Der elektromagnetische Schwingkreis

The Electromagnetic Oscillating Circuit

Physik Klasse 12 16 Aufgaben
SchwingkreisKerncurriculum

EntlĂ€dt sich ein geladener Kondensator ĂŒber eine Spule statt ĂŒber einen Widerstand, klingt die Spannung nicht einfach exponentiell ab, sondern pendelt gedĂ€mpft hin und her — ein Schwingkreis. Ist der Kondensator leer, ist der Strom maximal, denn die Spule hĂ€lt ihn per Selbstinduktion aufrecht und lĂ€dt den Kondensator entgegengesetzt auf; der Strom stoppt also nicht im Moment der vollstĂ€ndigen Entladung. Der periodische Energieaustausch œCUÂČ â†” œLIÂČ ist ein Energiependel, exakt analog zur mechanischen Federschwingung (Feder ↔ Kondensator, Masse ↔ Spule); der ohmsche Widerstand erklĂ€rt die DĂ€mpfung. TrĂ€gt Thomson-Gleichung, Resonanz und den Hertzschen Dipol.

Können & Üben

Schwingkreis-und-Wellen-Werkstatt — vom LC-Kreis zum Licht

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90 min · once

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Vier Stationen nach dem Prinzip Vermuten – Beobachten – ErklĂ€ren in Kleingruppen, Rotation nach etwa 20 Minuten. Roter Faden: Dieselbe Schwingung, die im LC-Kreis pendelt, lĂ€uft am Ende als Welle durch den Raum — und wird zweimal vermessen, bei 3 cm und bei 650 nm. Station 1 — LC-Entladung am Interface. Vermuten: Der geladene Kondensator wird statt ĂŒber einen Widerstand ĂŒber eine Spule entladen — was zeigt die Spannungskurve? Beobachten: Statt des exponentiellen Abfalls entsteht eine gedĂ€mpfte Schwingung; U und I sind um eine Viertelperiode versetzt. Mit halber KapazitĂ€t steigt die Frequenz um den Faktor Wurzel 2, der Eisenkern in der Spule senkt sie — Thomson-Check gegen T = 2π·Wurzel(L·C). ErklĂ€ren: Feldenergie des Kondensators und des Spulenfelds pendeln hin und her, wie Feder und Masse. Modellgrenze: Der Spulenwiderstand dĂ€mpft — die Thomson-Gleichung gilt streng nur fĂŒr den ungedĂ€mpften Kreis. Sicherheitshinweis: Kondensatoren vor jedem Umbau entladen. Station 2 — Resonanz und RĂŒckkopplung. Vermuten: Der Funktionsgenerator regt den Kreis induktiv an — bei welcher Frequenz wird die Amplitude maximal? Beobachten: Beim Durchfahren der Erregerfrequenz wĂ€chst die Amplitude scharf um f0 herum an; die Resonanzkurve wird punktweise aufgenommen. Dann ĂŒbernimmt der Meißner-Baustein: Die Schwingung hĂ€lt sich selbst ungedĂ€mpft, weil die RĂŒckkopplung im richtigen Takt Energie nachschiebt. ErklĂ€ren: Resonanz heißt Anregung mit der Eigenfrequenz; die RĂŒckkopplung ersetzt den Ă€ußeren Erreger durch Selbststeuerung. Modellgrenze: Auch die Meißner-Schaltung erzeugt keine Energie — sie dosiert nur die Nachlieferung aus der Quelle. Vorbereitung oder Nachbereitung: der Radio-EmpfĂ€nger-Artikel in der App — dort wĂ€hlt genau diese Resonanz aus allen Sendern einen aus. Station 3 — Dipol und Mikrowellenstrecke. Vermuten: Kommt hinter einem Drahtgitter, dessen StĂ€be parallel zum Empfangsdipol stehen, noch Signal an? Und wo liegen vor einer Metallwand die stillen Stellen? Beobachten: Sender und EmpfĂ€nger nur bei paralleler Ausrichtung gekoppelt (lineare Polarisation); das gedrehte Gitter sperrt bzw. öffnet den Weg. Vor der Metallplatte findet der wandernde Empfangsdipol Knoten im Abstand von etwa 1,6 cm — stehende Welle, λ = 3,2 cm; das Sandprisma knickt den Strahl (Brechung). ErklĂ€ren: Der schwingende Dipol strahlt eine Transversalwelle ab, die sich wie Licht reflektieren, brechen und polarisieren lĂ€sst; aus dem Knotenabstand folgt λ = 2 · 1,6 cm. Modellgrenze: Das Empfangssignal misst IntensitĂ€t, nicht FeldstĂ€rke — Knoten heißt "kein Empfang", nicht "kein Feld dahinter". Sicherheitshinweis: Nicht in die Hornantenne blicken. Station 4 — Laser und Gitter. Vermuten: Das Gitter mit der kleineren Gitterkonstante — rĂŒcken seine Leuchtpunkte enger oder weiter auseinander? Beobachten: Hinter dem Gitter erscheint eine Reihe scharfer Maxima; mit Maßband und Schirm-Maßstab werden AbstĂ€nde gemessen und ĂŒber b·sin(α) = k·λ die LaserwellenlĂ€nge bestimmt, dann eine unbekannte Lichtquelle vermessen. ErklĂ€ren: Gleiche Interferenzlogik wie bei den Mikrowellen in Station 3 — nur ist λ hier um den Faktor 50 000 kleiner, darum braucht es Gitter statt Metallplatten. Sicherheitshinweis: Laser nie in Augen oder auf reflektierende FlĂ€chen richten, Strahl unter Augenhöhe fĂŒhren. Abschluss in der Runde: Eine Kette bilden — LC-Kreis, offener Kreis als Dipol, abgestrahlte Welle, Licht. An welcher Stelle der Kette wurde welche GrĂ¶ĂŸe (f, λ, c) gemessen, und passt c = λ·f?

