Kohlensäure — die Perlen im Glas halten

Carbonation — Keeping the Bubbles in the Glass

Kochen und Backen Klasse 9 12 Aufgaben
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Du baust zwei Paare Highballs — kalter gegen zimmerwarmen Sprudel, kräftig gerührt gegen ein einziges Anheben des Barlöffels — und vergleichst die Perlen nach fünf Minuten. Kohlendioxid löst sich bei 20 °C nur etwa halb so gut wie bei 0 °C: Alles und auch das Glas vorkühlen, Eis zuerst, Sprudel zuletzt am Löffel entlang eingießen, einmal anheben, nie schütteln. Die Schorle ist ein gebauter Highball und folgt denselben Regeln. Das räumt mit „warmer Sprudel ist egal, das Eis kühlt ihn" und „Sprudel rein, kräftig rühren" auf. Bereitet Highball, Spritz, Fizz, die Limonade und die eigene Getränkekarte vor.

Leicht
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Der Sprudel stand den ganzen Tag bei 25 °C im Raum. Du gießt ihn für einen Highball auf Eis. Was passiert?

  • â—Ź Er schäumt auf und verliert viel Kohlensäure
  • â—‹ Nichts, das Eis kĂĽhlt ihn sofort herunter
  • â—‹ Er perlt länger, warme Kohlensäure ist aktiver
Warmes Wasser hält viel weniger CO₂ gelöst als kaltes. Der warme Sprudel gibt sein Gas schon beim Eingießen ab — bis das Eis ihn gekühlt hat, sind die Perlen weg. Darum kommt der Sprudel kalt aus dem Kühlschrank.
Sortieren #2 20s â–¶ Testen

Du baust eine Apfelschorle direkt im Glas. In welcher Reihenfolge arbeitest du?

✓ Antwort: Glas mit Eis füllen, Kalten Apfelsaft eingießen, Kalten Sprudel am Löffel entlang aufgießen, Einmal mit dem Barlöffel anheben
Eis zuerst, dann der stille Teil, der Sprudel zuletzt und sanft, danach nur ein einziges Anheben zum Mischen. So bleibt so viel Kohlensäure wie möglich im Glas.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

Für den Holunder-Spritz schüttelst du den Sprudel gleich mit Sirup und Limette im Shaker, dann ist alles schön kalt.

âś“ Falsch
Sprudel wird nie geschüttelt: Die Kohlensäure entweicht, und im Shaker baut sich Druck auf, der ihn aufsprengen kann. Nur Sirup und Limette dürfen in den Shaker; der Sprudel kommt zuletzt ins Glas.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Eis und Saft sind im Glas, du öffnest den kalten Sprudel. Wie gießt du ihn ein?

  • â—Ź Langsam am Barlöffel oder an der Glaswand entlang
  • â—‹ Aus groĂźer Höhe, damit er sich von selbst mischt
  • â—‹ Schnell in die Mitte direkt auf die EiswĂĽrfel
Je sanfter der Sprudel fließt, desto weniger Gas wird herausgeschlagen. Am Löffel oder an der Wand entlang gleitet er ins Glas, statt aufzuprallen und zu schäumen.
Wahr / Falsch #5 12s â–¶ Testen

Ein vorgekühltes Glas hilft, die Perlen länger im Highball zu halten.

âś“ Wahr
Ein warmes Glas wärmt den Drink an der Wand an, und dort entweicht das Gas zuerst. Vorgekühlt bleibt alles nahe 0 °C, wo das Wasser die meiste Kohlensäure hält.
Wahr / Falsch #6 12s â–¶ Testen

Du baust die Highballs schon vor der Bestellung, damit es schneller geht. Nach zehn Minuten sind sie noch genauso spritzig.

âś“ Falsch
Aus einem offenen Glas entweicht die Kohlensäure laufend, und das Eis schmilzt. Gebaute Drinks werden auf Bestellung gemacht; vorbereiten lassen sich nur die stillen Zutaten.
Multiple Choice #7 12s â–¶ Testen

Du gieĂźt erst den Sprudel ins leere Glas und gibst dann die EiswĂĽrfel hinein. Was passiert?

  • â—Ź Es schäumt stark, und viele Perlen gehen verloren
  • â—‹ Nichts, die Reihenfolge ist fĂĽr die Perlen egal
  • â—‹ Der Sprudel wird so besonders schnell und gut kalt
Hineinfallende Würfel wirbeln den Sprudel auf und treiben das Gas aus. Eis zuerst, Sprudel zuletzt und sanft: So bleibt die Kohlensäure im Glas.
Mittel
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Wasser löst bei 0 °C etwa 3,3 g CO₂ pro Kilogramm, bei 20 °C etwa 1,7 g. Wie viel der kalten Menge hält Wasser bei 20 °C noch?

  • â—Ź Etwa die Hälfte
  • â—‹ Fast alles
  • â—‹ Etwa ein Zehntel
1,7 g von 3,3 g sind gut die Hälfte (Carroll, Slupsky und Mather 1991). Zwischen Kühlschrank und Zimmer halbiert sich also fast, was ein Getränk an Kohlensäure halten kann.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Du baust eine Limonade: Sirup und Zitrone unten, der Sprudel obendrauf. Der Sirup liegt noch am Boden. Was tust du?

  • â—Ź Einmal mit dem Barlöffel von unten anheben
  • â—‹ Eine halbe Minute kräftig rĂĽhren
  • â—‹ Das Glas zuhalten und kurz durchschĂĽtteln
Ein Anheben vom Boden mischt den schweren Sirup nach oben, ohne viel Gas herauszuschlagen. Jede weitere Bewegung treibt Kohlensäure aus, Schütteln am meisten.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

FĂĽr den Zitronen-Fizz schĂĽttelst du Zitrone, Sirup und Aquafaba. Wann kommt der Sprudel dazu?

  • â—Ź Zum Schluss, direkt ins Glas obendrauf
  • â—‹ Gleich zu Beginn mit den anderen in den Shaker
  • â—‹ Vorher ins Glas, der Rest darauf
Der Fizz ist ein geschüttelter Sour, der im Glas mit Sprudel aufgefüllt wird. Der Sprudel kommt zuletzt und sanft, damit die Kohlensäure nicht im Shaker oder beim Daraufgießen verloren geht.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Für den Hibiskus-Punsch am Nachmittag mischst du schon morgens alles in der Bowle vor, auch den Sprudel. Wie ist er, wenn die Gäste kommen?

  • â—Ź Flach — der Sprudel gehört erst beim Servieren hinein
  • â—‹ Noch spritzig, weil die Kälte im KĂĽhlschrank alles hält
  • â—‹ Spritziger, weil alles lange durchgezogen ist
Vorbereiten darfst du den stillen Teil: Saft, Sirup, Tee. Der Sprudel verliert mit der Zeit sein Gas, auch kalt. Er kommt erst kurz vor dem Servieren in die Bowle.
Wahr / Falsch #5 15s â–¶ Testen

Frischer Sprudel schmeckt leicht säuerlich, weil gelöstes Kohlendioxid mit dem Wasser etwas Kohlensäure bildet.

âś“ Wahr
Ein kleiner Teil des gelösten CO₂ reagiert mit Wasser zu Kohlensäure — daher der Name und der leicht säuerliche Biss. Wird der Sprudel schal, verschwindet mit dem Gas auch dieser Biss.