Auf der Schraubenbahn zum Pol

On a Helical Path to the Pole

Physik Klasse 12 8 Aufgaben
MagnetfeldLorentzkraftBewegungKerncurriculum

Fliegt ein geladenes Teilchen schrĂ€g zum Magnetfeld, zerlegt man seine Geschwindigkeit in eine Komponente parallel zu B (unbeeinflusst, gleichförmig) und eine senkrecht dazu (Kreisbahn) — zusammen ergibt das eine Schraubenbahn um die Feldlinie. Damit wird das Polarlicht erklĂ€rbar: Sonnenwind-Teilchen dringen ĂŒber den Schweif der MagnetosphĂ€re ein, spiralen lĂ€ngs der Erdfeldlinien polwĂ€rts, pendeln in den Van-Allen-GĂŒrteln zwischen den Spiegelpunkten und regen in 100–1000 km Höhe Sauerstoff (grĂŒn) und Stickstoff (violett bis rosarot) durch StĂ¶ĂŸe zum Leuchten an. Das löst zugleich die Feldlinien-Spannung aus Abschnitt 1 auf: Die Teilchen folgen den Linien nicht wie Schienen — die Lorentzkraft fĂŒhrt sie in Schrauben um sie herum. TrĂ€gt Zyklotron und Massenspektrometer als Anwendungen derselben Zerlegung.

Können & Üben

Fadenstrahl-Werkstatt — Elektronen auf Bahnen

workshop

90 min · once

physiksaal

Vier Stationen nach dem Prinzip Vermuten – Beobachten – ErklĂ€ren; die Gruppen rotieren nach etwa 20 Minuten. Sicherheitsblock vorab, fĂŒr alle Stationen verbindlich: Hochspannung! Alle Röhren laufen mit mehreren hundert Volt — verkabelt und eingeschaltet wird ausschließlich von der Lehrkraft bzw. nach ihrer Freigabe; Umbauten nur im spannungsfreien Zustand, Glaskolben nie berĂŒhren, im abgedunkelten Raum Taschen und Kabel aus den Laufwegen. Station 1 — Elektronenkanone und LĂ€ngsfeld. Vermuten: Was macht eine höhere Beschleunigungsspannung mit dem Leuchtfleck? Beobachten: Der Fleck auf dem Schirm wird schĂ€rfer und heller; die Elektronen gewinnen im LĂ€ngsfeld kinetische Energie. ErklĂ€ren: e·U = œ·m·vÂČ â€” die Spannung stellt die Endgeschwindigkeit ein, nicht eine konstante Kraftdauer. Modellgrenze: Bei sehr hohen Spannungen mĂŒsste relativistisch gerechnet werden. Station 2 — Querfeld: die Parabel. Vermuten: Welche Bahnform entsteht, wenn der schnelle Strahl quer durch das Feld eines Plattenpaars fliegt — Kreis, Knick oder Parabel? Beobachten: Auf dem Schirm der Ablenkröhre krĂŒmmt sich die Leuchtspur parabelförmig; mehr Plattenspannung krĂŒmmt stĂ€rker, mehr Beschleunigungsspannung streckt die Bahn. ErklĂ€ren: Wie beim waagrechten Wurf — konstante Querkraft plus konstante LĂ€ngsgeschwindigkeit ergibt eine Parabel. Modellgrenze: Das Feld ist nur zwischen den Platten homogen; am Rand franst es aus. Station 3 — Fadenstrahlrohr qualitativ: der Kreis. Vermuten — erst ansagen, dann drehen: Was macht mehr Spulenstrom (mehr B) mit dem leuchtenden Kreis, was macht mehr Beschleunigungsspannung U? Beobachten: Mehr B verkleinert den Kreis, mehr U vergrĂ¶ĂŸert ihn; die Spur bleibt stets ein geschlossener Kreis. ErklĂ€ren: Die Lorentzkraft steht immer senkrecht auf v, verrichtet keine Arbeit und wirkt als Zentripetalkraft — anders als das Querfeld in Station 2, das den Betrag von v Ă€ndert. Station 4 — e/m-Messreihe und Schraubenbahn. Nach dem Protokoll (protocol.physik.fadenstrahlrohr) eine r(U)-Messreihe bei festem B aufnehmen, e/m = 2U/(BÂČrÂČ) berechnen, Mittelwert bilden und mit dem Literaturwert 1,76 · 10ÂčÂč C/kg vergleichen. Zum Abschluss das Rohr in seiner Halterung leicht drehen: Aus dem Kreis wird eine Schraubenlinie. ErklĂ€ren: Nur die Geschwindigkeitskomponente senkrecht zu B wird auf die Kreisbahn gezwungen, die Parallelkomponente lĂ€uft ungestört weiter — dieselbe Bahnform wie beim Sonnenwind entlang der Erdfeldlinien (Polarlicht). Vorbereitung oder Nachbereitung: der Polarlicht-Artikel in der App. Modellgrenze: Das B-Feld des Helmholtz-Paars ist nur im Zentrum ausreichend homogen; große Kreise verlassen diesen Bereich und verfĂ€lschen e/m. Abschluss in der Runde: LĂ€ngsfeld beschleunigt, Querfeld lenkt parabelig ab, Magnetfeld zwingt auf Kreis oder Schraube — welche Bahn gehört zu welchem Feld, und woran erkennt man den Unterschied im Energieumsatz?

