Der Hertzsche Dipol

The Hertzian Dipole

Physik Klasse 12 14 Aufgaben
Hertzscher DipolWellenKerncurriculum

Zieht man die Spule und die Kondensatorplatten eines Schwingkreises immer weiter auseinander, bis nur ein gerader Metallstab ĂŒbrig bleibt, entsteht der Hertzsche Dipol — ein offener Schwingkreis, der elektromagnetische Wellen abstrahlt. Auf dem Stab bildet sich eine stehende Welle: In der Grundschwingung ist er eine halbe WellenlĂ€nge lang (l = λ/2), mit SpannungsbĂ€uchen an den Enden und einem Strombauch in der Mitte. Weil sich das Feld pro Viertelperiode nur eine ViertelwellenlĂ€nge weit ausbreitet (bei 434 MHz etwa 17 cm), lösen sich die Feldlinien ab und werden zum Fernfeld. Die Abstrahlung ist gerichtet: am stĂ€rksten senkrecht zur Stabachse, lĂ€ngs der Achse null. TrĂ€gt die elektromagnetischen Wellen.

Können & Üben

Schwingkreis-und-Wellen-Werkstatt — vom LC-Kreis zum Licht

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90 min · once

physiksaal

Vier Stationen nach dem Prinzip Vermuten – Beobachten – ErklĂ€ren in Kleingruppen, Rotation nach etwa 20 Minuten. Roter Faden: Dieselbe Schwingung, die im LC-Kreis pendelt, lĂ€uft am Ende als Welle durch den Raum — und wird zweimal vermessen, bei 3 cm und bei 650 nm. Station 1 — LC-Entladung am Interface. Vermuten: Der geladene Kondensator wird statt ĂŒber einen Widerstand ĂŒber eine Spule entladen — was zeigt die Spannungskurve? Beobachten: Statt des exponentiellen Abfalls entsteht eine gedĂ€mpfte Schwingung; U und I sind um eine Viertelperiode versetzt. Mit halber KapazitĂ€t steigt die Frequenz um den Faktor Wurzel 2, der Eisenkern in der Spule senkt sie — Thomson-Check gegen T = 2π·Wurzel(L·C). ErklĂ€ren: Feldenergie des Kondensators und des Spulenfelds pendeln hin und her, wie Feder und Masse. Modellgrenze: Der Spulenwiderstand dĂ€mpft — die Thomson-Gleichung gilt streng nur fĂŒr den ungedĂ€mpften Kreis. Sicherheitshinweis: Kondensatoren vor jedem Umbau entladen. Station 2 — Resonanz und RĂŒckkopplung. Vermuten: Der Funktionsgenerator regt den Kreis induktiv an — bei welcher Frequenz wird die Amplitude maximal? Beobachten: Beim Durchfahren der Erregerfrequenz wĂ€chst die Amplitude scharf um f0 herum an; die Resonanzkurve wird punktweise aufgenommen. Dann ĂŒbernimmt der Meißner-Baustein: Die Schwingung hĂ€lt sich selbst ungedĂ€mpft, weil die RĂŒckkopplung im richtigen Takt Energie nachschiebt. ErklĂ€ren: Resonanz heißt Anregung mit der Eigenfrequenz; die RĂŒckkopplung ersetzt den Ă€ußeren Erreger durch Selbststeuerung. Modellgrenze: Auch die Meißner-Schaltung erzeugt keine Energie — sie dosiert nur die Nachlieferung aus der Quelle. Vorbereitung oder Nachbereitung: der Radio-EmpfĂ€nger-Artikel in der App — dort wĂ€hlt genau diese Resonanz aus allen Sendern einen aus. Station 3 — Dipol und Mikrowellenstrecke. Vermuten: Kommt hinter einem Drahtgitter, dessen StĂ€be parallel zum Empfangsdipol stehen, noch Signal an? Und wo liegen vor einer Metallwand die stillen Stellen? Beobachten: Sender und EmpfĂ€nger nur bei paralleler Ausrichtung gekoppelt (lineare Polarisation); das gedrehte Gitter sperrt bzw. öffnet den Weg. Vor der Metallplatte findet der wandernde Empfangsdipol Knoten im Abstand von etwa 1,6 cm — stehende Welle, λ = 3,2 cm; das Sandprisma knickt den Strahl (Brechung). ErklĂ€ren: Der schwingende Dipol strahlt eine Transversalwelle ab, die sich wie Licht reflektieren, brechen und polarisieren lĂ€sst; aus dem Knotenabstand folgt λ = 2 · 1,6 cm. Modellgrenze: Das Empfangssignal misst IntensitĂ€t, nicht FeldstĂ€rke — Knoten heißt "kein Empfang", nicht "kein Feld dahinter". Sicherheitshinweis: Nicht in die Hornantenne blicken. Station 4 — Laser und Gitter. Vermuten: Das Gitter mit der kleineren Gitterkonstante — rĂŒcken seine Leuchtpunkte enger oder weiter auseinander? Beobachten: Hinter dem Gitter erscheint eine Reihe scharfer Maxima; mit Maßband und Schirm-Maßstab werden AbstĂ€nde gemessen und ĂŒber b·sin(α) = k·λ die LaserwellenlĂ€nge bestimmt, dann eine unbekannte Lichtquelle vermessen. ErklĂ€ren: Gleiche Interferenzlogik wie bei den Mikrowellen in Station 3 — nur ist λ hier um den Faktor 50 000 kleiner, darum braucht es Gitter statt Metallplatten. Sicherheitshinweis: Laser nie in Augen oder auf reflektierende FlĂ€chen richten, Strahl unter Augenhöhe fĂŒhren. Abschluss in der Runde: Eine Kette bilden — LC-Kreis, offener Kreis als Dipol, abgestrahlte Welle, Licht. An welcher Stelle der Kette wurde welche GrĂ¶ĂŸe (f, λ, c) gemessen, und passt c = λ·f?

