Die Integralfunktion
The integral function
Lässt man die obere Grenze eines Integrals wandern, entsteht die Integralfunktion Iₐ(x) = ∫ₐˣ f(t) dt: die Bilanz zwischen a und x als Funktion von x. Der Abschnitt zeigt ihre Werte an Beispielen, ihren Verlauf (sie steigt, wo f positiv ist, und fällt, wo f negativ ist) und die Rolle der unteren Grenze, die den Graphen nur senkrecht verschiebt. Er räumt zwei Fehlvorstellungen aus: „Iₐ(x) ist der Funktionswert f(x)“ und „Iₐ steigt, wo f steigt“. Er bereitet den Hauptsatz und das Zeichnen des Graphen von Iₐ aus dem Graphen von f vor.
Die obere Grenze wandert
Bei der Flächenbilanz hast du die Grenze b von
Die Spur ist der Graph einer neuen Funktion. Sie ordnet jedem x die Bilanz zwischen der festen unteren Grenze a und x zu und heißt Integralfunktion:
Gelesen: „I a von x“. Im Bild ist a = 0, und die Werte stehen im Chip:
Steigen und Fallen
Die Spur von eben fällt bis x = 2 und steigt danach. Links von 2 ist f negativ: Jeder Schritt nach rechts fügt
negative Fläche hinzu, und die
Bei
Die untere Grenze
Eine andere untere Grenze ergibt eine andere Integralfunktion, aber nur um eine Konstante verschoben. Das folgt aus
der Zerlegungsregel für Integrale:
Beispiel mit der Spur von oben: Für
Die Integralfunktion sammelt Fläche ein, und ihre Spur steigt mal steil, mal flach. Wie schnell wächst sie, wenn x um ein kleines Stück weiterrückt?
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Es sei f(t) = 2t und I₁(x) = ∫₁ˣ f(t) dt. Welches Integral ist I₁(4)?
Für f(t) = t und I₀(x) = ∫₀ˣ t dt gilt I₀(4) = 8.
Im Bild ist die Bilanz von f(t) = t − 2 zwischen 0 und einer wandernden oberen Grenze markiert. Welcher Wert der Integralfunktion I₀ wird gezeigt?
Für f(t) = t − 2 sei I₀(x) = ∫₀ˣ f(t) dt. Wie groß ist I₀(3)?
Für f(t) = t + 1 ist I₀(2) = f(2).
Die Funktion f(t) = (t − 1)(t − 3) hat die Nullstellen 1 und 3. Was passiert mit der Integralfunktion I₀ an der Stelle x = 2?
Für f(t) = t − 2 steigt die Integralfunktion I₀ an der Stelle x = 1, denn f steigt dort.
Für f(t) = 2t ist I₀(x) = x² und I₂(x) = x² − 4. Um wie viel liegt der Graph von I₂ überall unter dem Graphen von I₀?
Für f(t) = 5 gilt I₃(3) = 0.
Es sei f(t) = 3 und I₀(x) = ∫₀ˣ 3 dt. Berechne I₀(4).
Für f(t) = t − 2 sei I₂(x) = ∫₂ˣ f(t) dt. Berechne I₂(5).
Für f(t) = t − 2 sei I₀(x) = ∫₀ˣ f(t) dt. An welcher Stelle x hat I₀ sein Minimum?
Es gilt I₀(5) = 12 und I₀(2) = 3. Berechne I₂(5) = ∫₂⁵ f(t) dt.
Es sei f(t) = 2t und I₁(x) = ∫₁ˣ f(t) dt. Berechne I₁(3) mit der Trapezfläche.
Für f(t) = t − 1 sei I₀(x) = ∫₀ˣ f(t) dt. Für welches x > 0 ist I₀(x) = 0?
Für f(t) = 6 − 2t sei I₀(x) = ∫₀ˣ f(t) dt. Wie groß ist der größte Wert von I₀?
Es sei f(t) = t − 3 und I₀(x) = ∫₀ˣ f(t) dt. Skizziere den Graphen von f, berechne I₀(1), I₀(3), I₀(6) und I₀(8) mit Flächen und beschreibe damit den Verlauf von I₀ (fallend, steigend, Minimum). Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.
Für f(t) = t gilt I₀(x) = x²/2. Berechne I₄(6) = ∫₄⁶ t dt.