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4–16

Jetzt haben wir alles beisammen. Ein Teilchen des Sonnenwinds trifft praktisch nie exakt senkrecht auf eine Feldlinie — es kommt schrĂ€g an. Was dann passiert, findet man mit einem Trick heraus, der in der Physik immer wieder trĂ€gt: Zerlege die Geschwindigkeit in zwei Anteile und behandle jeden fĂŒr sich. Hier ist die Zerlegung, noch ganz ohne Bahn:

VerĂ€ndere den Einfallswinkel α: Der grĂŒne Pfeil v zerfĂ€llt in einen cyanfarbenen Anteil v∄ lĂ€ngs der Feldlinie und einen rosafarbenen Anteil v⊄ quer dazu.

Bevor du weiterliest: FĂŒr jeden der beiden Anteile hast du in den letzten zwei Abschnitten schon die Antwort gelernt. Was macht das Magnetfeld mit ? Und was mit ?

  • Der Anteil parallel zur Feldlinie: Auf ihn ĂŒbt das Feld keinerlei Kraft aus — die Lorentzkraft braucht Bewegung quer zum Feld. Dieser Anteil bleibt völlig ungestört, das Teilchen driftet gleichförmig an der Feldlinie entlang.
  • Der Anteil senkrecht zur Feldlinie: FĂŒr ihn gilt der letzte Abschnitt — er wird auf eine Kreisbahn mit gelenkt.

Beide Bewegungen laufen gleichzeitig und ungestört ĂŒbereinander: ein Kreis, der gleichmĂ€ĂŸig zur Seite geschoben wird. Stell dir das vor, bevor du es ansiehst — welche Kurve entsteht? Das Ergebnis ist eine Schraubenbahn — das Teilchen windet sich um die Feldlinie wie ein Faden um einen unsichtbaren Stab.

Die Schraubenbahn von der Seite. VerĂ€ndere v∄ und v⊄ getrennt und zieh das Teilchen die Bahn entlang: v⊄ macht die Windungen weiter (Radius r), v∄ zieht sie auseinander (Ganghöhe h) — keiner der Regler stört den anderen.

Probiere die beiden Regler bewusst getrennt aus. Mehr : Die Windungen werden weiter, aber ihr Abstand bleibt. Mehr : Dieselben Windungen ziehen sich auseinander, ohne breiter zu werden. Die Zerlegung ist keine Rechentechnik — sie ist im Bild direkt sichtbar.

Und damit löst sich die Frage vom Anfang auf, ob Teilchen auf Feldlinien fahren. Feldlinien sind keine Schienen — kein Teilchen fĂ€hrt auf ihnen. Aber im Magnetfeld werden sie zu etwas Ähnlichem: Leitplanken. Die Lorentzkraft lĂ€sst das Teilchen nicht quer entkommen, sie zwingt es in Kreise um die Linie; frei bleibt nur die Bewegung lĂ€ngs der Linie. Ein geladenes Teilchen im Erdmagnetfeld reist deshalb dorthin, wohin seine Feldlinie fĂŒhrt. Und wohin fĂŒhren die Feldlinien der Erde? Zu den Polen.