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4–16

Die Thomson-Gleichung hat eine Richtung vorgegeben: Hohe Frequenzen verlangen winzige und . Unser VersuchsgerĂ€t treibt das auf die Spitze — ein Hochfrequenz-Schwingkreis mit , dessen „Spule" nur noch eine einzige Leiterschleife ist. Dass er wirklich schwingt, verrĂ€t eine Induktionsschleife mit LĂ€mpchen: In der NĂ€he der Schleife leuchtet es — induktive Kopplung, Resonanz.

Und jetzt bauen wir den Schwingkreis Schritt fĂŒr Schritt ab. Sag vor jedem Schritt voraus, ob das LĂ€mpchen im angekoppelten PrĂŒfkreis weiterleuchtet:

Schiebe den Schritt-Regler von 1 nach 4: Der geschlossene Schwingkreis (1) wird aufgebogen (2), gestreckt (3) — ĂŒbrig bleibt ein gerader Metallstab (4).
  • Schritt 2 — aufgebogen. Die Kondensatorplatten zeigen voneinander weg, das Feld lĂ€uft durch den freien Raum. Das LĂ€mpchen? Leuchtet.
  • Schritt 3 — gestreckt, Platten geschrumpft. Leuchtet immer noch.
  • Schritt 4 — nur noch ein Stab. Keine erkennbare Spule, kein erkennbarer Kondensator. Und das LĂ€mpchen leuchtet trotzdem — sogar in grĂ¶ĂŸerer Entfernung als vorher.

Der Stab ist offenbar selbst schwingungsfĂ€hig: Er hat als LeiterstĂŒck eine winzige InduktivitĂ€t, seine Enden wirken als winzige Kondensatorplatten. Ein Metallstab, in dem elektrische Schwingungen angeregt werden, heißt Hertzscher Dipol — ein offener Schwingkreis. Wegen der winzigen und ist seine Eigenfrequenz sehr hoch, und wie jeden Schwingkreis kann man ihn durch induktive Kopplung anregen.

