Buttercreme — vier Arten, ein Prinzip
Buttercream — Four Kinds, One Principle
Jede Buttercreme ist dasselbe Prinzip: Fett + Süße + eine Wasserphase, zusammengehalten als Emulsion. Vier Arten teilen sich die Arbeit — amerikanisch (Butter + Puderzucker: schnell, sehr süß, bildet eine Kruste, wenig hitzestabil), Swiss Meringue (Eiweiß und Zucker erwärmt, aufgeschlagen, dann Butter hinein: seidig, weniger süß), italienisch (heißer Sirup in den Eischnee: am stabilsten, am schwersten) und die deutsche (Pudding + Butter: die klassische Tortenfüllung). Die eigentliche Kompetenz ist die Wahl der Art zum Zweck — warmes Sommerfest oder scharf gespritzte Borte. Mehr dazu in der Chemie → Lösungen und Emulsionen.
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (2)
In der Schüssel: Eiweiß und Zucker wurden über Wasserdampf erwärmt, aufgeschlagen, dann kam stückchenweise weiche Butter hinein. Welche Creme ist das?
Auftrag: Die klassische Füllung für Omas Geburtstagstorte — sie soll nach Vanillepudding schmecken. Welche Creme wählst du?
Tauschst du auf einer Torte amerikanische Creme gegen Swiss Meringue, wird die Torte weniger süß.
In der Schüssel: Heißer Zuckersirup läuft in einem dünnen Strahl in den steifen Eischnee, danach kommt die Butter. Welche Creme ist das?
Auftrag: Gartenfest bei 30 Grad, die Torte steht den ganzen Nachmittag draußen. Welche Creme wählst du?
Auftrag: Die gespritzten Tupfen sollen an der Luft eine feine Kruste bilden. Welche Creme wählst du?
Amerikanische Buttercreme besteht nur aus Butter und Puderzucker — Wasser steckt gar keins darin.
Beim Sommerfest schmilzt eine Borte aus amerikanischer Buttercreme früher als eine aus italienischer.