Du presst Zitrone, Limette und Orange, vergleichst sie mit Zunge und pH-Streifen und findest: Zitrone und Limette sind fast gleich sauer (rund 49 und 47 g ZitronensĂ€ure pro Liter), der Unterschied liegt in Duft und Herbe; fertiger Orangensaft hat nur etwa ein Drittel davon. Ein Orangen-Sour braucht darum Zitrone oder eine Prise ZitronensĂ€ure. Gepresst wird am selben Tag, denn Saft aus der Flasche ist schwĂ€cher und riecht flach; fĂŒr Zeste und Scheibe nimmst du FrĂŒchte mit essbarer Schale. Das rĂ€umt mit âLimette ist viel saurer" und âFlaschensaft ist dasselbe" auf. Bereitet die SĂŒĂ-Sauer-Balance, die Limonade und die eigene GetrĂ€nkekarte vor.
Im Rezept stehen 20 ml Limettensaft, du hast aber nur Zitronen. Wie viel Zitronensaft nimmst du?
â Auch 20 ml, dann abschmecken
â Nur 10 ml, Limette ist viel saurer
â Gar keinen
Frisch gepresst enthĂ€lt Zitronensaft rund 49 g ZitronensĂ€ure pro Liter, Limettensaft rund 47 g (Penniston et al. 2008) â fast gleich viel. Tauschen geht Milliliter fĂŒr Milliliter; es Ă€ndern sich vor allem Duft und Herbe.
Frischer Zitronensaft hat etwa 49 g ZitronensÀure pro Liter, fertiger Orangensaft etwa 17 g. Wievielmal so viel SÀure steckt im Zitronensaft? (auf eine ganze Zahl gerundet, nur die Zahl)
â Antwort: 3
49 Ă· 17 â 2,9, also rund dreimal so viel (Penniston et al. 2008). Orangensaft kann den sauren Platz eines Sours darum nicht allein fĂŒllen.
FĂŒr den Abend brauchst du Zitronensaft und dĂŒnne Zesten von denselben Zitronen. Wie gehst du vor?
â Erst die Zesten abziehen, dann pressen
â Erst pressen, dann die Zesten abziehen
â Egal, die Reihenfolge Ă€ndert nichts
Eine ganze, feste Zitrone lĂ€sst sich sauber schĂ€len; eine ausgepresste HĂ€lfte ist weich und zerreiĂt. Darum kommt die Schale zuerst, der Saft danach.
Dein Sour soll nach Orange schmecken, also nimmst du Orangensaft als sauren Platz. Er schmeckt flach und sĂŒĂ. Was hilft?
â Etwas Zitrone oder ZitronensĂ€ure dazu
â Mehr Orangensaft, bis es sauer ist
â Weniger Eis, damit die SĂ€ure bleibt
Orangensaft bringt viel Aroma, aber nur etwa ein Drittel der SĂ€ure von Zitronensaft, und dazu eigenen Zucker. Mehr davon macht den Drink sĂŒĂer, nicht saurer. Zitrone oder eine Prise ZitronensĂ€ure heben die SĂ€ure, die Orange bleibt das Aroma.
Deine Tee-Sours aus Zitronensaft von der Flasche schmecken flach, und du gibst immer mehr Sirup dazu. Was ist los?
â Flaschensaft ist schwĂ€cher und riecht nach wenig
â Der Sirup ist zu dĂŒnn, du brauchst reichen Sirup
â Die Flasche war zu kalt, SĂ€ure wirkt erst warm
Zitronensaft-Konzentrat enthielt in der Messung rund ein Viertel weniger ZitronensĂ€ure als frischer Saft, und das frische Aroma fehlt. Mehr Sirup macht einen flachen Drink nur sĂŒĂ. Frisch pressen löst es.
Der pH-Streifen zeigt im Zitronensaft etwa 2, im Orangensaft etwa 4. Der Zitronensaft ist also die saurere Lösung.
â Wahr
Je kleiner der pH-Wert, desto saurer die Lösung, und jeder Schritt auf der Skala ist ein groĂer Sprung. Zitronensaft liegt deutlich tiefer als Orangensaft.
Eine Zitronenlimonade aus dem Laden hat ungefÀhr so viel SÀure wie frischer Zitronensaft.
â Falsch
Gekaufte Limonaden enthielten in einer Messung höchstens etwa ein Sechstel der ZitronensĂ€ure von Zitronensaft, oft viel weniger (Penniston et al. 2008). Den sauren Platz eines Drinks fĂŒllen sie nicht.
Frischer Zitronensaft etwa 49 g pro Liter, fertiger Grapefruitsaft etwa 25 g, fertiger Orangensaft etwa 17 g (Penniston et al. 2008). Zitrone und Limette sind die SĂ€ure-Lieferanten der Bar.
Du hast keine Zitronen, aber Verjus, den Saft unreifer Trauben. Er kann in deinem Drink den sauren Platz fĂŒllen.
â Wahr
Verjus ist unvergorener Saft unreifer Trauben und deutlich sauer. Er fĂŒllt den sauren Platz mit einem eigenen, weinigen Duft â manche alkoholfreien Drinks nutzen ihn genau dafĂŒr.
FĂŒr Zesten und Zitronenscheiben im Glas kaufst du Zitronen. Auf dem Schild steht âkonserviert mit Imazalil, gewachst". Was folgt?
â FĂŒr die Schale andere FrĂŒchte nehmen
â Kein Problem, heiĂes Wasser spĂŒlt alles ab
â Kein Problem, das betrifft nur den Saft
Behandelte Schalen sind nicht zum Verzehr gedacht, auch gewaschen nicht. FĂŒr Zeste und Scheibe im Drink: Bio-FrĂŒchte oder solche mit âSchale zum Verzehr geeignet" (Verbraucherzentrale). Den Saft kannst du nach grĂŒndlichem Waschen der Frucht trotzdem pressen.
Du baust den Limetten-Minz-Smash einmal mit Limetten-, einmal mit Zitronenachteln. Was Àndert sich vor allem?
â Duft und Herbe, kaum die SĂ€ure
â Vor allem die SĂ€ure
â Nichts, beide FrĂŒchte schmecken gleich
Beide SĂ€fte sind fast gleich sauer. Was sich Ă€ndert, sind die Ăle der Schale und ihre Herbe â beim ZerdrĂŒcken der Achtel kommen sie besonders stark in den Drink.
Du gibst eine Prise ZitronensÀure-Pulver in fertigen Orangensaft. Was Àndert sich?
â Mehr SĂ€ure, aber kein Zitronenduft
â Zitronenduft, aber kaum mehr SĂ€ure
â Nichts, das Pulver löst sich in Saft nicht
ZitronensĂ€ure ist dieselbe SĂ€ure wie im Zitronensaft, aber ohne die Ăle der Schale. Sie hebt die SĂ€ure des Orangensafts, der Duft bleibt Orange â so wird aus Orangensaft ein brauchbarer saurer Platz.