Was schwingt im Stab?

Zwei einfache Sonden verraten es. Eine vorgespannte Glimmlampe, lĂ€ngs des Stabes gefĂŒhrt, leuchtet an den Enden am hellsten — dort sitzt die meiste Ladung, dort ist die Spannung am grĂ¶ĂŸten. Drei in den Stab eingebaute LĂ€mpchen zeigen das Gegenteil fĂŒr den Strom: Das mittlere leuchtet am hellsten. Sag voraus, warum die beiden Maxima nicht am selben Ort liegen können — und prĂŒfe dein Bild im Applet:

Blau die Stromverteilung, rot gestrichelt die Ladungsverteilung lĂ€ngs des Stabes. Lass t laufen — und schalte mit k auf die Oberschwingungen um.

Das ist das Muster einer stehenden Welle: feste Knoten, dazwischen BĂ€uche. Am Stabende kann kein Strom hinaus — dort erzwingt die Geometrie einen Stromknoten, und die ankommende Ladung staut sich zu einem Spannungsbauch. In der Mitte umgekehrt: Strombauch, Spannungsknoten. Beobachte auch die Zeit: Strom und Ladung sind um eine Viertelperiode versetzt — ist der Strom maximal, ist der Stab gerade ĂŒberall neutral, genau wie beim Schwingkreis Strom und Kondensatorladung um versetzt waren.

Bei der Grundschwingung passt genau eine halbe WellenlĂ€nge auf den Stab; höhere Anregungen fĂŒgen weitere Halbwellen ein. Allgemein:

( Grundschwingung, erste Oberschwingung 
). Mit verbindet das DipollĂ€nge, Frequenz und Ausbreitungsgeschwindigkeit — fĂŒr unseren 433,92-MHz-Sender ist , der passende -Dipol also etwa 35 cm lang.

Nahfeld, Fernfeld und die Abstrahlung

Ein schwingender Dipol baut um sich herum ein elektrisches Feld auf und wieder ab. Felder breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus — in der Viertelperiode unseres Senders kommt das Feld aber nur etwa weit. Alles, was nĂ€her liegt, macht den RĂŒckzug noch mit: Dieses Nahfeld pendelt mit dem Dipol vor und zurĂŒck. Was weiter draußen ist, kann nicht mehr zurĂŒck — die Feldlinien schnĂŒren sich ab und laufen selbststĂ€ndig davon. Das ist die Abstrahlung: das Fernfeld, mit Energietransport. Deshalb erlischt das LĂ€mpchen eines Empfangsdipols nach wenigen Metern nicht einfach — mit empfindlichem Nachweis (HF-Diode und MessverstĂ€rker) findet man die Strahlung auch in großer Entfernung wieder.

Die Abstrahlung hat eine klare Geometrie: Am stĂ€rksten empfĂ€ngt man in der „Äquatorebene" des Senders, und nur, wenn der Empfangsdipol parallel zum Sendedipol steht; senkrecht zueinander bleibt es still, und lĂ€ngs der Stabachse wird gar nicht abgestrahlt. Merke dir dieses Parallel-Kriterium — es kehrt bei der Polarisation wieder. Warum sich die Welle vom Dipol lösen kann, klĂ€ren die Maxwellschen Gleichungen im nĂ€chsten Abschnitt.

Materialien (1)

Physische Manipulativa, die dieses Konzept konkret verankern — optional, gebrĂŒckt zum Symbol.

Leicht
Multiple Choice #1 15s ▶ Testen

Welcher Umbau macht aus einem geschlossenen Schwingkreis einen Hertzschen Dipol?