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4–16

Ein Kondensator wird aufgeladen und dann ĂŒber einen Widerstand entladen. Was das Oszilloskop zeigt, kennst du: Die Spannung sinkt, erst schnell, dann immer langsamer, bis die gespeicherte Energie vollstĂ€ndig als WĂ€rme im Widerstand gelandet ist. Nichts Überraschendes.

Jetzt der entscheidende Handgriff: Wir ersetzen den Widerstand durch eine Spule. Sag voraus, was das Oszilloskop nun zeigt — wieder ein Abklingen, nur langsamer? Schneller? Oder etwas ganz anderes?

Entladung ĂŒber Widerstand (links) und ĂŒber Spule (rechts) Entladung ĂŒber Widerstand Entladung ĂŒber Spule

Die Spannung pendelt. Sie fĂ€llt nicht bloß auf null — sie schießt darĂŒber hinaus, wird negativ, kehrt um, wird wieder positiv, und das viele Male, mit immer kleinerer Amplitude. Der Kondensator wird offenbar immer wieder umgeladen, abwechselnd in beide Richtungen. Einen Stromkreis aus Kondensator und Spule nennt man deshalb einen elektromagnetischen Schwingkreis — und die gestrichelte EinhĂŒllende zeigt, dass die Schwingung gedĂ€mpft ist.

Warum schwingt das? Gehen wir eine Periode in vier Schritten durch — und halte bei jedem Schritt kurz inne, was als NĂ€chstes passieren mĂŒsste.

Schritt 1 — der Start ()

t = 0 — Kondensator voll geladen, I = 0 + + + − − − E I = 0, E-Feld maximal

Der Kondensator ist voll geladen: oben Elektronenmangel, unten Überschuss. Die gesamte Energie steckt in seinem elektrischen Feld — . Noch fließt kein Strom. Aber die ĂŒberschĂŒssigen Elektronen der unteren Platte haben jetzt einen Weg: durch die Spule zur oberen.

Schritt 2 — eine Viertelperiode spĂ€ter ()

t = T/4 — Kondensator leer, I maximal I maximal B U_C = 0, B-Feld maximal

Der Ausgleichsstrom ist angelaufen — gebremst, denn die Spule setzt jeder StromĂ€nderung ihre Selbstinduktion entgegen. Genau jetzt, wo der Kondensator leer ist, ist der Strom am grĂ¶ĂŸten, und mit ihm das Magnetfeld der Spule. Die Energie ist vollstĂ€ndig umgezogen: .