Die MagnetosphÀre: ein verbeulter Schutzschild

Von der Sonne aus gesehen ist das Erdmagnetfeld kein hĂŒbscher symmetrischer Dipol. Der Sonnenwind — 300 bis 800 km/s schnell — drĂŒckt es auf der Tagseite zusammen und zieht es auf der Nachtseite zu einem langen Schweif aus. An der sonnenzugewandten Seite bildet sich eine Bugwelle, an der der Wind abgebremst und um die Erde herumgelenkt wird — dort kommt fast nichts durch. Der Einstieg gelingt den Teilchen erst auf der RĂŒckseite, im Schweif der MagnetosphĂ€re: Dort geraten sie auf erdnahe Feldlinien — und spiralen los, polwĂ€rts.

Die MagnetosphÀre: Bugwelle, Schweif und der Weg der Teilchen Sonnenwind Bugwelle Schweif Schraubenbahn zum Pol
Der Sonnenwind (orange) staut sich an der Bugwelle und verformt das Feld zum Schweif. Teilchen, die im Schweif eindringen, spiralen (gelb) lÀngs der Feldlinien (blau) zu den Polregionen.

Der magnetische Spiegel: Bremse am Ende der Flasche

In PolnĂ€he rĂŒcken die Feldlinien immer dichter zusammen — das Feld wird stĂ€rker und ist nicht mehr homogen. Unsere Schraubenbahn-Regel galt aber nur im homogenen Feld. Was Ă€ndert sich? Schau auf die Lorentzkraft, wĂ€hrend das Teilchen in die Engstelle spiralt:

Ziehe das Teilchen nach rechts in die Engstelle: Die Lorentzkraft F steht immer senkrecht auf der lokalen Feldlinie — sobald die Linie kippt, bekommt F einen orangenen RĂŒckwĂ€rts-Anteil F∄ gegen die VorwĂ€rtsbewegung v∄.

Links, im fast homogenen Teil, zeigt die Kraft exakt zur Achse — sie lenkt nur, wie im homogenen Feld. Aber wo die Linien zusammenlaufen, steht die Kraft nicht mehr genau quer zur Achse: Ein kleiner Anteil zeigt rĂŒckwĂ€rts, gegen die VorwĂ€rtsbewegung. Genau dieser Anteil frisst auf: Die Schraube wird flacher, langsamer — und am Spiegelpunkt kehrt das Teilchen um und spiralt zurĂŒck zum anderen Pol. Es sitzt in einer magnetischen Flasche. Genau das passiert in den Van-Allen-GĂŒrteln: zwei Zonen der MagnetosphĂ€re, in denen Elektronen und Protonen zwischen Nord- und SĂŒdpolregion hin- und herpendeln — manche ĂŒber Jahre.

Magnetische Flasche — Umkehr am Spiegelpunkt Spiegelpunkt Spiegelpunkt pendelt hin und her
Wo die Feldlinien zusammenlaufen, wird das Feld stĂ€rker: Die Schraube wird enger, die VorwĂ€rtsbewegung stoppt, das Teilchen kehrt am Spiegelpunkt um — gefangen wie in einer Flasche mit zwei HĂ€lsen.

Warum es leuchtet — und warum grĂŒn

Bei starker SonnenaktivitĂ€t werden Teilchen tief genug polwĂ€rts gedrĂŒckt, dass ihr Spiegelpunkt in der AtmosphĂ€re liegt — sie spiralen ihre Feldlinie hinab bis in die LufthĂŒlle. Dort stoßen sie mit Gasteilchen zusammen und ĂŒbergeben Energie: Die getroffenen Atome und MolekĂŒle senden sie als Licht wieder aus. Angeregter Sauerstoff leuchtet grĂŒnlich-weiß — das ist das dominante GrĂŒn der VorhĂ€nge. Angeregter Stickstoff leuchtet rosarot bis violett — daher die flackernden SĂ€ume am unteren Rand.