  • ● Die Spule auf eine Leiterschleife reduzieren und die Kondensatorplatten aufbiegen, bis ein gestreckter Stab bleibt
  • ○ Den Kondensator durch einen zweiten, baugleichen Kondensator in Reihe ersetzen
  • ○ Die Spule um zusĂ€tzliche Windungen und einen Eisenkern ergĂ€nzen
In der Versuchsreihe wird die Spule auf eine Leiterschleife reduziert und der Kondensator immer weiter geöffnet. Am Ende bleibt ein stabförmiger, offener Schwingkreis — der Dipol. Mehr Windungen oder Kondensatoren lassen den Kreis geschlossen.
Multiple Choice #2 15s ▶ Testen

Wo liegen bei der Grundschwingung des Dipols die SpannungsbÀuche?

  • ● An beiden Enden des Stabes
  • ○ In der Mitte des Stabes
  • ○ GleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den ganzen Stab verteilt
  • ○ Bei einem Viertel und drei Vierteln der StablĂ€nge
An den Enden sammeln sich die Ladungen — dort liegen SpannungsbĂ€uche und zugleich Stromknoten. In der Mitte ist es genau umgekehrt.
Wahr / Falsch #3 15s ▶ Testen

Die Strom- und Spannungsverteilung lÀngs des Dipols lÀsst sich als stehende Welle deuten.

✓ Wahr
Richtig! Die Maxima und Knoten bleiben ortsfest, wie bei der schwingenden Saite. Bei der Grundschwingung passt eine halbe WellenlÀnge auf den Stab.
Wahr / Falsch #4 15s ▶ Testen

Stehen Sende- und Empfangsdipol senkrecht zueinander, gibt es keinen Empfang.

✓ Wahr
Richtig! Das E-Feld schwingt in Richtung des Sendedipols. Steht der Empfangsdipol quer dazu, kann es dort keine Schwingung lÀngs des Stabes anregen.
LĂŒckentext #5 10s ▶ Testen

Der Hertzsche Dipol ist ein ___ Schwingkreis, deshalb strahlt er Energie in den Raum ab.

✓ Antwort: offener
Ein geschlossener Schwingkreis gibt Energie nur an einen gekoppelten zweiten Kreis ab. Der offene, stabförmige Schwingkreis strahlt dagegen elektromagnetische Wellen ab.
Mittel
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Zwei Schwingkreise im Vergleich: A ist ein Kreis mit großer Spule und Plattenkondensator, B ist ein kurzer gestreckter Metallstab (Dipol). Welche Vorhersage trifft zu?

  • ● B schwingt viel schneller, denn seine InduktivitĂ€t und KapazitĂ€t sind winzig (f₀ = 1/(2π·√(LC)))
  • ○ A schwingt schneller, denn seine großen Bauteile speichern mehr Energie pro Schwingung
  • ○ Beide schwingen gleich schnell, denn die Eigenfrequenz hĂ€ngt nur von der angelegten Spannung ab
Nach der Thomson-Gleichung steigt die Eigenfrequenz, wenn L und C sinken. Beim Dipol sind beide extrem klein — der Versuchserreger schwingt mit 433,92 MHz. Gespeicherte Energie und angelegte Spannung Ă€ndern die Eigenfrequenz nicht.
Zahleneingabe #2 45s ▶ Testen

Der Erreger schwingt mit f = 434 MHz. Berechne die WellenlÀnge λ = c/f. (c = 3,0·10⁞ m/s, Antwort in Metern, zwei Dezimalstellen)

✓ Antwort: 0.69
λ = c/f = 3,0·10⁞ / 4,34·10⁞ m ≈ 0,69 m. WellenlĂ€nge und Frequenz sind ĂŒber die Ausbreitungsgeschwindigkeit c verknĂŒpft.
Zahleneingabe #3 45s ▶ Testen

Ein Dipol ist 0,5 m lang und schwingt in der Grundschwingung (l = λ/2). Berechne seine Eigenfrequenz. (c = 3,0·10⁞ m/s, Antwort in MHz)

✓ Antwort: 300
Aus l = λ/2 folgt λ = 1 m. Damit ist f = c/λ = 3,0·10⁞ Hz = 300 MHz.
Multiple Choice #4 20s ▶ Testen

Ein in der Dipolmitte eingebautes LÀmpchen leuchtet am hellsten. ErklÀre diese Beobachtung.

