Elektronen im LĂ€ngsfeld
Electrons in a Longitudinal Field
Ein elektrisches Feld beschleunigt freie Elektronen parallel zu den Feldlinien; die Elektronen liefert der glĂŒhelektrische Effekt (Austritt aus Metall bei T > 2000 K), technisch die Elektronenkanone mit Heizspannung, Ringanode und Wehneltzylinder. Der Energieansatz W = qU = ÎE_kin liefert die Geschwindigkeit v = â(2eU/m); als handliche Energieeinheit dient das Elektronenvolt (1 eV = 1,6·10â»Âčâč J), und die Beschleunigung folgt aus a = qE/m. Die mechanischen Analoga freier Fall und senkrechter Wurf tragen die Anschauung. TrĂ€gt Querfeld, Fadenstrahlrohr und alle Beschleuniger des Kapitels.
Können & Ăben
Fadenstrahl-Werkstatt â Elektronen auf Bahnen
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physiksaal
Vier Stationen nach dem Prinzip Vermuten â Beobachten â ErklĂ€ren; die Gruppen rotieren nach etwa 20 Minuten. Sicherheitsblock vorab, fĂŒr alle Stationen verbindlich: Hochspannung! Alle Röhren laufen mit mehreren hundert Volt â verkabelt und eingeschaltet wird ausschlieĂlich von der Lehrkraft bzw. nach ihrer Freigabe; Umbauten nur im spannungsfreien Zustand, Glaskolben nie berĂŒhren, im abgedunkelten Raum Taschen und Kabel aus den Laufwegen. Station 1 â Elektronenkanone und LĂ€ngsfeld. Vermuten: Was macht eine höhere Beschleunigungsspannung mit dem Leuchtfleck? Beobachten: Der Fleck auf dem Schirm wird schĂ€rfer und heller; die Elektronen gewinnen im LĂ€ngsfeld kinetische Energie. ErklĂ€ren: e·U = œ·m·vÂČ â die Spannung stellt die Endgeschwindigkeit ein, nicht eine konstante Kraftdauer. Modellgrenze: Bei sehr hohen Spannungen mĂŒsste relativistisch gerechnet werden. Station 2 â Querfeld: die Parabel. Vermuten: Welche Bahnform entsteht, wenn der schnelle Strahl quer durch das Feld eines Plattenpaars fliegt â Kreis, Knick oder Parabel? Beobachten: Auf dem Schirm der Ablenkröhre krĂŒmmt sich die Leuchtspur parabelförmig; mehr Plattenspannung krĂŒmmt stĂ€rker, mehr Beschleunigungsspannung streckt die Bahn. ErklĂ€ren: Wie beim waagrechten Wurf â konstante Querkraft plus konstante LĂ€ngsgeschwindigkeit ergibt eine Parabel. Modellgrenze: Das Feld ist nur zwischen den Platten homogen; am Rand franst es aus. Station 3 â Fadenstrahlrohr qualitativ: der Kreis. Vermuten â erst ansagen, dann drehen: Was macht mehr Spulenstrom (mehr B) mit dem leuchtenden Kreis, was macht mehr Beschleunigungsspannung U? Beobachten: Mehr B verkleinert den Kreis, mehr U vergröĂert ihn; die Spur bleibt stets ein geschlossener Kreis. ErklĂ€ren: Die Lorentzkraft steht immer senkrecht auf v, verrichtet keine Arbeit und wirkt als Zentripetalkraft â anders als das Querfeld in Station 2, das den Betrag von v Ă€ndert. Station 4 â e/m-Messreihe und Schraubenbahn. Nach dem Protokoll (protocol.physik.fadenstrahlrohr) eine r(U)-Messreihe bei festem B aufnehmen, e/m = 2U/(BÂČrÂČ) berechnen, Mittelwert bilden und mit dem Literaturwert 1,76 · 10ÂčÂč C/kg vergleichen. Zum Abschluss das Rohr in seiner Halterung leicht drehen: Aus dem Kreis wird eine Schraubenlinie. ErklĂ€ren: Nur die Geschwindigkeitskomponente senkrecht zu B wird auf die Kreisbahn gezwungen, die Parallelkomponente lĂ€uft ungestört weiter â dieselbe Bahnform wie beim Sonnenwind entlang der Erdfeldlinien (Polarlicht). Vorbereitung oder Nachbereitung: der Polarlicht-Artikel in der App. Modellgrenze: Das B-Feld des Helmholtz-Paars ist nur im Zentrum ausreichend homogen; groĂe Kreise verlassen diesen Bereich und verfĂ€lschen e/m. Abschluss in der Runde: LĂ€ngsfeld beschleunigt, Querfeld lenkt parabelig ab, Magnetfeld zwingt auf Kreis oder Schraube â welche Bahn gehört zu welchem Feld, und woran erkennt man den Unterschied im Energieumsatz?
