Legieren — Eigelb und Sahne in die heiße Suppe
Finishing with a Liaison — Yolk and Cream into Hot Soup
Du vollendest eine Samtsuppe mit einer Legierung aus Eigelb und Sahne: mit etwas heißer Suppe temperiert, vom Herd gezogen eingerührt. Mit Sahne hält das Eigelb bis etwa 82–85 °C (Gisslen); heiß gehalten wird mit mindestens 60 °C (BfR; DIN 10508), in der Praxis oft 65 °C, aber nie mehr gekocht. Das verhindert die grießige Suppe nach dem „kurz aufkochen“. Bereitet Samtsuppen, Frikassee und das Warmhalten vor.
Voraussetzungen (1)
Dein Kollege rührt kurz vor dem Servieren einen Schuss Sahne in die Velouté und sagt: „Legiert.“ Er hat recht.
Nach dem Legieren lässt du die Suppe noch fünf Minuten kochen, damit das Eigelb durchgart.
Eine zu heiß gewordene legierte Suppe erkennst du an feinen Flöckchen; sie schmeckt grießig statt samtig.
Die Suppe ist legiert. Du schmeckst sie noch einmal ab — Eigelb und Sahne machen sie milder.
Mit der Legierung wird die Suppe sämiger und runder, ohne dass noch Mehl dazukommt.
Die GeflĂĽgelsamtsuppe soll morgen Mittag serviert werden. Was erledigst du heute, was erst morgen?
Im Restaurant bestellen die Gäste die Samtsuppe einzeln, über den ganzen Abend verteilt. Wie legierst du?
Die legierte Suppe steht am Pass im Wasserbad. Wie warm hältst du sie?
Die Samtsuppe soll gleich legiert werden, aber sie sprudelt noch auf der Platte. Was tust du zuerst?
Deine Kollegin kippt die kalte Legierung in einem Schwung in die heiße Suppe, sofort treiben gelbe Flöckchen darin. Was hätte sie vorher tun sollen?
Mit etwas mehr Sahne in der Legierung darfst du die Suppe danach ruhig aufkochen.
Vom Mittag ist legierte Spargelsuppe übrig, abends soll sie wieder heiß auf den Tisch. Wie wärmst du sie auf?