Hier sitzt die entscheidende Frage — und die hĂ€ufigste Fehlvorstellung. Der Kondensator ist entladen, die Spannung ist null. MĂŒsste der Strom jetzt nicht aufhören? Lege dich fest, bevor du weiterliest.

Er hört nicht auf. Ein Strom braucht keine Spannung, um zu fließen — er braucht sie nur, um sich zu Ă€ndern. Und die Spule sorgt höchstpersönlich dafĂŒr, dass er weiterfließt: Sobald der Strom abzunehmen versucht, bricht ihr Magnetfeld ein, und das einbrechende Feld induziert nach der Lenzschen Regel eine Spannung, die den Strom aufrechterhĂ€lt. Die Spule wirkt wie ein Schwungrad fĂŒr Ladung. Die Elektronen werden ĂŒber den leeren Zustand hinausgeschoben — auf die andere Platte.

Schritt 3 — die halbe Periode ()

t = T/2 — Kondensator umgekehrt geladen, I = 0 − − − + + + E I = 0, E-Feld maximal — umgepolt

Der nachgeschobene Strom hat den Kondensator verkehrt herum aufgeladen: Jetzt sitzt der ElektronenĂŒberschuss oben. Erst als die Gegenspannung des sich fĂŒllenden Kondensators den Strom vollstĂ€ndig abgewĂŒrgt hat, ist — und die Energie steckt wieder komplett im elektrischen Feld, nur mit umgekehrtem Vorzeichen der Spannung.

Schritt 4 — dreiviertel Periode ()

t = 3T/4 — Kondensator leer, I maximal in Gegenrichtung I maximal B U_C = 0, B-Feld maximal — Strom rĂŒckwĂ€rts

Dasselbe Spiel rĂŒckwĂ€rts: Der umgepolte Kondensator treibt den Strom in die Gegenrichtung, die Spule bremst ihn erst und hĂ€lt ihn dann ĂŒber den Nulldurchgang hinaus aufrecht. Bei ist der Ausgangszustand wieder erreicht — die Schwingung beginnt von vorn.

Was da hin- und herpendelt, ist die Energie. Sie wechselt periodisch zwischen zwei Speichern:

Das ist exakt das Muster des Federpendels — dort pendelt die Energie zwischen Spannenergie der Feder und Bewegungsenergie der Masse. Die Übersetzungstabelle lohnt sich, sie trĂ€gt das ganze Kapitel: Auslenkung Ladung · Geschwindigkeit StromstĂ€rke · Masse InduktivitĂ€t (TrĂ€gheit!) · FederhĂ€rte · Reibung ohmscher Widerstand .

Ziehe die Zeitmarke durch eine volle Periode. Die Anzeigen zeigen Spannung, Strom und die beiden Energieanteile — beobachte die Summe.

Fahre die vier Schritte im Applet ab — bei ist und der Strom maximal, genau wie in Schritt 2. Und die Energiesumme? Sie rĂŒhrt sich nicht: Was das elektrische Feld abgibt, nimmt das magnetische im selben Moment auf. In der RealitĂ€t sinkt die Summe doch, langsam — der ohmsche Widerstand von Draht und Spule verwandelt bei jedem Umlauf ein wenig Schwingungsenergie in WĂ€rme. Das ist die DĂ€mpfung aus dem Eingangsversuch: dieselbe Rolle, die beim Federpendel die Reibung spielt.

Wie schnell das Pendel schwingt — also welche Frequenz der Kreis hat und wovon sie abhĂ€ngt — das klĂ€rt die Thomson-Gleichung im nĂ€chsten Schritt.

Materialien (2)

Physische Manipulativa, die dieses Konzept konkret verankern — optional, gebrĂŒckt zum Symbol.

Leicht
Multiple Choice #1 25s ▶ Testen

Ein geladener Kondensator wird einmal ĂŒber einen Widerstand und einmal ĂŒber eine Spule entladen. Was zeigt das Oszilloskop jeweils an?

