WellenlÀngenmessung mit Doppelspalt und Gitter
Wavelength Measurement with Double Slit and Grating
Interferenz wird quantitativ: Aus dem Gangunterschied Îs = b·sin α folgen die Bedingungen b·sin α = k·λ fĂŒr Maxima und Îs = (2kâ1)·λ/2 fĂŒr Minima. Die KleinwinkelnĂ€herung sin α â tan α gilt erst nach expliziter PrĂŒfung (α unter etwa 10°) â nie automatisch nĂ€hern. Am Gitter werden die Maxima schĂ€rfer und heller als am Doppelspalt; ĂŒber die Gitterkonstante lĂ€sst sich die WellenlĂ€nge von Laser und LEDs bestimmen und der sichtbare Bereich 380â750 nm verorten. Das kontinuierliche Spektrum der Halogenlampe steht dabei dem Linienspektrum der Hg-Lampe gegenĂŒber â mit Fraunhofer, dem Erfinder des optischen Gitters, als historischem Anker. TrĂ€gt Spektroskopie und den Einstieg in die Quantenphysik.
Können & Ăben
Schwingkreis-und-Wellen-Werkstatt â vom LC-Kreis zum Licht
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physiksaal
Vier Stationen nach dem Prinzip Vermuten â Beobachten â ErklĂ€ren in Kleingruppen, Rotation nach etwa 20 Minuten. Roter Faden: Dieselbe Schwingung, die im LC-Kreis pendelt, lĂ€uft am Ende als Welle durch den Raum â und wird zweimal vermessen, bei 3 cm und bei 650 nm. Station 1 â LC-Entladung am Interface. Vermuten: Der geladene Kondensator wird statt ĂŒber einen Widerstand ĂŒber eine Spule entladen â was zeigt die Spannungskurve? Beobachten: Statt des exponentiellen Abfalls entsteht eine gedĂ€mpfte Schwingung; U und I sind um eine Viertelperiode versetzt. Mit halber KapazitĂ€t steigt die Frequenz um den Faktor Wurzel 2, der Eisenkern in der Spule senkt sie â Thomson-Check gegen T = 2Ï·Wurzel(L·C). ErklĂ€ren: Feldenergie des Kondensators und des Spulenfelds pendeln hin und her, wie Feder und Masse. Modellgrenze: Der Spulenwiderstand dĂ€mpft â die Thomson-Gleichung gilt streng nur fĂŒr den ungedĂ€mpften Kreis. Sicherheitshinweis: Kondensatoren vor jedem Umbau entladen. Station 2 â Resonanz und RĂŒckkopplung. Vermuten: Der Funktionsgenerator regt den Kreis induktiv an â bei welcher Frequenz wird die Amplitude maximal? Beobachten: Beim Durchfahren der Erregerfrequenz wĂ€chst die Amplitude scharf um f0 herum an; die Resonanzkurve wird punktweise aufgenommen. Dann ĂŒbernimmt der MeiĂner-Baustein: Die Schwingung hĂ€lt sich selbst ungedĂ€mpft, weil die RĂŒckkopplung im richtigen Takt Energie nachschiebt. ErklĂ€ren: Resonanz heiĂt Anregung mit der Eigenfrequenz; die RĂŒckkopplung ersetzt den Ă€uĂeren Erreger durch Selbststeuerung. Modellgrenze: Auch die MeiĂner-Schaltung erzeugt keine Energie â sie dosiert nur die Nachlieferung aus der Quelle. Vorbereitung oder Nachbereitung: der Radio-EmpfĂ€nger-Artikel in der App â dort wĂ€hlt genau diese Resonanz aus allen Sendern einen aus. Station 3 â Dipol und Mikrowellenstrecke. Vermuten: Kommt hinter einem Drahtgitter, dessen StĂ€be parallel zum Empfangsdipol stehen, noch Signal an? Und wo liegen vor einer Metallwand die stillen Stellen? Beobachten: Sender und EmpfĂ€nger nur bei paralleler Ausrichtung gekoppelt (lineare Polarisation); das gedrehte Gitter sperrt bzw. öffnet den Weg. Vor der Metallplatte findet der wandernde Empfangsdipol Knoten im Abstand von etwa 1,6 cm â stehende Welle, λ = 3,2 cm; das Sandprisma knickt den Strahl (Brechung). ErklĂ€ren: Der schwingende Dipol strahlt eine Transversalwelle ab, die sich wie Licht reflektieren, brechen und polarisieren lĂ€sst; aus dem Knotenabstand folgt λ = 2 · 1,6 cm. Modellgrenze: Das Empfangssignal misst IntensitĂ€t, nicht FeldstĂ€rke â Knoten heiĂt "kein Empfang", nicht "kein Feld dahinter". Sicherheitshinweis: Nicht in die Hornantenne blicken. Station 4 â Laser und Gitter. Vermuten: Das Gitter mit der kleineren Gitterkonstante â rĂŒcken seine Leuchtpunkte enger oder weiter auseinander? Beobachten: Hinter dem Gitter erscheint eine Reihe scharfer Maxima; mit MaĂband und Schirm-MaĂstab werden AbstĂ€nde gemessen und ĂŒber b·sin(α) = k·λ die LaserwellenlĂ€nge bestimmt, dann eine unbekannte Lichtquelle vermessen. ErklĂ€ren: Gleiche Interferenzlogik wie bei den Mikrowellen in Station 3 â nur ist λ hier um den Faktor 50 000 kleiner, darum braucht es Gitter statt Metallplatten. Sicherheitshinweis: Laser nie in Augen oder auf reflektierende FlĂ€chen richten, Strahl unter Augenhöhe fĂŒhren. Abschluss in der Runde: Eine Kette bilden â LC-Kreis, offener Kreis als Dipol, abgestrahlte Welle, Licht. An welcher Stelle der Kette wurde welche GröĂe (f, λ, c) gemessen, und passt c = λ·f?
