Simulieren statt rechnen
Simulating instead of calculating
Was sich nicht berechnen lässt, spielt man nach: Ein Zufallsgerät (Zufallsziffern, Würfel, Rad) bildet das Experiment nach, jeder Durchgang wird ausgewertet, und die relative Häufigkeit vieler Durchgänge ist ein Näherungswert für die Wahrscheinlichkeit. Am Beispiel der vertauschten Briefe: Zuordnung wählen, Ablauf festlegen, Serien vergleichen. Räumt aus, dass eine Simulation den exakten Wert liefert oder dass eine kurze Serie genügt. Bereitet Geburtstagsproblem, Ziegenproblem und die Monte-Carlo-Methode vor.
Das Experiment nachbauen
Manche Wahrscheinlichkeiten lassen sich nicht berechnen. Dann bildet man das Experiment mit einem
Vertauschte Briefe
Sechs Briefe werden zufällig in sechs beschriftete Umschläge gesteckt. Wie wahrscheinlich passt kein einziger Brief? Rechnen ist schwer,
Nachspielen einfach: Man mischt sechs nummerierte Karten und prĂĽft, ob Karte k an Platz k liegt. Ein
Ein SchĂĽtze trifft mit der Wahrscheinlichkeit 30 %. Ein Schuss wird mit einer Zufallsziffer von 0 bis 9 simuliert (jede Ziffer gleich wahrscheinlich). Welche Zuordnung passt?
Ein Ereignis mit der Wahrscheinlichkeit 0,25 lässt sich mit einem normalen Würfel genau simulieren.
Eine Familie mit drei Kindern soll simuliert werden (Junge oder Mädchen je 1/2). Welches Zufallsgerät bildet ein Kind richtig nach?
Eine Simulation hatte 200 Durchgänge, in 74 davon trat das Ereignis ein. Welche Näherung ergibt sich für seine Wahrscheinlichkeit?
Bei der Simulation „Augensumme 7 mit zwei Würfeln“ ist ein Durchgang ein Wurf beider Würfel, dessen Summe ausgewertet wird.
Zwei Klassen simulieren dasselbe Ereignis. Klasse A macht 100 Durchgänge und erhält h = 0,31, Klasse B macht 5000 Durchgänge und erhält h = 0,367. Welchem Wert vertraut man mehr?
Zwei Gruppen führen dieselbe Simulation mit je 1000 Durchgängen aus. Ihre Werte für h können sich voneinander unterscheiden.
Ein Ereignis hat die Wahrscheinlichkeit 0,6 und wird mit einer Zufallsziffer von 0 bis 9 simuliert. Wie viele der zehn Ziffern zählt man als Treffer?
Bei 500 Durchgängen trat das Ereignis 140-mal ein. Wie groß ist die relative Häufigkeit?
Ein Ereignis hat die Wahrscheinlichkeit 0,37. Bei 2000 Durchgängen erwartet man etwa wie viele Treffer?
Zweistellige Zufallszahlen von 00 bis 99 sollen ein Ereignis mit der Wahrscheinlichkeit 0,35 simulieren. Wie viele dieser 100 Zahlen zählen als Treffer?
Drei Kinder werden simuliert; jede Ziffer steht für ein Kind, und die Ziffern 0 und 1 bedeuten „krank“ (P = 0,2). Die Tabelle zeigt fünf Durchgänge zu je drei Ziffern. In wie vielen Durchgängen ist mindestens ein Kind krank?
Eine Familie hat drei Kinder, Junge und Mädchen sind je gleich wahrscheinlich. Entwirf eine Simulation für „mindestens zwei Mädchen“: Nenne ein Zufallsgerät samt Zuordnung, beschreibe einen Durchgang und wie du die Näherung bestimmst. Werte dann diese zehn Durchgänge aus (M = Mädchen, J = Junge): MMJ, JJJ, JMJ, MMM, JMM, JJM, MJJ, JJJ, MJM, JJM. Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.
Bei der Simulation der vertauschten Briefe trat „kein Brief passt“ in 1200 Durchgängen 440-mal ein. Welche Näherung ergibt sich für die Wahrscheinlichkeit? Gib sie auf drei Nachkommastellen gerundet an.