Drink-Familien — wenige Baupläne, viele Drinks

Drink Families — Few Blueprints, Many Drinks

Kochen und Backen Klasse 9 13 Aufgaben
BarGetränkeVerhältnisKomponenten

Du ordnest ein Dutzend alkoholfreie Drinks — Zitronenlimonade, Apfelschorle, Tee-Sour, Holunder-Spritz, Limetten-Minz-Smash, Hibiskus-Punsch, Chai-Flip — in wenige Baupläne ein und benennst jeden Platz: Basis, Sauer, Süß, Verlängerer, Bitter, Ei oder Sahne. Sour, Highball, Aromatisch-Gerührt, Flip, Spritz und Fizz, Smash, Punsch: Jeder neue Drink ist ein alter Bauplan mit einem neu besetzten Platz. Das räumt mit „jeder Drink ist ein eigenes Rezept" und „einfach den Alkohol weglassen" auf — wer die Basis streicht, statt sie mit Tee oder Ingwer neu zu besetzen, bekommt dünnen süßen Saft. Bereitet die Süß-Sauer-Balance, die eigene Getränkekarte und die Klassiker als Strukturgeschichte vor.

Leicht
Wahr / Falsch #1 12s â–¶ Testen

Eine Apfelschorle, im Glas aus Apfelsaft und Sprudel gebaut, ist nach ihrem Bauplan ein Highball.

âś“ Wahr
Eine Basis mit Geschmack (der Saft) plus ein sprudelnder Verlängerer, direkt im Glas gebaut: genau der Highball-Bauplan. Die Schorle ist der deutsche Alltags-Highball.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Du baust einen Holunder-Spritz: 20 ml HolunderblĂĽtensirup, 10 ml Limettensaft, 150 ml Sprudel, Minze, im Weinglas mit Eis. Welchen Platz besetzt der Sprudel?

  • â—Ź Den Verlängerer, der Kohlensäure bringt
  • â—‹ Die Basis, die dem Drink den Geschmack gibt
  • â—‹ Den sauren Platz als Gegengewicht zum Sirup
Geschmack und Süße bringt der Sirup, die Säure die Limette. Der Sprudel verlängert und bringt die Kohlensäure — der Spritz-Bauplan: aromatische Basis plus viel Sprudelndes im Weinglas.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

HeiĂźer Kinderpunsch aus Tee, Saft, Zitrone, Zucker und GewĂĽrzen folgt demselben Bauplan wie ein kalter Punsch aus der Bowle.

âś“ Wahr
Sauer, süß, stark, schwach und Gewürz im großen Gefäß — der Punsch-Bauplan bleibt derselbe, ob heiß im Topf oder kalt mit einem großen Eisblock in der Bowle.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Im KĂĽhlschrank stehen Zitronensaft, Honigsirup und kalter Pfefferminztee, sonst nichts. Welchen Drink kannst du daraus bauen?

  • â—Ź Einen Sour
  • â—‹ Einen Highball
  • â—‹ Einen Flip
Tee als Basis, Zitrone sauer, Honigsirup süß: Alle drei Plätze des Sours sind besetzt. Für den Highball fehlt der Sprudel, für den Flip Ei oder Sahne.
Mittel
Multiple Choice #1 18s â–¶ Testen

Du rührst 30 ml Zitronensaft, 30 ml Zuckersirup und 150 ml Sprudel zusammen — eine Zitronenlimonade. Nach welchem Bauplan ist sie gebaut?

  • â—Ź Ein Sour, mit Sprudel verlängert
  • â—‹ Ein Highball mit Sprudel
  • â—‹ Gar keiner, Limonade ist kein Mixdrink
Sauer (Zitrone) gegen süß (Sirup), dazu Wasser: Das ist der Sour-Bauplan, mit Sprudel verlängert — die Familie Fizz oder Collins. Sprudel allein macht noch keinen Highball; der hat keinen Sauer-Süß-Platz, sondern eine Basis plus Kohlensäure.
Multiple Choice #2 18s â–¶ Testen

Du willst einen Sour ohne Alkohol und lässt die Basis einfach weg: nur Zitrone, Sirup und Eis. Er schmeckt dünn und süß. Was fehlt?