Diese Stoßanregung funktioniert nur in sehr dĂŒnner Luft: Weiter unten nehmen sich die Gasteilchen die Energie gegenseitig durch StĂ¶ĂŸe ab, bevor sie leuchten können. Deshalb entsteht das Licht in 100 bis 1000 km Höhe — und deshalb hat jeder Vorhang unten einen scharfen Saum: Dort, wo die Luft zu dicht wird, bricht das Leuchten ab. Die Vorhangform selbst ist das Erdmagnetfeld in Sichtbarkeit: Jeder „Stofffaden" ist ein BĂŒndel von Feldlinien, an dem Teilchen herabspiralen. Das Polarlicht ist eine Landkarte der Feldlinien — gezeichnet von Teilchen, die ihnen nicht wie auf Schienen folgen, sondern von der Lorentzkraft um sie herumgefĂŒhrt werden.

Bleibt der Rhythmus: Die SonnenaktivitĂ€t schwankt in einem Zyklus von etwa 11 Jahren. In Maximumsjahren wird der Sonnenwind so stark, dass Polarlichter bis nach Mitteleuropa reichen — dort oft in tiefem Rot, weil aus sĂŒdlicher Sicht nur die hohen, sauerstoffdominierten Schichten ĂŒber dem Horizont stehen. Ein seltenes, blutrotes Himmelsleuchten: Man versteht, warum es frĂŒher als Kriegsomen galt.

Damit ist die Frage aus der Nacht ĂŒber TromsĂž beantwortet — nicht durch Eis und Spiegelung, sondern durch eine Kette aus drei Gliedern: Die Sonne liefert schnelle geladene Teilchen. Das Erdmagnetfeld lenkt sie, ohne sie zu beschleunigen, auf Schraubenbahnen zu den Polen. Und die AtmosphĂ€re verwandelt ihre Bewegungsenergie durch StĂ¶ĂŸe in grĂŒnes und violettes Licht. Im nĂ€chsten Schritt rechnen wir die Kreisbahn quantitativ durch — von bis zur spezifischen Ladung e/m, die man im Fadenstrahlrohr selbst messen kann.

Leicht
Wahr / Falsch #1 20s ▶ Testen

Polarlicht entsteht, wenn Sonnenlicht an Eiskristallen oder Gletschern in der Polarregion gespiegelt wird.

✓ Falsch
Im polaren Winter steht die Sonne nachts tief unter dem Horizont — es gibt nichts zu spiegeln. Polarlicht entsteht, wenn Sonnenwind-Teilchen auf Schraubenbahnen lĂ€ngs der Erdfeldlinien in die AtmosphĂ€re gelangen und dort Sauerstoff und Stickstoff durch StĂ¶ĂŸe zum Leuchten anregen.
Multiple Choice #2 20s ▶ Testen

Welche Gase erzeugen die typischen Polarlichtfarben?

  • ● Sauerstoff das grĂŒnlich-weiße Licht, Stickstoff das rosarote bis violette
  • ○ Stickstoff das grĂŒne Licht, Sauerstoff das violette
  • ○ Wasserstoff das grĂŒne Licht, Helium das violette
  • ○ Kohlendioxid alle Farben, je nach Höhe
Die Sonnenwind-Teilchen regen die Gase der HochatmosphĂ€re durch StĂ¶ĂŸe an — angeregter Sauerstoff sendet das dominante grĂŒnlich-weiße Licht aus, angeregter Stickstoff die rosaroten bis violetten SĂ€ume der VorhĂ€nge.
Mittel
Multiple Choice #1 20s ▶ Testen

Zwei Protonen treten in ein homogenes Magnetfeld ein — eines genau parallel zu den Feldlinien, eines schrĂ€g dazu. Welche Bahnen beobachtest du?

