Regeln kombinieren
Combining the rules
Bei zusammengesetzten Termen entscheidet die zuletzt ausgeführte Rechenart über die erste Regel: Summe, Produkt oder Verkettung, der Rechenbaum macht sie sichtbar. Am Beispiel x·e^(−kx) greift innerhalb der Produktregel für den zweiten Faktor die Kettenregel. Der Abschnitt räumt aus, die Kettenregel auf das ganze Produkt anzuwenden und die 2 aus dem Exponenten vor den Term zu ziehen, und übt das Ausklammern von e^(g(x)) samt Nullprodukt. Er bereitet die Untersuchung von Verknüpfungen mit eˣ vor.
Die äußerste Rechenart
Bei zusammengesetzten Termen entscheidet die zuletzt ausgeführte Rechenart, welche Regel zuerst kommt: eine Summe verlangt die Summenregel, ein Produkt die Produktregel, eine Verkettung die Kettenregel. Der Rechenbaum von
Produkt mit Kette
Mit
Die innere Ableitung −2 gehört nur zum zweiten Summanden, nicht vor das ganze Produkt. Ausgeklammert sieht man: f′ ist null bei x = 0,5; dort ist die Tangente waagerecht, und f(0,5) = 0,5·e⁻¹ ≈ 0,18. Im Bild entspricht k = 2 diesem Beispiel.
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (1)
Der erste Ableitungsschritt für f(x) = (x² + 1)·e^(2x) ist:
Der Rechenbaum gehört zu f(x) = x² + e^(3x). Welche Ableitung hat f?
Der Rechenbaum gehört zu f(x) = (x² + 1)·e^(2x). Ganz oben steht ein Malzeichen, f ist also zuerst ein Produkt.
Welche Ableitung hat f(x) = x·e^(−3x)?
Bei f(x) = x·e^(2x) darf man die 2 aus dem Exponenten vor das ganze Produkt ziehen: f′(x) = 2·x·e^(2x).
Bei welchem x hat der Graph von f(x) = x·e^(−x) eine waagerechte Tangente?
Die Produktregel liefert f′(x) = e^(−x) − x·e^(−x). Welche Form entsteht, wenn man e^(−x) ausklammert?
Die Gleichung (1 − x)·e^(−x) = 0 hat genau die Lösung x = 1.
Berechne f′(0) für f(x) = x² + e^(3x).
Berechne f′(2) für f(x) = x·e^(−x) auf 0,001 genau.
Bestimme die größte Lösung von x·(3 − x)·e^(−x) = 0.
Berechne f′(0) für f(x) = (x + 2)·e^(3x).
Berechne f′(0) für f(x) = (x² + 1)·e^(2x).
Der Graph von f(x) = x²·e^(−x) hat für x > 0 genau eine waagerechte Tangente. Bei welchem x liegt sie?
Leite f(x) = (x² + 1)·e^(2x) ab und klammere e^(2x) aus. Zeige, dass f′(x) für alle x positiv ist, der Graph also keinen Hoch- oder Tiefpunkt hat. Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.