  • â—Ź Eine neue Basis, etwa kalter starker Tee
  • â—‹ Mehr Sirup, damit er voller schmeckt
  • â—‹ Mehr Eis, damit er kälter und frischer wirkt
Im Sour-Bauplan ist die Basis der größte Teil — sie bringt Körper und Biss. Wer sie streicht, behält nur gesüßten Saft. Alkoholfrei heißt: den Platz neu besetzen, mit starkem Tee, Ingwer oder Rauchtee, nicht ihn leer lassen.
Zahleneingabe #3 25s â–¶ Testen

FĂĽr 2 Liter Hibiskus-Punsch nimmst du die ĂĽberlieferte Punsch-Regel: 1 Teil sauer, 2 Teile sĂĽĂź, 3 Teile stark, 4 Teile schwach. Wie viele Milliliter starker Hibiskustee (der starke Teil) kommen hinein? (nur die Zahl)

âś“ Antwort: 600
1 + 2 + 3 + 4 = 10 Teile, also 2000 ml ÷ 10 = 200 ml pro Teil. Drei Teile stark sind 600 ml Tee. Im Reim, der erst im 19. Jahrhundert gedruckt wurde, lange nach dem ersten Punsch, stand "stark" für Alkohol; im alkoholfreien Punsch trägt starker Tee denselben Platz.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Du schĂĽttelst 60 ml Chai-Konzentrat, 15 ml Ahornsirup und ein pasteurisiertes Ei. Welcher Platz macht den Drink zum Flip?

  • â—Ź Das ganze Ei fĂĽr Körper und Schaum
  • â—‹ Der Ahornsirup statt einfachem Zuckersirup
  • â—‹ Der Chai als Basis
Basis und Süße haben viele Familien. Den Flip macht das ganze Ei oder die Sahne: Sie geben Körper und Schaum. Ohne Ei oder Sahne wäre derselbe Drink ein gesüßter Gewürztee auf Eis.
Multiple Choice #5 18s â–¶ Testen

Du zerdrĂĽckst Limettenachtel und Minze mit Sirup im Glas, fĂĽllst Crushed Ice und einen Schuss Sprudel auf. Welcher Bauplan ist das?

  • â—Ź Ein Smash, halb Sour und halb Highball
  • â—‹ Ein Highball, weil Sprudel drin ist
  • â—‹ Ein Punsch, weil viel Frucht drin ist
Zerstoßene Frucht und Kräuter (sauer, Aroma), Sirup (süß), Crushed Ice und ein Schuss Sprudel: Der Smash ist ein Zwitter aus Sour und Highball. Den Punsch macht nicht die Frucht, sondern das Vier-Teile-Verhältnis im großen Gefäß.
Wahr / Falsch #6 15s â–¶ Testen

Deine Freundin erfindet einen Drink aus kaltem Rooibos, Orangensaft, Zitronensaft und Honigsirup. Weil es ihn nirgends gibt, gehört er zu keiner Familie.

âś“ Falsch
Neue Drinks sind alte Baupläne mit neu besetzten Plätzen: Rooibos und Orange sind die Basis, Zitrone der saure, Honigsirup der süße Platz — ein Sour. Erfinden heißt meist, einen Platz neu zu füllen.
Wahr / Falsch #7 15s â–¶ Testen

Ersetzt du im Tee-Sour den kalten Tee durch Apfelsaft, brauchst du ein ganz neues Rezept, weil ein anderer Drink entsteht.

âś“ Falsch
Der Bauplan bleibt: Basis, sauer, süß. Nur die Basis ist neu besetzt. Weil Apfelsaft selbst süß ist, nimmst du vielleicht weniger Sirup — das ist Abschmecken, kein neues Rezept.
Schwer
Multiple Choice #1 18s â–¶ Testen

Kalter, doppelt starker Rauchtee, ein Teelöffel Sirup, eine Prise Salz und eine Orangenzeste, auf einem großen Eiswürfel gerührt. Zu welcher Familie gehört der Drink?

  • â—Ź Aromatisch-gerĂĽhrt, wenig SĂĽĂźe und Bitteres
  • â—‹ Sour, weil schwarzer Tee die Säure mitbringt
  • â—‹ Highball, weil das Schmelzwasser ihn verlängert
Keine Zitrone, kein Sprudel: Eine kräftige Basis mit wenig Süße und etwas Herbem, gerührt auf einem großen Würfel — der aromatische Bauplan. Tee ist herb, nicht sauer, und das Schmelzwasser gehört zu jedem Drink auf Eis.
Multiple Choice #2 18s â–¶ Testen

Im Orangen-Earl-Grey-Sour ersetzt ein Orangenschalen-Sirup den einfachen Zuckersirup. Was ändert sich am Bauplan?

  • â—Ź Nichts, der sĂĽĂźe Platz trägt jetzt auch Aroma
  • â—‹ Er wird ein Punsch, weil so ein Sirup dorthin gehört
  • â—‹ Er wird ein Flip, weil der Sirup Körper gibt
Es bleibt ein Sour: Basis, sauer, süß. Nur der süße Platz ist jetzt mit einem Sirup besetzt, der zugleich Aroma bringt — die Bar nennt das einen verstärkten Sour. Körper macht erst Ei oder Sahne.