physik-experimente-lead
4â16
Alles in diesem Kapitel beginnt mit einer praktischen Frage: Woher
bekommt man freie Elektronen? In einem Metall gibt es
Elektronen im Ăberfluss, aber sie sind gebunden â wer eines
herauslösen will, muss die Austrittsenergie
-
Hitze (glĂŒhelektrischer Effekt): Aus glĂŒhenden
MetalloberflÀchen ab etwa
treten Elektronen aus. - Licht (Photoeffekt): Kurzwelliges Licht schlÀgt Elektronen etwa aus einer Zinkplatte.
- Starke elektrische Felder (Feldemission): Sehr hohe FeldstĂ€rken âreiĂen" Elektronen aus der OberflĂ€che.
Der erste Weg ist der Arbeitspferd-Weg â er steckt in der
Elektronenkanone. Eine
Bevor du am Regler drehst, lege dich fest: Wenn du
Die Anzeige sagt: nein â nur doppelt so schnell. Von
Ein Teilchen mit Ladung
Die Plattengeometrie kĂŒrzt sich vollstĂ€ndig heraus â es zĂ€hlt nur
die durchlaufene Spannung. Das ist der Merksatz: Beim
Durchlaufen der Spannung
Daraus fÀllt auch die praktischste Energieeinheit der Teilchenphysik
ab: Ein Elektronenvolt ist die Energie, die eine
Elementarladung beim Durchlaufen von
Jetzt lÀsst sich die Wurzel aus dem Applet herleiten. Ein anfangs
ruhendes Elektron setzt die gewonnene Energie vollstÀndig in
Bewegung um,
Die
Ein letzter Blick auf die Anzeige
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (2)
In einer Vakuumröhre stehen sich eine Metallkathode und eine Anode gegenĂŒber. In welchem Fall flieĂt ein Strom durch die Röhre?
Neben dem glĂŒhelektrischen Effekt lassen sich freie Elektronen auch durch Licht und durch starke elektrische Felder aus Metallen lösen. Wie heiĂen diese beiden Effekte?
In einer Elektronenkanone wird die Ringanode durch eine volle Metallscheibe ohne Loch ersetzt. Was beobachtet man hinter der Anode?
Ein Elektronenvolt ist die Energie, die ein Elektron beim Durchlaufen der Spannung 1 V gewinnt, und es gilt 1 eV = 1,6·10â»Âčâč J.
Ein Ion mit der Ladung q = 2e durchlÀuft die Beschleunigungsspannung 3 kV. Welche kinetische Energie gewinnt es? (Antwort in keV)
In der Elektronenkanone gibt es die Heizspannung U_H und die Beschleunigungsspannung U_B. Welche Aufgaben haben die beiden?
Die Beschleunigung eines Elektrons parallel zu den Feldlinien entspricht in der Mechanik dem freien ___ mit Anfangsgeschwindigkeit.
In der Elektronenkanone bĂŒndelt der ___ den Elektronenstrahl.
Rechne die Energie 5 keV in Joule um. (1 eV = 1,6·10â»Âčâč J, Antwort in 10â»Âčâ¶ J)
Ein anfangs ruhendes Elektron durchlĂ€uft die Beschleunigungsspannung U = 100 V. Berechne seine Endgeschwindigkeit. (e = 1,6·10â»Âčâč C, m_e = 9,1·10â»ÂłÂč kg, Antwort in 10â¶ m/s, eine Dezimalstelle)
Ein Elektron befindet sich in einem homogenen Feld der StĂ€rke E = 9,1 kV/m. Berechne den Betrag seiner Beschleunigung a = eE/m. (e = 1,6·10â»Âčâč C, m_e = 9,1·10â»ÂłÂč kg, Antwort in 10Âčâ” m/sÂČ)
Ein Elektron fliegt gegen die beschleunigende Feldrichtung an und wird dabei abgebremst. Welches mechanische Analogon passt zu dieser Bewegung?
VergröĂert man bei gleicher Beschleunigungsspannung U den Abstand zwischen Kathode und Anode, so kommen die Elektronen mit geringerer Geschwindigkeit an der Anode an.
Die Beschleunigungsspannung einer Elektronenkanone wird vervierfacht. Wie Àndert sich die Endgeschwindigkeit der Elektronen?