  • ● In der Mitte liegt der Strombauch der stehenden Welle
  • ○ In der Mitte ist die Spannung am grĂ¶ĂŸten
  • ○ In der Mitte sammeln sich die meisten Ladungen an
  • ○ Das LĂ€mpchen wird dort am stĂ€rksten erwĂ€rmt, weil der Widerstand am grĂ¶ĂŸten ist
Die Stromverteilung hat ihr Maximum in der Stabmitte. LĂ€mpchen an den Enden bleiben dunkel, denn dort liegen Stromknoten.
Multiple Choice #5 25s ▶ Testen

Womit wird die Spannungsverteilung lÀngs des Dipols experimentell nachgewiesen?

  • ● Mit einer vorgespannten Glimmlampe
  • ○ Mit einem in der Mitte eingebauten LĂ€mpchen
  • ○ Mit einem Amperemeter im Stab
  • ○ Mit einer Kompassnadel neben dem Stab
Die Glimmlampe zĂŒndet an den Stellen hoher Spannung — an den Dipolenden. Die Stromverteilung zeigt dagegen der Dipol mit eingebauten LĂ€mpchen.
Multiple Choice #6 25s ▶ Testen

In welcher Anordnung ist der Empfang der Dipolstrahlung am stÀrksten?

  • ● Empfangsdipol parallel zum Sendedipol, in dessen Äquatorebene
  • ○ Empfangsdipol senkrecht zum Sendedipol, in dessen Äquatorebene
  • ○ Empfangsdipol in VerlĂ€ngerung der Sendedipolachse
  • ○ Die Ausrichtung spielt keine Rolle
Der Dipol strahlt am stÀrksten senkrecht zu seiner Achse ab. Der Empfangsdipol muss parallel stehen, damit das E-Feld die Elektronen lÀngs des Stabes antreiben kann.
Schwer
Zahleneingabe #1 55s ▶ Testen

Wie lang muss ein Dipol sein, der bei f = 434 MHz in der Grundschwingung (l = λ/2) schwingt? (c = 3,0·10⁞ m/s, Antwort in Zentimetern, auf ganze Zahl gerundet)

✓ Antwort: 35
λ = c/f ≈ 0,691 m, also l = λ/2 ≈ 0,346 m ≈ 35 cm. Der λ/2-Dipol ist die Grundform des Hertzschen Dipols.
Zahleneingabe #2 60s ▶ Testen

Bei f = 434 MHz dauert der Aufbau des maximalen elektrischen Feldes eine Viertelperiode T/4. Berechne, wie weit sich das Feld in dieser Zeit ausbreitet. (c = 3,0·10⁞ m/s, Antwort in Zentimetern, auf ganze Zahl gerundet)

✓ Antwort: 17
T/4 = 1/(4·4,34·10⁞ Hz) ≈ 5,8·10⁻Âč⁰ s. In dieser Zeit kommt das Feld nur c·T/4 ≈ 0,17 m = 17 cm weit — das ist die GrĂ¶ĂŸenordnung des Nahfelds.
Multiple Choice #3 25s ▶ Testen

Ein Dipol schwingt mit 434 MHz; sein ladungsgebundenes Nahfeld reicht nur etwa 17 cm weit. Was misst ein Empfangsdipol in 10 m Entfernung?

  • ○ Kein Signal
  • ○ Ein Signal ohne Verzögerung
  • ● Ein Signal, etwa 33 ns verzögert
Das an die Dipolladungen gebundene Feld zieht sich nach jeder Viertelperiode wieder in den Dipol zurĂŒck. Was weiter draußen ankommt, sind abgelöste Feldwirbel – eine elektromagnetische Welle, die Energie transportiert und sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. FĂŒr 10 m braucht sie t = 10 m / (3·10⁞ m/s) ≈ 33 ns. Es gibt also ein Signal, aber nicht sofort.