Dampfbacken — Ofentrieb, Kruste, das Ohr
Steam Baking — Oven Spring, Crust, the Ear
Mit dem Einschnitt bestimmst du, wo sich der Laib ausdehnt: an der Schnittkante hebt sich das Ohr. Schneidest du nicht ein, reißt das Brot an einer zufälligen schwachen Stelle auf. Gebacken wird mit Dampf, etwa im gusseisernen Topf, der den eigenen Dampf des Laibs einschließt. Der Dampf hält die Kruste anfangs weich, damit der volle Ofentrieb durchkommt, und verkleistert die Oberflächen- stärke zu Glanz und einer krachenden Kruste. Danach lüftest du, damit die Kruste fest wird. Wie die Hitze in den Teig wandert, vertiefst du in der Physik → Wärmeübertragung.
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (1)
Du schiebst den Laib ohne Einschnitt in den Ofen. Was passiert beim Ofentrieb?
Du setzt vor dem Backen einen sauberen, schrägen Einschnitt. Was entsteht dort?
Der Dampf hält die Kruste anfangs weich. Was bringt das dem Laib?
Dein Laib hat den vollen Ofentrieb hinter sich. Was tust du fĂĽr eine feste, krachende Kruste?
Wer nicht einschneidet, überlässt es dem Zufall, wo das Brot aufreißt.
Ohne Dampf bekommt das Brot eine besonders glänzende, dünne Kruste und mehr Ofentrieb.
Im Modell des Artikels: Nach wie vielen Minuten im 230 °C heißen Ofen wird die Kruste ohne Deckel fest?
Wie viele Minuten mit Deckel nennt die übliche Regel aus dem Tartine-Buch, bevor der Laib offen fertig bäckt?
Wie viele Minuten weiche Haut braucht das Ohr im Modell mindestens?
Du bäckst dein Brot ohne jeden Dampf. Was bekommst du?
Du bäckst im geschlossenen gusseisernen Topf, ohne Wasser hineinzugeben, und trotzdem entsteht Dampf. Woher kommt er?
Du hast den Deckel 40 Minuten auf dem Topf gelassen. Wie sieht die Kruste aus?
Du hast schräg eingeschnitten, aber offen ohne Dampf gebacken. Der Schnitt geht flach auf, ohne Ohr. Woran lag es?