Zeitspannen, Fahrpläne und Maßstab

22 Minuten · 6 Abschnitte

Die Klasse 4a fährt ins Schullandheim

Der Zug fährt um 8:40 los. Wie lange dauert die Fahrt? Welcher Zug ist der richtige? Und wo ist im Schullandheim der See?

Hier rechnest du mit Sekunden, Minuten und Stunden. Du liest einen Fahrplan und einen Lageplan. Und du findest heraus, was der Maßstab auf einem Plan bedeutet.

Sekunden, Minuten, Stunden

Die Sekunde

Vor der Fahrt gibt es ein Wettrennen um den Schulhof. Frau Berg misst die Zeit mit der Stoppuhr. Die Stoppuhr zählt Minuten und Sekunden.

Eine Sekunde ist kurz. Sag langsam „einundzwanzig“ - das dauert etwa 1 s. 60 Sekunden sind 1 Minute: 1 min = 60 s.

Stoppuhr zeigt 1:15 - 1 min 15 s1:15mins
Ole braucht 1 min 15 s. Das sind 60 s + 15 s = 75 s.

Eine Minute hat 60 Sekunden, nicht 100. Darum ist 1 min 15 s gleich 75 s, nicht 115 s.

Stunden und Minuten gemischt

Die Zugfahrt ins Schullandheim dauert 85 Minuten. Eine Stunde hat 60 Minuten. 85 = 60 + 25. Also dauert die Fahrt 1 h 25 min.

So schreibst du Zeit gemischt: erst die Stunden, dann die Minuten, die übrig sind. Die Minuten sind dabei immer weniger als 60.

Stell Stunden und Minuten ein. Jede gestrichelte Linie ist eine volle Stunde, also 60 min.

Ein Tag hat 24 Stunden

Von Mitternacht bis Mitternacht vergeht ein ganzer Tag. Der kleine Zeiger läuft dabei zweimal herum. Darum hat 1 Tag 24 Stunden, nicht 12.

Ein Tag von 0:00 bis 24:00 Uhr: 24 Stunden, nachts und tagsüber0:006:0012:0018:0024:00NachtTagNacht
Ein Tag von 0:00 bis 24:00 Uhr: Nacht, Tag und wieder Nacht.

Die Klassenfahrt dauert 2 Tage. Das sind 24 h + 24 h = 48 h.

Zeitspannen am Zeitstrahl

In Sprüngen zur Dauer

Der Zug ins Schullandheim fährt um 8:40 ab. Er kommt um 11:15 an. Wie lange fährt er?

Rechne nicht 1115 − 840. Die Stunde hat 60 Minuten, nicht 100. Spring lieber am Zeitstrahl:

Zeitstrahl 8:40 bis 11:15: plus 20 min bis 9:00, plus 2 h bis 11:00, plus 15 min bis 11:158:409:0011:0011:15+20 min+2 h+15 min
Erst bis zur vollen Stunde, dann volle Stunden, dann der Rest.

20 min bis 9:00. Dann 2 h bis 11:00. Dann noch 15 min. Zusammen: 2 h und 20 + 15 = 35 min. Die Fahrt dauert 2 h 35 min.

Stell die Sprünge ein. Wo landest du? Die Chips zählen die Dauer zusammen.

Wann ist es zu Ende?

Im Schullandheim beginnt die Wanderung um 13:45. Sie dauert 2 h 30 min. Wann ist sie zu Ende?

Spring wieder vorwärts. 15 min bis 14:00. 2 h bis 16:00. Von den 30 min sind noch 15 übrig. Die Wanderung endet um 16:15.

Zeitstrahl ab 13:45: plus 15 min bis 14:00, plus 2 h bis 16:00, plus 15 min bis 16:1513:4514:0016:0016:15+15 min+2 h+15 min

Wann ging es los?

Abends kommt der Bus um 17:20 an. Er war 1 h 40 min unterwegs. Wann ist er losgefahren?

Jetzt springst du rückwärts. 20 min zurück bis 17:00. 1 h zurück bis 16:00. Noch 20 min zurück: 15:40.

Zeitstrahl rückwärts von 17:20: minus 20 min bis 17:00, minus 1 h bis 16:00, minus 20 min bis 15:4015:4016:0017:0017:20−20 min−1 h−20 min
Rückwärts heißt: die Zeit wird früher.

Fahrpläne lesen

Zeile und Spalte

Am Mittwoch fährt die 4a von Seeburg ins Museum nach Burgstadt. Lena schaut in den Fahrplan.

BahnhofZug 1Zug 2Zug 3
Seeburg ab7:529:5211:52
Lindenhof8:1010:1012:10
Mühlbach8:3410:3412:34
Burgstadt an9:0511:0513:05

Jede Zeile ist ein Bahnhof. Jede Spalte ist ein Zug. Wann hält Zug 3 in Mühlbach? Geh in der Zeile Mühlbach bis zur Spalte Zug 3: 12:34.

„ab“ heißt: Der Zug fährt hier ab. „an“ heißt: Der Zug kommt hier an.

Den passenden Zug finden

Die Führung im Museum beginnt um 11:30. Die Klasse muss vorher in Burgstadt sein. Lena schaut in die Zeile Burgstadt an.

Zug 2 kommt um 11:05 an. Das ist vor 11:30 - er passt. Zug 3 kommt erst um 13:05 an. Das ist zu spät. Die Klasse nimmt Zug 2 und fährt um 9:52 in Seeburg ab.

Fahrzeiten berechnen

Wie lange fährt Zug 1 von Seeburg bis Mühlbach? Die Fahrzeit steht nicht im Plan. Du rechnest sie aus.

