Lektüre — Cicero (Reden, Briefe) und Ovid
Reading — Cicero (speeches, letters) and Ovid
Die zweite Autorenphase: Ciceros Reden (In Catilinam im Reader) mit der ausgebauten Periode, rhetorischen Fragen und Klimax — danach Dichtung (Ovid) mit freier Wortstellung und Metrik. Die Interferenzpunkte sind die Perioden-Architektur und der poetische Satzbau. Das Kind übersetzt Kernstellen aus In Catilinam I–II (Deponens mit Ablativ, AcI, Gerundivum), benennt rhetorische Mittel an konkreten Stellen und sucht bei Ovid die Kongruenzpartner. Zielort: die Ovid-Lektüre (Metamorphosen) der Oberstufe und das Latinum.
Voraussetzungen (3)
Wie übersetzt man „O tempora, o mores!" (Cat. I 2)?
Welche Stelle ist eine rhetorische Frage?
In „Quo usque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?" steht „Catilina" im Vokativ.
Ergänze Cat. I 4: „Vivis, et vivis non ad deponendam, sed ad confirmandam ___." (die Frechheit — audacia)
Wie übersetzt man „Quo usque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?" (Cat. I 1)
Welche Stelle ist eine Anapher?
Welcher Satz zeigt die freie Wortstellung der Dichtung?
„patientia nostra" ist in Ciceros erstem Satz das Akkusativobjekt von abutere.
Wie übersetzt man „Senatus haec intellegit, consul videt; hic tamen vivit." (Cat. I 2)
Welche Stelle ist ein Asyndeton mit Steigerung (Klimax)?
Wie übersetzt man Ovids „In nova fert animus mutatas dicere formas corpora"?
Wie übersetzt man „Patere tua consilia non sentis?" (Cat. I 1)