  • ○ parallel: Kreis · schrĂ€g: Schraube
  • ● parallel: Gerade · schrĂ€g: Schraube
  • ○ parallel: Gerade · schrĂ€g: enger werdende Spirale
Auf die Parallelkomponente v∄ ĂŒbt das Feld keine Kraft aus — sie bleibt gleichförmig, das parallele Proton fliegt geradeaus. Beim schrĂ€gen Proton wird die Senkrechtkomponente v⊄ wie in Abschnitt 2 auf einen Kreis gezwungen. Kreis plus gleichförmiger Vorschub ergibt die Schraubenlinie um die Feldlinie, ohne dass sie sich zuzieht.
Multiple Choice #2 25s ▶ Testen

In welcher Höhe entsteht das Leuchten des Polarlichts — und warum gerade dort?

  • ● In 100 bis 1000 km Höhe, weil die Stoßanregung nur in sehr dĂŒnnem Gas Licht liefert
  • ○ In 10 bis 20 km Höhe, in den Wolkenschichten der Wetterzone
  • ○ Direkt am Boden, wo das Magnetfeld am stĂ€rksten ist
  • ○ Oberhalb von 10 000 km, noch außerhalb der AtmosphĂ€re
In dichterer Luft geben die angeregten Teilchen ihre Energie durch weitere StĂ¶ĂŸe ab, bevor sie leuchten können. Erst in der dĂŒnnen HochatmosphĂ€re zwischen etwa 100 und 1000 km wird die Stoßenergie als Licht frei — deshalb endet jeder Vorhang unten mit scharfem Saum.
Multiple Choice #3 30s ▶ Testen

Was passiert mit einem spiralenden Teilchen in den Van-Allen-GĂŒrteln, wenn es in Richtung eines Pols in immer dichter zusammenlaufende Feldlinien gerĂ€t?

  • ● Es kehrt am Spiegelpunkt um und pendelt zwischen den Polregionen hin und her
  • ○ Es wird immer schneller und stĂŒrzt zwangslĂ€ufig in die AtmosphĂ€re
  • ○ Es verlĂ€sst das Magnetfeld senkrecht zu den Feldlinien
  • ○ Es bleibt am Punkt des stĂ€rksten Feldes stehen
Im inhomogenen Feld bekommt die Lorentzkraft eine Komponente gegen die VorwĂ€rtsbewegung — die magnetische Flasche. Am Spiegelpunkt kehrt das Teilchen um; so pendeln Elektronen und Protonen der Van-Allen-GĂŒrtel zwischen Nord und SĂŒd.
Multiple Choice #4 25s ▶ Testen

Experiment im Applet — du erhöhst nur v∄ und lĂ€sst v⊄ unverĂ€ndert. Wie Ă€ndert sich die Schraubenbahn?

  • ● Die Windungen ziehen sich auseinander, ihr Radius bleibt gleich
  • ○ Die Windungen werden weiter, ihr Abstand bleibt gleich
  • ○ Radius und Windungsabstand wachsen beide
  • ○ Die Bahn wird zum immer engeren Kreis
v∄ steuert nur den Vorschub lĂ€ngs der Feldlinie (die Ganghöhe h), v⊄ nur den Kreisradius r = mv⊄/(qB). Die beiden Bewegungen ĂŒberlagern sich, ohne sich zu stören — genau das zeigt der Versuch mit den getrennten Reglern.
Multiple Choice #5 20s ▶ Testen

In welcher Stadt hat man in einer gewöhnlichen klaren Winternacht die besten Chancen auf Polarlicht?

  • ● TromsĂž (Norwegen, 70° N)
  • ○ Rom (Italien, 42° N)
  • ○ Singapur (1° N)
Teilchen des Sonnenwinds kommen quer zu den Feldlinien kaum voran; sie schrauben sich an ihnen entlang. Nur in einem Ring um die magnetischen Pole tauchen die Feldlinien steil in die AtmosphĂ€re ein — dort stoßen die Teilchen mit Sauerstoff und Stickstoff zusammen. Am Äquator verlaufen die Feldlinien parallel zur OberflĂ€che.
Wahr / Falsch #6 15s ▶ Testen

Bei einem starken Sonnensturm kann man Polarlicht auch in Bayern sehen.

✓ Wahr
Ein heftiger Sonnensturm drĂŒckt das Polarlicht-Oval weit nach SĂŒden. Im Mai 2024 war es in ganz Deutschland zu sehen, bis in die Alpen.