Ab 7:52, an 8:34. 8 min bis 8:00, dann noch 34 min. 8 + 34 = 42 min.

Wähle zwei Halte von Zug 1. Der gelbe Balken ist die Fahrt, der Chip zeigt die Fahrzeit.

Die Züge fahren alle 2 Stunden. Jeder Zug braucht für dieselbe Strecke gleich lang.

Lageplan und Skizze

Von oben gezeichnet

Im Schullandheim bekommt jedes Kind einen Lageplan. Er zeigt alles so, wie ein Vogel es von oben sieht.

Links ein Haus von vorne mit Dach, Tür und Fenstern, rechts dasselbe Haus von oben: ein Rechteckvon vornevon oben
Von vorne siehst du Dach, Tür und Fenster. Von oben siehst du nur ein Rechteck.

Auf dem Lageplan ist das Haus darum ein Rechteck. Der See ist eine runde Fläche, der Sportplatz ein Rechteck. Ein Plan zeigt alles von oben - nichts von vorne.

Den Plan richtig halten

Emil steht am Tor und schaut zum Haus. Er hält den Plan so, dass auch auf dem Plan das Haus vor ihm liegt.

Jetzt passt der Plan zur Wirklichkeit: Der See liegt links, der Sportplatz rechts. Hält Emil den Plan verkehrt herum, tauschen links und rechts.

Der Pfeil zeigt, wohin Emil schaut. Schalte um: Was liegt jetzt links von ihm?

Links und rechts hängen davon ab, wohin du gehst - nicht vom Blatt.

Eine Skizze zeichnen

Lena zeichnet ihr Zimmer im Schullandheim von oben. Die Betten sind Rechtecke, der runde Tisch ist ein Kreis.

Skizze von Lenas Zimmer von oben: zwei Betten als Rechtecke, ein runder Tisch als Kreis, ein Schrank, Tür und FensterBettBettTischSchrankTürFenster
Lenas Skizze: alles von oben, alles beschriftet.

Das ist eine Skizze. Sie ist nicht genau gemessen. Aber es stimmt, was neben was steht und was links und rechts ist.

Maßstab lesen

1 cm auf dem Plan, 1 m in Wirklichkeit

An Lenas Zimmertür hängt ein Plan des Zimmers. Darauf steht: Maßstab 1 : 100. Man sagt „eins zu hundert“.

1 : 100 heißt: 1 cm auf dem Plan sind 100 cm in Wirklichkeit. 100 cm sind 1 m.

Maßstab 1 : 100: 1 cm auf dem Plan sind 100 cm = 1 m in WirklichkeitPlan1 cmWirklichkeit100 cm = 1 m

Das Zimmer ist auf dem Plan 5 cm lang. In Wirklichkeit ist es also 5 m lang.

Stell ein, wie lang etwas auf dem Plan ist. Wechsle den Maßstab und vergleiche die Chips.

Plan klein, Wirklichkeit groß

Die erste Zahl gehört zum Plan, die zweite zur Wirklichkeit. Bei 1 : 100 ist das echte Zimmer 100-mal so groß wie das Zimmer auf dem Plan.

Der Plan ist kleiner als die Wirklichkeit - sonst würde er nicht an die Tür passen. Andersherum gelesen stimmt nichts mehr.

1 : 100 oder 1 : 1000

Am Eingang hängt ein Plan vom ganzen Gelände. Sein Maßstab ist 1 : 1000. 1 cm auf dem Plan sind 1000 cm in Wirklichkeit - das sind 10 m.

Dasselbe Zimmer zweimal: groß im Maßstab 1 : 100, winzig im Maßstab 1 : 1000Zimmer1 : 1001 : 1000
Dasselbe Zimmer: groß auf dem Plan 1 : 100, winzig auf dem Plan 1 : 1000.

Je größer die zweite Zahl, desto kleiner ist alles gezeichnet. Für ein Zimmer passt 1 : 100, für ein großes Gelände 1 : 1000.

Maßstab umrechnen

Vom Plan in die Wirklichkeit

Auf dem Zimmerplan (1 : 100) misst Lena ihr Bett: 2 cm. Jeder Zentimeter auf dem Plan ist 100 cm in Wirklichkeit.

Also rechnet sie mal 100: 2 cm · 100 = 200 cm = 2 m. Nicht 2 + 100 = 102 cm - beim Maßstab wird nie dazugezählt.

Vom Plan zur Wirklichkeit mal 100, von der Wirklichkeit zum Plan geteilt durch 100PlanWirklichkeit· 100: 100
Zur Wirklichkeit hin wird es größer: mal. Zum Plan hin wird es kleiner: geteilt.

Von der Wirklichkeit auf den Plan

Lena will auch die Tafel einzeichnen. Die Tafel ist 3 m breit. Erst in Zentimeter: 3 m = 300 cm.

Zum Plan hin wird es kleiner. Also geteilt durch 100: 300 : 100 = 3. Lena zeichnet die Tafel 3 cm breit.

Stell ein, wie lang und breit ein Zimmer wirklich ist. Das blaue Rechteck ist sein Plan im Maßstab 1 : 100.

Messen und umrechnen

Auf dem Geländeplan (1 : 1000) misst Emil den Sportplatz. Er legt das Lineal an der Null an: 9 cm.

Auf dem Plan im Maßstab 1 : 1000 ist der Sportplatz 9 cm lang012345678910Maßstab 1 : 1000

9 cm · 1000 = 9000 cm. 9000 cm sind 90 m. Kürzer gedacht: Bei 1 : 1000 ist jeder Zentimeter 10 m.

Weiter: Diagramme und Gewinnchancen

Konzepte

ZeitMaßstab