  • ● Widerstand exponentielles Abklingen, Spule gedĂ€mpfte Schwingung
  • ○ In beiden FĂ€llen exponentielles Abklingen
  • ○ Widerstand gedĂ€mpfte Schwingung, Spule exponentielles Abklingen
Über den Widerstand nimmt die Spannung monoton ab, bis die Energie in WĂ€rme umgewandelt ist. Über die Spule entsteht dagegen eine gedĂ€mpfte Schwingung, weil die Selbstinduktion den Kondensator entgegengesetzt wieder auflĂ€dt.
Wahr / Falsch #2 20s ▶ Testen

Ist der Kondensator im Schwingkreis vollstÀndig entladen, kommt der Strom im selben Moment zum Stillstand.

✓ Falsch
Falsch! Genau dann ist der Strom maximal. Die Spule hĂ€lt ihn per Selbstinduktion aufrecht, sodass sich der Kondensator anschließend entgegengesetzt auflĂ€dt.
Multiple Choice #3 20s ▶ Testen

Gib an, in welchem Moment die StromstÀrke im ungedÀmpften Schwingkreis maximal ist.

  • ● Wenn der Kondensator gerade vollstĂ€ndig entladen ist
  • ○ Wenn der Kondensator maximal geladen ist
  • ○ Wenn der Kondensator gerade zur HĂ€lfte entladen ist
Ladung und Strom schwingen um eine Viertelperiode versetzt. Ist die Ladung null, sind alle ĂŒberschĂŒssigen Elektronen unterwegs — der Strom ist maximal.
Multiple Choice #4 15s ▶ Testen

Der Kondensator des Schwingkreises ist gerade maximal geladen, der Strom ist null. In welcher Form liegt die Energie in diesem Moment vor?

  • ● VollstĂ€ndig als elektrische Feldenergie des Kondensators
  • ○ VollstĂ€ndig als magnetische Feldenergie der Spule
  • ○ Je zur HĂ€lfte als Feldenergie von Kondensator und Spule
Der Schwingkreis ist ein Energiependel — die Energie wechselt periodisch zwischen dem elektrischen Feld des Kondensators (œCUÂČ) und dem Magnetfeld der Spule (œLIÂČ). Bei maximaler Ladung und I = 0 steckt sie komplett im Kondensator.
Multiple Choice #5 20s ▶ Testen

In der GegenĂŒberstellung mit der mechanischen Federschwingung — welchem Element entspricht die Spule?

  • ● Der trĂ€gen Masse
  • ○ Der Feder
  • ○ Der Reibung
Die Spule widersetzt sich per Selbstinduktion jeder StromÀnderung, so wie die Masse jeder GeschwindigkeitsÀnderung. In der Analogie entspricht L der Masse m.
Multiple Choice #6 20s ▶ Testen

Welcher mechanischen GrĂ¶ĂŸe entspricht die Ladung Q auf dem Kondensator in der Analogie zur Federschwingung?

  • ● Der Auslenkung y
  • ○ Der Geschwindigkeit v
  • ○ Der RĂŒckstellkraft F
Q spielt die Rolle der Auslenkung y, der Strom I = Q̇ entsprechend die der Geschwindigkeit v. Beide Systeme gehorchen derselben Schwingungsgleichung.
Wahr / Falsch #7 15s ▶ Testen

In einer Simulation wird der ohmsche Widerstand des Schwingkreises auf exakt null gesetzt. Die Amplitude der angezeigten Schwingung nimmt trotzdem mit der Zeit ab.

✓ Falsch
Falsch! Die DĂ€mpfung ist gerade die Folge des ohmschen Widerstands. Ohne ihn bleibt die Amplitude konstant — die Simulation zeigt eine ungedĂ€mpfte Schwingung.
Multiple Choice #8 25s ▶ Testen

Der Kondensator ist gerade maximal entgegengesetzt aufgeladen. Wie groß ist in diesem Moment die StromstĂ€rke?

  • ● Null
  • ○ Maximal
  • ○ Halb so groß wie das Maximum
Bei voller Gegenaufladung sind alle Elektronen angekommen und der Strom ist null. Anschließend entlĂ€dt sich der Kondensator erneut ĂŒber die Spule — der Zyklus beginnt in Gegenrichtung.
Mittel
LĂŒckentext #1 10s ▶ Testen

Ein Stromkreis aus Kondensator und Spule, in dem elektromagnetische Schwingungen stattfinden können, heißt ___.

