Alkohol und Jugendschutz — Recht und Gastgeben
Alcohol and Youth Protection — Law and Hosting
Du ordnest einen Partytisch nach § 9 des Jugendschutzgesetzes: Bier, Wein, Sekt und ihre Mischungen wie Radler erst ab 16; alles mit Spirituose, jeder Cocktail und jedes Alkopop, erst ab 18. Die Ausnahme „ab 14 mit den Eltern" gilt noch, ihre Abschaffung ist geplant. „Alkoholfrei" ist eine Grenze, keine Null: Alkoholfreies Bier darf bis 0,5 % vol haben. Dazu übst du, freundlich abzulehnen und als Gastgeber ein gutes alkoholfreies Getränk aktiv anzubieten. Weil reines Wissen über Alkohol kaum schützt und Werbebilder den Einstieg begünstigen, übt dieser Kurs Handeln statt Fakten und kommt ohne Marken aus. Das räumt mit „Cocktails ab 16" und „alkoholfrei heißt 0,0" auf. Bereitet das Gastgeben am eigenen Stand und die Klassiker als Geschichte vor.
Ermöglicht (2)
Ein 15-Jähriger bestellt allein im Café ein Radler. Darf er es bekommen?
Ein Stand auf dem Stadtfest mischt „Sommer-Cocktails" aus Rum und viel Saft. Ab welchem Alter der Gäste darf er sie ausschenken?
Auf der Flasche steht „alkoholfreies Bier". Es enthält also garantiert 0,0 % Alkohol.
Am Kiosk stehen drei Getränke. Ordne sie nach dem Mindestalter für den Kauf, vom jüngsten zum ältesten.
Auf einer Party drängt dich ein Freund, „nur einen Schluck" zu probieren. Welche Antwort hält am besten?
Bei deinem Fest gibt es Getränke für alle. Was tust du als Gastgeber für Gäste, die keinen Alkohol trinken?
Ein 14-Jähriger darf im Restaurant ein Glas Wein trinken, wenn seine Mutter dabei ist. Diese Regel gilt noch, ihre Abschaffung ist aber geplant.
Auf einer bunten, süßen Flasche im Regal steht: „Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten, § 9 Jugendschutzgesetz". Was ist darin?
Eine Schulstunde, in der Jugendliche viele Fakten über Alkohol lernen, senkt nachweislich, wie viel sie später trinken.
Eine Mitschülerin fragt, ob man für den Stand nicht wenigstens „alkoholfreien Gin" nehmen könnte, der schmecke wie echter. Was antwortest du?
In einer Studie mit ĂĽber 10 000 Jugendlichen in Europa ging es um Alkoholwerbung. Was zeigte sich bei denen, die eine Lieblingswerbung fĂĽr Alkohol nennen konnten?
Von den 12- bis 17-Jährigen in Deutschland hat heute ein kleinerer Anteil schon einmal Alkohol getrunken als 2004.
Ein Kiosk verkauft einem 17-Jährigen eine Flasche Wodka, „für seinen Vater". Wen trifft das Jugendschutzgesetz?