Die lange Gare — Geschmack und Verdaulichkeit
The Long Ferment — Flavour and Digestibility
Eine lange, kühle Gare über Stunden bis Tage baut Geschmack und Teigstärke auf: Hefe und Milchsäurebakterien arbeiten langsam und geben dem Teig ein Aroma, das eine schnelle Gare nie erreicht. Nebenbei wird die Pizza bekömmlicher, weil die lange Reifung mit Milchsäurebakterien einen Teil der schwer verdaulichen Zuckerketten (FODMAPs) abbaut. Ein starkes Mehl ist die Bedingung dafür, denn nur es hält die lange Gare aus, ohne weich zu werden. Mehr dazu in der Biologie → Stoffwechselphysiologie.
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Zwei Teige aus demselben Rezept: einer ist nach zwei Stunden fertig, der andere nach zwei Tagen im KĂĽhlschrank. Welcher schmeckt aromatischer?
Du willst den Teig drei Tage kĂĽhl reifen lassen. Welches Mehl passt dazu?
Du nimmst den Teig aus starkem Mehl nach der langen kĂĽhlen Gare aus dem KĂĽhlschrank. Wie fĂĽhlt er sich im Vergleich zu vorher an?
Ein Teig, der zwei Tage im KĂĽhlschrank gereift ist, schmeckt aromatischer als einer aus derselben SchĂĽssel, der nur eine Stunde gegangen ist.
Deine Pizza schmeckt fad, und der Teig war beim Ă–ffnen straff und lieĂź sich kaum ziehen. Was hast du wahrscheinlich weggelassen?
Ein Gast sagt, ihm liegt Pizza oft schwer im Magen. Wie machst du den Teig bekömmlicher?
Zwei Pizzen, eine aus schneller, eine aus langer kühler Gare: die aus der langen Gare ist meist bekömmlicher.
Ein Teig aus schwachem Mehl mit wenig Protein bleibt auch nach drei Tagen kĂĽhler Gare fest und gut formbar.