtung
  • ○ Nirgends — der Sand schluckt die Welle vollstĂ€ndig
Das Prisma bricht die Mikrowellen wie ein Glasprisma das Licht — der EmpfĂ€nger findet das Maximum erst, wenn er aus der geraden Richtung verschoben wird. Elektromagnetische Wellen zeigen Brechung; absorbiert wird im Sand nur wenig.
Wahr / Falsch #6 15s ▶ Testen

Der Sendedipol steht senkrecht. Dreht man den Empfangsdipol aus der senkrechten in die waagrechte Lage, geht der Empfang stark zurĂŒck.

✓ Wahr
Richtig! Die vom Dipol ausgesandte Welle ist linear polarisiert — ihr E-Feld schwingt in Richtung des Sendedipols. Steht der Empfangsdipol quer zur Schwingungsrichtung des E-Felds, wird er kaum noch angeregt.
Multiple Choice #7 20s ▶ Testen

Mit welcher Geschwindigkeit breiten sich elektromagnetische Wellen im Vakuum aus?

  • ● Mit Lichtgeschwindigkeit c = 1/√(Δ₀·Ό₀) ≈ 3,0·10⁞ m/s
  • ○ Mit Schallgeschwindigkeit, etwa 340 m/s
  • ○ Umso langsamer, je grĂ¶ĂŸer die WellenlĂ€nge ist
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit folgt allein aus den Feldkonstanten Δ₀ und Ό₀. Dass genau die Lichtgeschwindigkeit herauskommt, ist ein starker Hinweis, dass auch Licht eine elektromagnetische Welle ist.
Mittel
Zahleneingabe #1 40s ▶ Testen

Im Fernfeld gilt E = B·c. Berechne die elektrische FeldstĂ€rke E fĂŒr B = 1,0·10⁻⁞ T. (c = 3,0·10⁞ m/s, Antwort in V/m)

✓ Antwort: 3
E = B·c = 1,0·10⁻⁞ T · 3,0·10⁞ m/s = 3 V/m. Die beiden FeldstÀrken sind im Fernfeld fest aneinander gekoppelt.
Zahleneingabe #2 45s ▶ Testen

Der Mikrowellensender im Unterricht arbeitet mit f = 9,45 GHz. Berechne die WellenlÀnge λ = c/f. (c = 3,0·10⁞ m/s, Antwort in Zentimetern, eine Dezimalstelle)

✓ Antwort: 3.2
λ = 3,0·10⁞ / 9,45·10âč m ≈ 0,032 m ≈ 3,2 cm. Diese handliche WellenlĂ€nge macht Mikrowellen ideal fĂŒr Wellenexperimente auf dem Labortisch.
LĂŒckentext #3 15s ▶ Testen

Da E-Feld und B-Feld senkrecht zur Ausbreitungsrichtung schwingen, ist die elektromagnetische Welle eine ___.

✓ Antwort: Transversalwelle
Bei einer Transversalwelle steht die Schwingungsrichtung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung. Nur Transversalwellen lassen sich polarisieren — der experimentelle Beleg ist der Drahtgitterversuch.
LĂŒckentext #4 15s ▶ Testen

Ein sich zeitlich Ànderndes elektrisches Feld ist von einem ___ Feld umgeben.

✓ Antwort: magnetischen
Das ist Maxwells Kernaussage — und ihre Umkehrung gilt auch, ein sich Ă€nderndes Magnetfeld ist von einem elektrischen Wirbelfeld umgeben. Diese Kopplung trĂ€gt die Welle durchs Vakuum.
Schwer
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Das Funksignal einer Raumsonde erreicht die Erde durch Millionen Kilometer Vakuum. Was hÀlt die Welle unterwegs aufrecht?

  • ● Die gegenseitige Erzeugung von E-Feld und B-Feld
  • ○ VerdĂŒnnte Gasreste, die die Schwingung weiterreichen
  • ○ Freie Ladungen im Raum, die die Welle weitergeben
Jede FeldĂ€nderung erzeugt das andere Feld ein StĂŒck weiter im Raum — diese Kopplung trĂ€gt die Welle. Anders als Schall braucht die elektromagnetische Welle deshalb weder ein materielles Medium noch Ladungen unterwegs.
Multiple Choice #2 15s ▶ Testen

Eine elektromagnetische Welle lÀuft waagrecht nach Osten, ihr E-Feld schwingt senkrecht (auf und ab). In welcher Richtung schwingt das B-Feld?

  • ● Waagrecht in Nord-SĂŒd-Richtung
  • ○ Senkrecht, genau wie das E-Feld
  • ○ Waagrecht in Ost-West-Richtung
E-Feld, B-Feld und Ausbreitungsrichtung stehen paarweise senkrecht aufeinander (Transversalwelle). Bei Ausbreitung nach Osten und vertikalem E-Feld bleibt fĂŒr das B-Feld nur die horizontale Nord-SĂŒd-Richtung.
Zahleneingabe #3 35s ▶ Testen

Vor einer Metallwand bildet sich durch Überlagerung von hinlaufender und reflektierter Mikrowelle eine stehende Welle. Der Abstand benachbarter Knoten betrĂ€gt 1,6 cm. Berechne die WellenlĂ€nge. (Antwort in Zentimetern, eine Dezimalstelle)

✓ Antwort: 3.2
Benachbarte Knoten einer stehenden Welle liegen λ/2 auseinander. Also ist λ = 2 · 1,6 cm = 3,2 cm — so misst man die WellenlĂ€nge des Senders direkt.
Multiple Choice #4 35s ▶ Testen

Sende- und Empfangsdipol stehen parallel. Ein Drahtgitter wird parallel zu beiden dazwischengestellt. Was registriert der EmpfÀnger?

  • ● Keinen Empfang, denn die parallel zum E-Feld stehenden StĂ€be senden eine auslöschende SekundĂ€rwelle aus
  • ○ Vollen Empfang, denn das Gitter ist fĂŒr Wellen durchlĂ€ssig
  • ○ Empfang nur direkt hinter den GitterstĂ€ben
Das E-Feld regt die Elektronen lÀngs der parallelen StÀbe zu Schwingungen an; deren SekundÀrwelle löscht die PrimÀrwelle hinter dem Gitter aus. Dreht man das Gitter um 90°, geht die Welle ungehindert durch.