✓ Antwort: Schwingkreis
Kondensator und Spule bilden einen elektromagnetischen Schwingkreis. Energie pendelt darin periodisch zwischen beiden Bauteilen hin und her.
Zahleneingabe #2 40s ▶ Testen

Berechne die im Kondensator gespeicherte Energie E = œ·C·UÂČ fĂŒr C = 20 ”F und U = 10 V. (Antwort in Millijoule)

✓ Antwort: 1
E = œ · 20·10⁻⁶ F · (10 V)ÂČ = œ · 20·10⁻⁶ · 100 J = 10⁻³ J. Das ist genau 1 mJ.
Zahleneingabe #3 40s ▶ Testen

Im Moment maximalen Stroms steckt die gesamte Energie im Magnetfeld der Spule. Berechne E = œ·L·IÂČ fĂŒr L = 2 H und I = 0,5 A. (Antwort in Joule)

✓ Antwort: 0.25
E = œ · 2 H · (0,5 A)ÂČ = 1 · 0,25 J = 0,25 J. Beim ungedĂ€mpften Schwingkreis ist das zugleich die maximale Energie des Kondensators.
LĂŒckentext #4 10s ▶ Testen

Die Abnahme der Schwingungsamplitude infolge des ohmschen Widerstands nennt man ___.

✓ Antwort: DĂ€mpfung
Der ohmsche Widerstand wandelt bei jedem Umlauf einen Teil der Energie in WĂ€rme um. Die Amplituden von Spannung und Strom nehmen dadurch rasch ab.
LĂŒckentext #5 15s ▶ Testen

In der Analogie zur Federschwingung entspricht die StromstÀrke I im Schwingkreis der ___ des Pendelkörpers.

✓ Antwort: Geschwindigkeit
Die Ladung Q entspricht der Auslenkung, und der Strom I = Q̇ ist ihre zeitliche Änderung — so wie die Geschwindigkeit die Änderung der Auslenkung ist.
Schwer
Multiple Choice #1 25s ▶ Testen

Beobachtung am Oszilloskop — obwohl keine Spannungsquelle angeschlossen ist, lĂ€dt sich der Kondensator nach der vollstĂ€ndigen Entladung entgegengesetzt wieder auf. Was treibt die Elektronen weiter?

  • ● Das abbauende Magnetfeld der Spule hĂ€lt den Strom per Selbstinduktion aufrecht
  • ○ Der ohmsche Widerstand der Leitungen pumpt die Elektronen zurĂŒck
  • ○ Das elektrische Feld des Kondensators kehrt sich von selbst um
Beim Abbau ihres Magnetfelds wirkt die Spule wie eine Elektronenpumpe und treibt den Strom weiter. Die Elektronen sammeln sich auf der anderen Kondensatorplatte — der Kondensator wird umgekehrt aufgeladen.
Wahr / Falsch #2 15s ▶ Testen

Nach zwanzig Schwingungen ist die Amplitude im realen Schwingkreis fast auf null abgeklungen. Die anfÀngliche Feldenergie des Kondensators wurde dabei vernichtet.

✓ Falsch
Falsch! Die Energie verschwindet nicht, sondern wird am ohmschen Widerstand vollstĂ€ndig in innere Energie (WĂ€rme) umgewandelt. Die Gesamtenergie bleibt erhalten — sie ist nur entwertet.
Multiple Choice #3 25s ▶ Testen

Ein Federpendel ist am schnellsten, wenn es durch die Ruhelage schwingt. Welcher Zustand des Schwingkreises entspricht diesem Moment?

  • ● Der Kondensator ist entladen, die StromstĂ€rke ist maximal
  • ○ Der Kondensator ist maximal geladen, die StromstĂ€rke ist null
  • ○ Der Kondensator ist halb geladen, der Strom Ă€ndert gerade seine Richtung
  • ○ Die gesamte Energie steckt im elektrischen Feld des Kondensators
Ruhelage heißt Auslenkung null — im Schwingkreis Ladung null. Die Geschwindigkeit entspricht dem Strom, also ist er dort maximal, und die ganze Energie steckt im Magnetfeld der Spule wie beim Pendel in der Bewegungsenergie.