physik-experimente-lead
4â16
Ein Laserstrahl fĂ€llt auf zwei haarfeine Spalte, dahinter ein Schirm. WĂ€re Licht ein Strom von KĂŒgelchen, mĂŒssten dort zwei helle Striche erscheinen. Stattdessen: ein ganzes Streifenmuster, hell, dunkel, hell, dunkel, weit ĂŒber die Spaltschatten hinaus. Licht interferiert â und wo Interferenz ist, lĂ€sst sich eine WellenlĂ€nge messen. Dazu brauchen wir die Geometrie hinter dem Muster:
Der Schirm ist weit weg, die Strahlen von
VerstĂ€rkung gibt es, wenn beide Wellen im Gleichtakt ankommen â
Die
Vom Doppelspalt zum Gitter
Die Doppelspalt-Maxima sind leider breit und lichtschwach â schwer
auszumessen. Joseph von Fraunhofer (1787â1826), Glasmacher in
Benediktbeuern und auf seinem Grabstein als âApproximavit sidera" â
er brachte uns die Sterne nĂ€her â gerĂŒhmt, fand den Ausweg: Mit
einem Diamanten ritzte er hunderte feinste, parallele Linien in
Glas â das erste optische Gitter. Bei 570 Strichen
pro Millimeter betrÀgt die
Drei Experimente lohnen sich. Erstens: Schiebe
Damit ist das Gitter ein Messinstrument: Winkel des ersten Maximums
messen,
Materialien (1)
Physische Manipulativa, die dieses Konzept konkret verankern â optional, gebrĂŒckt zum Symbol.
- Laser-Gitter-Set prop
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (1)
Was bezeichnet der Gangunterschied Îs beim Doppelspalt?
Unter welcher Bedingung entsteht am Doppelspalt ein Maximum k-ter Ordnung?
Dasselbe Laserlicht fÀllt einmal auf einen Doppelspalt, einmal auf ein Gitter mit gleichem Spaltabstand. Wie unterscheidet sich das Maximum 1. Ordnung?
Das aus scharfen, einfarbigen Linien bestehende Spektrum einer Hg-Lampe nennt man ___.
Der WellenlÀngenbereich von sichtbarem Licht in Luft reicht von etwa 380 nm bis 750 nm.
Unter welcher Bedingung löschen sich die beiden Teilwellen am Doppelspalt aus (Minimum)?
Ein Gitter mit der Gitterkonstante b = 2,0 ”m zeigt das Maximum 1. Ordnung unter einem Winkel mit sin α = 0,32. Berechne die WellenlÀnge des Lichts. (Antwort in Nanometern)
Ein optisches Gitter trÀgt 500 Spalte pro Millimeter. Berechne die Gitterkonstante b. (Antwort in Mikrometern)
Wann darf die KleinwinkelnĂ€herung sin α â tan α verwendet werden?
Beim optischen Gitter darf man die KleinwinkelnÀherung immer anwenden, weil die Maxima dort besonders hell sind.
WeiĂes Licht fĂ€llt auf ein Gitter. Welche Farbe wird im Spektrum 1. Ordnung stĂ€rker abgelenkt?
Worin unterscheidet sich das Gitterspektrum einer Halogenlampe von dem einer Quecksilberdampflampe?
Beim Doppelspaltversuch mit einem Laser (Spaltabstand b = 0,2 mm, Schirmabstand a = 2,0 m) liegen benachbarte Maxima d = 6,0 mm auseinander. Berechne mit der KleinwinkelnÀherung λ = d·b/a. (Antwort in Nanometern)
Berechne die Frequenz von rotem Licht mit λ = 750 nm. (c = 3,0·10âž m/s, Antwort in 10Âč⎠Hz)